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Verlautbarungen Unser Prozess zur Verteidigung des ḫimār ist uns eine Ehre!

Am Montag, dem 26. Oktober, ordnete die Staatsanwaltschaft in Istanbul die Festnahme von vier unserer Brüder an, darunter Mehmet Emin Yıldırım.

Presseverlautbarung

Unser Prozess zur Verteidigung des ḫimār ist uns eine Ehre!

(Übersetzt)

Durch einen willkürlichen Beschluss Ende September 2026 hat das aserbaidschanische Regime damit begonnen, ein Verbot des ḫimār (Kopftuchs) an Schulen durchzusetzen. Muslimische Schülerinnen und Lehrerinnen wurden aus den Klassenzimmern geworfen, und die Schultore blieben ihnen fortan gänzlich verschlossen. Doch damit nicht genug: Familien, die sich dem Verbot widersetzten, wurden bedroht, Muslime wurden verhaftet und ins Gefängnis geworfen.

Der Unterdrückungsapparat macht hier jedoch nicht halt. Das Aliyev-Regime nimmt nun auch Muslime und islamische Institutionen in der Türkei ins Visier. Es richtet sich gegen jene, die sich diesem Unrecht entgegengestellt, die Aufhebung des Verbots gefordert und entsprechende Erklärungen in den sozialen Medien veröffentlicht haben. Zunächst erging ein Haftbefehl gegen sieben Personen, darunter Abdullah İmamoğlu und Vertreter anderer islamischer Kreise. Daraufhin wurde gegen 31 weitere Personen ein Einreiseverbot nach Aserbaidschan verhängt. Zu ihnen zählen Journalisten, Schriftsteller, Aktivisten sowie Vertreter der Zivilgesellschaft und politischer Parteien – allen voran Hakkı Eren und Mehmet Emin Yıldırım.

Bis heute hat die Türkei keine einzige offizielle Erklärung abgegeben, die das ḫimār-Verbot des Aliyev-Regimes verurteilt. Im Gegenteil: Ömer Çelik, der Sprecher der AKP, und Binali Yıldırım erklärten öffentlich, dass diese Angelegenheit eine rein innere Angelegenheit Aserbaidschans sei. Niemand habe das Recht, sich einzumischen oder Widerspruch zu erheben. Das ohrenbetäubende Schweigen der AKP-Regierung zu diesem Verbot, gepaart mit der Entlassung von Erdoğans Chefberater Oktay Saral – der das Verbot kritisiert hatte –, spielt dem Aliyev-Regime direkt in die Hände.

Doch die Türkei ging noch weiter. Am Montag, dem 26. Oktober, ordnete die Staatsanwaltschaft in Istanbul die Festnahme von vier unserer Brüder an, darunter Mehmet Emin Yıldırım. Der Vorwand: Sie hätten Beiträge veröffentlicht, die angeblich Beleidigungen und Provokationen gegen den aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev und dessen Regierung enthielten. Diese Muslime wurden einzig und allein deshalb angeklagt, weil sie das tyrannische Aliyev-Regime für sein ḫimār-Verbot kritisiert hatten. Sie wurden angeklagt, weil sie den von Allah (t) auferlegten ḫimār verteidigten und sich solidarisch an die Seite unserer Schwestern in Aserbaidschan stellten.

Das Vorgehen der türkischen Justiz gegen eigene Staatsbürger ist ein unverkennbarer Beweis dafür, dass sich das aserbaidschanische Regime massiv in die inneren Angelegenheiten der Türkei einmischt. Eine Regierung, die sich stolz damit brüstet, die „Mentalität des 28. Februar“ bekämpft zu haben, betrachtet es nun als strafbares Verbrechen, das ḫimār-feindliche Aliyev-Regime als ungerecht zu bezeichnen. Dies zeugt von eklatanter Missachtung des Rechts, vollkommener Unglaubwürdigkeit und politischer Ohnmacht. Dieses Urteil offenbart eine gefährliche Entwicklung: Eine Türkei, die heute Muslime kriminalisiert, weil sie das Aliyev-Regime als tyrannisch bezeichnen, könnte morgen Muslime vor Gericht stellen, weil sie den amerikanischen Präsidenten Trump – den Erzfeind des Islam und der Muslime – als unverschämten kāfir betiteln. Oder weil sie den Kindermörder Netanjahu einen Kriminellen und Terroristen nennen! Diese Entscheidung ist ein Schandfleck auf der Stirn des türkischen Regimes.

Wir von Hizb-ut-Tahrir / wilāya Türkei schätzen von Beginn an die islamische Haltung all jener Muslime und Institutionen, die sich dem ḫimār-Verbot in Aserbaidschan entgegengestellt haben. Sie haben sich auf die Seite der Wahrheit gestellt und dem Unterdrücker ins Gesicht gesagt: „Du bist ein Unterdrücker.“ Wir danken jedem Einzelnen, der sich angesichts der willkürlichen Verhaftungen und haltlosen Anklagen mit unseren Brüdern solidarisiert hat. Jeder, der die Wahrheit verteidigt und dieses Unrecht sowie diese juristischen Überschreitungen ablehnt, verdient Respekt – möge Allah mit ihnen allen zufrieden sein.

Wir bekräftigen hiermit unmissverständlich: Weder die Drohungen des Aliyev-Regimes noch der Druck des türkischen Regimes werden uns jemals einschüchtern. Nichts wird uns oder die anderen Muslime davon abhalten, den ḫimār zu verteidigen und unseren muslimischen Schwestern beizustehen. Den Preis für den ḫimār zu zahlen – der eine absolute Pflicht des Islam und die Ehre unserer muslimischen Schwestern darstellt –, ist uns eine Ehre. Als Muslime fürchten wir niemanden außer Allah. Wir ertragen jede Prüfung, die uns auf dem Weg Seiner Religion und Seiner daʿwa trifft, mit unerschütterlicher Standhaftigkeit. Wir suchen allein bei Allah (t) Zuflucht, und auf Ihn allein vertrauen wir.

Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir / wilāya Türkei