{"id":9975,"date":"2015-05-13T00:00:00","date_gmt":"2015-05-13T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9975"},"modified":"2015-05-13T00:00:00","modified_gmt":"2015-05-13T00:00:00","slug":"verdraengung-oder-propaganda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9975","title":{"rendered":"Verdr\u00e4ngung oder Propaganda?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vier Jahre nach Beginn der syrischen Revolution ist die anf\u00e4ngliche Begeisterung der Ern\u00fcchterung gewichen. \u00dcber dreihunderttausend Tote, Millionen Fl\u00fcchtlinge und ein zerst\u00f6rtes Land w\u00fcrden unmissverst\u00e4ndlich vor Augen f\u00fchren, dass eine milit\u00e4rische L\u00f6sung des Konflikts in weiter Ferne liege. Werden nun noch die \u201eblutr\u00fcnstigen Monster&#8220; des IS und der vermeintlich unf\u00e4hige als auch zerr\u00fcttete Rest der Opposition in der Kalkulation ber\u00fccksichtigt, folge daraus die unausweichliche Konsequenz: \u201eDer Krieg ist nur durch einen Kompromiss zu beenden, zur Not auch mit Assad&#8220; \u2013 quod erat demonstrandum!<br>Ausgehend von diesem Argumentationsmuster reagierten Politik und Medien entsprechend reserviert, als in der Nacht zum 23.09.2014 die Kampflugzeuge der US-gef\u00fchrten Koalition damit begannen, Rebellenpositionen in Nord- und Ostsyrien zu bombardieren und damit faktisch auf der Seite des Assad-Regimes in den Krieg eingriffen. Was noch drei Jahre zuvor ein gutbeh\u00fctetes Geheimnis war, wurde nun in aller \u00d6ffentlichkeit ausgeplaudert! So bezeichnete Assads Polit- und Medienberater Dr. Shaaban die Angriffe als \u201eeine Art Kooperation&#8220;, schlie\u00dflich sei die Regierung \u00fcber die Luftschl\u00e4ge informiert gewesen. Andere regimetreue Quellen best\u00e4tigten, dass die Vereinigten Staaten Damaskus<em> \u201e\u00fcber eine Drittpartei Informationen [&#8230;] hinsichtlich Ort und Zeit jedes einzelnen Angriffs&#8220;<\/em> sowie eine Sicherheitsgarantie f\u00fcr alle regul\u00e4ren Truppeneinheiten und syrischen Regierungsgeb\u00e4ude zukommen lassen haben. Anstatt die vermeintliche Kehrtwende der US-Au\u00dfenpolitik kritisch unter die Lupe zu nehmen, begn\u00fcgten sich zahlreiche Redakteure damit, auf die \u201eschmerzliche Notwendigkeit der Zusammenarbeit&#8220; zu verweisen, welche angesichts der \u201ebestialisch mordenden IS-Horden&#8220; ohne Zweifel bestehe. In den darauffolgenden Monaten wurden die Rufe nach einer Neuausrichtung der westlichen Syrienpolitik immer lauter und so geh\u00f6rt die Forderung nach einer politischen Rehabilitation der damaszener Diktatur sp\u00e4testens seit John Kerrys CBS-Interview vom 15. M\u00e4rz zum Alltag des politischen Nahostdiskurses. <em>\u201eLetztendlich m\u00fcssen wir verhandeln&#8220;<\/em> und ohnehin sei die US-Regierung im Rahmen der Genfer Konventionen <em>\u201eimmer zu Friedensgespr\u00e4chen bereit gewesen&#8220;<\/em>, so der US-Au\u00dfenminister. Von nun an stie\u00df wenig \u00fcberraschend die gesamte Medienlandschaft von Washington bis Berlin, von Boulevardblatt bis Tageszeitung, von links bis rechts in dasselbe Horn. \u201eOhne Assad geht es nicht&#8220;, titelte beispielsweise Martina D\u00f6ring f\u00fcr die Frankfurter Rundschau am 30.03.2015. Viel zu lang habe sich der Westen <em>\u201eauf die heillos zerstrittenen Oppositionsgruppen&#8220;<\/em> verlassen, <em>\u201edie sich bereits um die Macht bekriegten, bevor sie davon auch nur ein Zipfelchen zwischen den Fingern hatten&#8220;<\/em>. Inzwischen sei allen Beteiligten v\u00f6llig klar, dass der Konflikt milit\u00e4risch nicht zu l\u00f6sen ist. Gespr\u00e4che seien<em> \u201enotwendig und dringend&#8220;<\/em> und wer sich gegen diese Einsicht str\u00e4ubt, der solle sich <em>\u201edie Bilder des verw\u00fcsteten Aleppo anschauen, die Fotos von den riesigen Lagern der Fl\u00fcchtlinge oder die Propagandavideos der rasenden, tobenden, jauchzenden IS-K\u00e4mpfer&#8220;<\/em>, so die b\u00fchnenreife Darstellung der SPD-nahen Tageszeitung.<br>Was die Autorin des dramaturgischen Meisterwerks allem Anschein nach jedoch verschlafen hatte, war, dass die von der westlichen Journaille bombenfest geglaubte Argumentation bereits zwei Tage zuvor wie ein Kartenhaus in sich zusammengebrochen war. Denn um 08:41 Uhr (MESZ) des 28.03.2015 ver\u00f6ffentlichte die Medienabteilung Jabhat al-Nusras eine Nachricht, die so gar nicht zu dem gezeichneten Bild einer erb\u00e4rmlichen und v\u00f6llig hoffnungslosen Opposition passte. Unter der Leitung des Milit\u00e4rkoordinationsrates Jaysh al Fath, haben die Gruppen Ahrar al-Sham, Ansar al-Deen, Jund al-Aqsa, Faylaq al-Sham, Ajnad al-Sham und Jabhat al-Nusra die Provinzhauptstadt Idlib nach nur drei Tagen Kampf vollst\u00e4ndig erobert. Wie konnte das nur passieren? \u201e<em>Gl\u00fcckstreffer&#8230; strategischer R\u00fcckzug&#8230;unwichtig!<\/em>&#8220; W\u00e4hrend sich Assad-Galanen zun\u00e4chst durch geniale Ausreden dieser Art gegenseitig zu beruhigen versuchten, verstummten knapp vier Wochen sp\u00e4ter selbst die gr\u00f6\u00dften Geistesakrobaten unter ihnen. Am 26.05.2015 \u00fcberrannten islamische Kampfeinheiten \u2013 unter ihnen Jabhat al-Nusra und die Islamische Partei Turkestans \u2013 die zwischen Idlib und Latakia liegende Stadt Jisr al-Shughour. Dass es sich trotz der relativ geringen Einwohnerzahl um eine strategisch wichtige Ortschaft handelt explizierte Stratfor folgenderma\u00dfen: <em>\u201eDie Rebellen eroberten in der Idlib-Provinz die bedeutsame Stadt Jisr al-Shughour, bewegten sich kurz darauf Richtung S\u00fcden und brachten weite Gebiete der al-Ghab Ebene unter ihre Kontrolle. Durch die Einnahme der Tiefebene konnten die Rebellen die zwei Verbindungswege kappen, welche das Gebiet mit der M4-Autobahn verbinden und auf diese Weise, wenn auch nicht vollst\u00e4ndig, die regimetreuen Kr\u00e4fte in dem Gebiet Frikkah-Ariha-Mastoumah in Idlib isolieren. Die Regierungstruppen k\u00f6nnen zwar noch Nachschub in das Gebiet zwischen Frikkah und Qarqur liefern, m\u00fcssen dazu jedoch gr\u00f6\u00dftenteils unwegsame Verbindungslinien nutzen.&#8220;<\/em> Dem nicht genug, eroberte Jabhat al-Nusra am darauffolgenden Tag das al-Qarmeed Milit\u00e4rlager, wodurch die Rebellen in Idlib nun Mastoumah vom S\u00fcden her flankieren und weiter Richtung Ariha vordringen k\u00f6nnen, um auf diese Weise die restlichen Regierungstruppen der Region von allen Seiten her unter Druck zu setzen. Neben den milit\u00e4rischen Implikationen bringt diese Entwicklung allerdings auch weitreichende politische Konsequenzen mit sich.<em> \u201eIn einem B\u00fcrgerkrieg wie diesem h\u00e4ngt die St\u00e4rke der Regierung von ihrer Aura der Unbesiegbarkeit ab \u2013 eine Aura die ihr abhandenkommen kann&#8220;<\/em>, so der Think Tank. Sowohl die \u201einnere als auch die \u00e4u\u00dfere Legitimit\u00e4t&#8220; des Regimes konnte erst wieder hergestellt werden, nachdem die Regierung diese Aura erneut aufbauen und erfolgreich kommunizieren konnte. Dieses Bild politischer Stabilit\u00e4t war laut den Ausf\u00fchrungen der Denkfabrik eine notwendige Voraussetzung f\u00fcr die internationalen Akteure und die Vereinigten Staaten, um eine Kompromissl\u00f6sung unter Einbeziehung Assads erneut zum festen Bestandteil des politischen Diskurses machen zu k\u00f6nnen.<br>Angesichts der gegenw\u00e4rtigen Lage stellt sich daher die Frage wie es \u00fcber die letzten 14 Monate zu solch einer monumentalen Fehleinsch\u00e4tzung kommen konnte. Deuteten die Zeichen tats\u00e4chlich auf eine unl\u00f6sbare Pattsituation oder handelte es sich bei der Berichterstattung um Agenda-Setting im Sinne US-amerikanischer Syrienpolitik? Erste Hinweise liefern die milit\u00e4rischen Entwicklungen des Sommers 2014. W\u00e4hrend sich die internationale Presse unaufh\u00f6rlich mit den neuesten Schreckensgeschichten \u00fcber den IS gruselt, erobert Jabhat al-Nusra am 27.07.2014 fast unbemerkt den an den Golanh\u00f6hen gelegenen Quneitra-Grenz\u00fcbergang. Dem vorausgegangen waren wichtige Teilerfolge in der s\u00fcdlichen Provinz Dar&#8217;a, nachdem ma\u00dfgebliche Truppenkontingente Jabhat al-Nusras von Deir al-Zour in den S\u00fcden verlegt wurden. Wenige Tage nach der Eroberung des strategisch wichtigen Grenz\u00fcbergangs, starteten Rebelleneinheiten die n\u00e4chste Offensive, um ihre Pr\u00e4senz in der Quneitra Provinz auszubauen und so ihre Positionen im S\u00fcden des Landes zu konsolidieren. Am 13.08.2014, also lediglich neun Tage nach Beginn der Offensive, hatte das Regime die Kontrolle \u00fcber 80% der Provinz verloren. Der darauffolgende November wiederum war von signifikanten Entwicklungen im Nordwesten des Landes gepr\u00e4gt. Nur eine Woche nach der Ank\u00fcndigung des SNC-Pr\u00e4sidenten Ahmad Toumeh in Zusammenarbeit mit dem moderaten Fl\u00fcgel der Opposition eine \u201eSyrische Nationalarmee&#8220; aufbauen zu wollen, wurden die zwei wichtigsten Fraktionen der FSA \u2013 Jabhat Thuwar Suriya und Harakat Hazm \u2013 von islamischen Kampfeinheiten vollst\u00e4ndig aus Idlib vertrieben. In den Wochen und Monaten danach verloren die Vereinigten Staaten nicht nur eine Menge TOW-Panzerabwehrraketen, sondern gleich zwei ihrer wichtigsten Proxys, die bis dato ein gewisses Gegengewicht zu den islamischen Milizen Nordsyriens bildeten. Ein 3000 Mann starkes Kontingent von den nun zus\u00e4tzlich gest\u00e4rkten \u201eIslamisten&#8220; startete am 14.12.2014 eine Offensive in der Provinz Idlib, mit dem Ziel die Milit\u00e4rbasen Wadi al-Deif und al-Hamidiya einzunehmen. Einige Stunden und \u00fcber einhundert Tote syrische Soldaten sp\u00e4ter, hatte das Assad Regime auch hier seine Kontrolle vollst\u00e4ndig verloren. An diesem sich nun immer deutlicher abzeichnenden Trend konnte auch die Aleppo-Gegenoffensive nichts mehr \u00e4ndern. W\u00e4hrend Einheiten der Syrischen Armee und der Hisbollah am Morgen des 17.02.2015 zun\u00e4chst rapide Gel\u00e4ndegewinne verzeichnen konnten, war das Res\u00fcmee am 20. Februar katastrophal: \u00fcber 300 Tote Soldaten, dutzende Gefangene in den H\u00e4nden der Rebellen und eine vollst\u00e4ndig gescheiterte Offensive.<br>Doch nicht nur auf milit\u00e4rischer Ebene musste Damaskus erhebliche R\u00fcckschl\u00e4ge verkraften. Ununterbrochen bereiteten Zerfallserscheinungen und interne Spannungen den Strategen Assads schlaflose N\u00e4chte. Bereits am 24.10.2013 berichtete Kalifat.com in dem Artikel \u201e<em>Tendenzi\u00f6se Schreckensgeschichten<\/em>&#8220; dar\u00fcber folgenderma\u00dfen: <em>\u201eDie Hauptlast wird [&#8230;] von einem Konglomerat syrischer Nationalgardisten und paramilit\u00e4rischen S\u00f6ldnertruppen getragen. Auch desinformierte Freiwillige aus dem Iran, Irak, Afghanistan und dem Libanon, welche sich im Kampf gegen den Zionismus w\u00e4hnen, werden zunehmend von dem Regime in blutigen H\u00e4userk\u00e4mpfen verheizt. Bereits an dieser Vielschichtigkeit l\u00e4sst sich ablesen, dass von Homogenit\u00e4t und Eintracht keine Rede sein kann. [&#8230;] Zus\u00e4tzlich scheinen sich [&#8230;] unter den regimetreuen Milizen zunehmend Fronten aufzutun, die mit bewaffneten Auseinandersetzungen einhergehen. In einer aktuellen Analyse berichtet die Denkfabrik Stratfor von einer Schie\u00dferei in der N\u00e4he von Damaskus zwischen der libanesischen Hisbollah und der irakischen Abu l-Faddl al-Abbas Miliz, bei der es mehrere Tote gab.&#8220;<\/em> Die Aktualit\u00e4t dieser Lageeinsch\u00e4tzung wird durch eine Vielzahl von gegenw\u00e4rtigen Ereignissen untermauert. So kam es Berichten zufolge am 30.04.2015 in Homs zu wilden Stra\u00dfenk\u00e4mpfen zwischen Regierungstruppen und den S\u00f6ldnermilizen der \u201eNationalen Verteidigungskr\u00e4fte&#8220;. Obgleich bei diesem Scharm\u00fctzel die seit Monaten ausgebliebende Besoldung eine zentrale Rolle spielen mag, zeichnet sich derzeit eine allgemeine und grunds\u00e4tzliche Unzufriedenheit nationalistischer Kr\u00e4fte ab. In diesem Kontext ist auch die auf den 26.04.2015 datierte Stellungnahme des Anf\u00fchrers der alawitisch-nationalistischen Terrorgruppe \u201eMuqawa Suriya&#8220; zu begreifen. Demonstrativ stellt sich Ali Kayali darin hinter das Assad-Regime und versichert er habe <em>\u201ekeinen Moment lang an der Richtigkeit der Entscheidung seitens der Milit\u00e4rf\u00fchrung in Jisr al-Shughour&#8220;<\/em> gezweifelt. Der Schl\u00fcssel zum Erfolg liege jedoch darin, dass sich die Regierung in ihrem Kampf st\u00e4rker auf das syrische Volk und \u201enationale Kr\u00e4fte&#8220; st\u00fctzt. Implizit kommuniziert der auch unter dem Namen Mihrac Ural bekannte Massenm\u00f6rder auf diese Weise seine ablehnende Haltung gegen\u00fcber den immer wichtigeren Hisbollah-Einheiten aus dem Libanon und den milit\u00e4rstrategisch dominierenden Beratern aus dem Iran. Auf eben diese kritische Haltung sind ebenfalls die aufsehenerregenden und dennoch kaum berichteten Entlassungen des Direktors des politischen Geheimdienstes Rustum Ghazaleh und des Chefs des milit\u00e4rischen Nachrichtendienstes Rafiq Shehadeh zur\u00fcckzuf\u00fchren. Berichten zufolge soll Ghazaleh nach seinen negativen \u00c4u\u00dferungen bez\u00fcglich der<em> \u201esyrischen Abh\u00e4ngigkeit vom Iran&#8220;<\/em> t\u00e4tlich angegriffen und anschlie\u00dfend ins Krankenhaus eingeliefert worden sein. Auch die Flucht von Hafez Makhlouf \u2013 Assad-Cousin ersten Grades und Direktor einer weiteren Geheimdienstbeh\u00f6rde \u2013 sowie die Festnahme des prominenten Familienmitglieds Munther al-Assad f\u00fchren interne Verwerfungen deutlich vor Augen und lassen kein Zweifel an der schleichenden Implosion der syrischen Diktatur. Doch nicht nur auf personell-staatlicher Ebene schwindet die Unterst\u00fctzung f\u00fcr das Regime, denn selbst in der alawitisch dominierten K\u00fcstenregion w\u00e4chst seit geraumer Zeit die Unzufriedenheit \u00fcber den Kriegsverlauf. So gelang al-Assad weder die Zerschlagung der in seiner eigenen Community existierenden und regierungskritischen Str\u00f6mung Sarkhat al-Watan, noch die Eind\u00e4mmung des zunehmenden Exodus alawitischer M\u00e4nner im kampff\u00e4higen Alter. Das Baath-Regime befindet sich daher sowohl auf milit\u00e4rischer, als auch auf staatlich-struktureller und soziopolitischer Ebene in einem solch desolaten Zustand, dass zu keinem Zeitpunkt der Revolution von einer unl\u00f6sbaren Pattsituation die Rede sein konnte.<br>Psychoanalytiker k\u00f6nnten an dieser Stelle einwenden, der Westen habe aufgrund der fehlenden Kompatibilit\u00e4t der islamischen Revolution mit der eigenen Identit\u00e4t die Fakten schlichtweg verdr\u00e4ngt. Aufgrund der wissenschaftlichen Fragw\u00fcrdigkeit der Freud&#8217;schen Verdr\u00e4ngungstheorie ist jedoch eher davon auszugehen, dass es sich bei der monatelangen \u201eFehleinsch\u00e4tzung&#8220; okzidentaler Regierungsvertreter und Experten um gezielte Propaganda handelte. Durch geschicktes Agenda-Setting wurde in den K\u00f6pfen der Rezipienten eine Realit\u00e4t konstruiert, die es in Syrien zwar nie gegeben hat, bei ausreichender Resignation der Muslime allerdings zur bitteren Wahrheit h\u00e4tte werden k\u00f6nnen. Es waren die <em>Da&#8217;wah-Tr\u00e4ger<\/em> und <em>Mujahedeen<\/em> Syriens, die Hand in Hand mit der lokalen Bev\u00f6lkerung auch diesen Plan der US-Strategen durch ihre Entschlossenheit und Standhaftigkeit zum Scheitern brachten. Den Feinden der Revolution sei daher gesagt: Die schwarzen Flaggen werden trotz der internationalen Verschw\u00f6rung schon bald in allen L\u00e4ndern der Levante in einer Deutlichkeit wehen, sodass die R\u00fcckkehr des rechtgeleiteten Kalifats weder durch rigoroses Agenda-Cutting, noch durch die extremste Form kognitiver Dissonanzreduktion totgeschwiegen werden kann!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>r Jahre nach Beginn der syrischen Revolution ist die anf\u00e4ngliche Begeisterung der Ern\u00fcchterung gewichen. \u00dcber dreihunderttausend Tote, Millionen Fl\u00fcchtlinge und ein zerst\u00f6rtes Land w\u00fcrden unmissverst\u00e4ndlich vor Augen f\u00fchren, dass eine milit\u00e4rische L\u00f6sung des Konflikts in weiter Ferne liege. 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