{"id":9834,"date":"2012-12-02T00:00:00","date_gmt":"2012-12-01T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9834"},"modified":"2012-12-02T00:00:00","modified_gmt":"2012-12-01T23:00:00","slug":"assads-hoffnungsloser-versuch-zu-ueberleben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9834","title":{"rendered":"Assads hoffnungsloser Versuch zu \u00fcberleben"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anfang November f\u00fchrte der Fernsehsender Russia Today ein Interview mit Assad. Dabei beteuerte er, dass er in Syrien \u201eleben oder sterben&#8220; werde. Er sei Syrier, und er m\u00fcsse somit in Syrien auch leben und sterben. Er gehe nicht davon aus, dass der Westen milit\u00e4risch intervenieren w\u00fcrde. Falls aber doch, so wisse niemand, welche Konsequenzen dies im Einzelnen h\u00e4tte. Unter allen Umst\u00e4nden aber k\u00f6nne sich die Welt den Preis einer Invasion nicht leisten. Dass Assad so offenkundig der gesamten Welt mit einem Fl\u00e4chenbrand im Falle seines Sturzes droht, zeigt das Ausma\u00df seiner Verzweiflung auf. W\u00e4hrend die Milizen Assads bzw. die \u00dcberreste der einstigen syrischen Armee unter Nachschubknappheit leiden, verf\u00fcgen sie zurzeit immer noch \u00fcber mehr Kriegsger\u00e4t als der Widerstand. Mit diesen verbliebenen Truppen versucht Assad, die landesweiten Aufst\u00e4nde durch eine mehrgleisige Strategie zu brechen<br>Ein Grundpfeiler der Kriegsf\u00fchrung Assads besteht aus Luftangriffen und Granatenbeschuss durch weitreichende Artillerie. Im M\u00e4r 2011 bekam die Stadt Dara die volle Brutalit\u00e4t und Unmenschlichkeit der Assad-Bande als erstes zu sp\u00fcren. Scharfsch\u00fctzen wurden auf den D\u00e4chern positioniert, die Wasserversorgung wurde gekappt wie auch die Telefonleitungen. die Stadt war vom Rest des Landes komplett abgeschnitten und wurde von allen Seiten unter heftigsten Artilleriebeschuss genommen. Es regnete regelrecht Granaten. Als Teil der psychologischen Kriegsf\u00fchrung setzt Assad Flugzeuge und Hubschrauber aus alten Sowjetbest\u00e4nden ein. Die Einwohner der Stadt berichten von den Man\u00f6vern der Luftwaffe. Kampfjets fliegen mal entweder in niedriger H\u00f6he mit \u00dcberschallgeschwindigkeit \u00fcber die H\u00e4user und mal in sehr gro\u00dfer H\u00f6he, was ein Zeichen einer m\u00f6glichen Bombardierung ist. Tieffliegende Kampfhubschrauber \u00fcbers\u00e4hen die Stra\u00dfen mit Maschinengewehrfeuer, w\u00e4hrend n\u00e4chtliche Eins\u00e4tze sowohl den zivilen Einwohnern als auch dem Widerstand den Schlaf rauben und insbesondere kleine Kinder in Angst und Schrecken versetzen. Durch diese Kollektivbestrafungen m\u00f6chte Assad unter anderem auch den R\u00fcckhalt des Widerstands in der Bev\u00f6lkerung brechen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Zwischen den bewaffneten Rebellen und den Zivilisten besteht eine tiefe islamische Verbundenheit und die Menschen Syriens hassen Assad und seine Schergen umso mehr. Denn nicht zuletzt h\u00e4ngt die St\u00e4rke des Widerstands von der Unterst\u00fctzung der Menschen vor Ort ab.<br>Die Belagerung der Stadt Homs, die im Mai 20122 begann, dauerte acht Monate an. Sie war gekennzeichnet von der wahllosen Ermordung jedweder Person \u2013 Zivilist oder K\u00e4mpfer -, die die Truppen Assads vor das Visier bekamen. Die Offensive begann mit der Bombardierung des Stadtteils Baba Amr, obwohl es dort keinerlei schwere Waffen gab. S\u00e4mtliche Zugangswege wurden blockiert, das gesamte Gebiet wurde hermetisch abgeriegelt und unter heftigen Beschuss genommen. Hierauf drangen Panzer in mehrere Distrikte von Homs ein und ermordeten alle bekannten Oppositionellen und ihre Unterst\u00fctzer. In der Nacht zuvor wurde die elektrische Versorgung der Stadt gekappt. Im Oktober 2012 wurde Homs von einer dritten Milit\u00e4roffensive \u00fcberzogen, die wohl auch die schlimmste war. Kampfflugzeuge, Panzer und schwere Artillerie deckten die Stadtteile, die von den Rebellen kontrolliert wurden, mit Raketen und Granaten ein. Dennoch konnte der Widerstand seine Stellung halten und lie\u00df sich nicht zur\u00fcckdr\u00e4ngen.<br>Der Einsatz von S\u00f6ldnertruppen ist ein weiteres Grundkonzept der Strategie Assads zur Niederschlagung und Einsch\u00fcchterung sowohl des bewaffneten Widerstands als auch der Einheimischen Zivilisten, die den Widerstand unterst\u00fctzen. Die sogenannten Shabbiha, eine Horde kaltbl\u00fctiger M\u00f6rder und Vergewaltiger, \u00fcber die wir bereits an anderer Stelle berichteten, zogen durch die St\u00e4dte, verpr\u00fcgelten, vergewaltigten und mordeten wahllos unschuldige Menschen, um die gesamten Einwohner einzusch\u00fcchtern und als Strafe daf\u00fcr, dass sie den Widerstand unterst\u00fctzen und Demonstrationen gegen Assad abhielten. Es fanden \u00f6ffentliche Hinrichtungen statt, und muslimische M\u00e4dchen und Frauen wurden am helllichten Tage entf\u00fchrt. Da der Gro\u00dfteil der syrischen Armee aus Sunniten besteht, kamen f\u00fcr diese bestialischen Massaker nur jene in Betracht, die Assad nahe stehen. Hierzu z\u00e4hlen die Shabbiha, die haupts\u00e4chlich aus Alewiten bestehen und von Haus aus einen gro\u00dfen Hass auf Sunniten haben. Diese Milizen wurden durchweg gemeinsam mit der regul\u00e4ren Armee eingesetzt. Einer der Shabbiha berichtet \u00fcber seine Aufgaben: \u201eDie Regierung gab mir monatlich 30.00 syrische Pfund und weitere 10.000 f\u00fcr jede Person, die ich gefangen nehme oder ermorde. Ich vergewaltigte ein M\u00e4dchen, und mein Kommandeur tat dies schon \u00f6fters. Es war normal.&#8220;<br>Assads \u00fcbrig gebliebenen Truppen sehen sich einem landesweiten Aufstand gegen\u00fcber, bei dem die Rebellen bereits wichtige Landesteile und auch gr\u00f6\u00dfere Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte erobert haben. Zu den erbeuteten Kriegsg\u00fctern z\u00e4hlen mittlerweile auch Panzer, schwere Artillerie und Boden-Luft-Abwehrraketen mit Infrarot-Zielerkennung. Da Assad ohnehin nur noch ein Bruchteil seiner Truppen zur Verf\u00fcgung steht, ist er gezwungen, die Armee mit Bedacht einzusetzen und seine letzten Ressourcen zu schonen. Deshalb wird die Armee nur noch an strategisch wichtigen Orten eingesetzt. Als Folge dessen sind weite Landesteile dem Widerstand in die H\u00e4nde gefallen, da Assads Truppen wie gesagt nur noch an jenen Orten zum Einsatz kommen, die von hoher strategischer Wichtigkeit sind und insbesondere entlang von Versorgungsrouten, die sie auf keinen Fall an die Rebellen verlieren wollen. Jede Belagerung einer Stadt seitens des Regimes bedeutet eine Schw\u00e4chung der Truppen an anderer Stelle. Und deshalb vermeidet mittlerweile Assad auch die offene Konfrontation in St\u00e4dten und Ortschaften, die von den Aufst\u00e4ndischen dominiert werden. W\u00e4hrend die K\u00e4mpfe in vielen Landesteilen nach wie vor andauern, zieht das wankende Regime den Gro\u00dfteil seiner Ressourcen um Aleppo und Damaskus zusammen, da dies die entscheidenden St\u00e4dte sind. Das syrische Milit\u00e4r kann die meisten seiner Versorgungsrouten kaum noch aufrecht halten, und gro\u00df angelegte Offensiven sind in weiten Landesteilen ebenfalls nicht mehr m\u00f6glich. Assad fehlt es einfach an Truppen und Nachschub.<br>Seit dem Beginn der Aufst\u00e4nde in Syrien gegen das Assad-Regime sind nunmehr beinahe zwei Jahre vergangen. Anfangs setzte der Unrechtsherrscher von Damaskus noch auf seinen ber\u00fcchtigten Geheimdienst, um die Menschen zum Schweigen zu bringen, doch als die Aufst\u00e4nde sich \u00fcber das gesamte Land ausbreiteten, musste er das Milit\u00e4r in Bewegung setzen. Dabei hat er s\u00e4mtliche ihm zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel eingesetzt. Sowohl den Geheimdienst als auch die regul\u00e4re Armee als auch seine bestialischen S\u00f6ldnertruppen. Doch all dies hat ihm nicht dazu verholfen, den gesegneten islamischen Widerstand zu brechen. Umso brutaler das Regime gegen die Muslime vorging, umso erbitterter wurde ihr Widerstand. Zudem sind die Muslime der regul\u00e4ren syrische Armee scharenweise zum Widerstand \u00fcbergelaufen, und sogar innerhalb der alewitischen Gemeinde ist der R\u00fcckhalt f\u00fcr Assad geschwunden.<br>In den letzten Wochen und Monaten sind wir Zeuge gro\u00dfer milit\u00e4rischer Erfolge des islamischen Widerstands geworden und erleben gegenw\u00e4rtig, wie das Assad-Regime sich kaum mehr auf Beinen halten kann und in sich zusammenst\u00fcrzt. Unser aller Hoffnung und Du&#8217;a richten sich an Allah (s.w.t.), den Gewaltigen, dass er den Muslimen zum Siege verhilft und auf den Ruinen der Diktatur Assads das rechtgeleitete Kalifat entstehen l\u00e4sst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfang November f\u00fchrte der Fernsehsender Russia Today ein Interview mit Assad. Dabei beteuerte er, dass er in Syrien \u201eleben oder sterben&#8220; werde. Er sei Syrier, und er m\u00fcsse somit in Syrien auch leben und sterben. 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