{"id":9721,"date":"2012-10-18T00:00:00","date_gmt":"2012-10-17T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9721"},"modified":"2012-10-18T00:00:00","modified_gmt":"2012-10-17T22:00:00","slug":"der-stellenwert-des-sunna-im-islam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9721","title":{"rendered":"Der Stellenwert des Sunna im Islam"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der vorliegende Artikel basiert gr\u00f6\u00dftenteils auf Ausf\u00fchrungen von Sheikh Taqiyy-ud-Din An-Nabhani in seinen Werken &#8222;Die islamische Pers\u00f6nlichkeit&#8220; Teil 1 und Teil 3.<br>Sheikh Nabhani ist einer der gro\u00dfen Gelehrten des zwanzigsten Jahrhunderts. Er absolvierte mit Bravour die Al-Azhar-Universit\u00e4t nach der neuen und alten Studienordnung, studierte auch an der \u00e4gyptischen Universit\u00e4t und war als Sharia-Richter in Jerusalem t\u00e4tig. Er war sehr belesen und zeichnete sich mit einem umfassenden Islamwissen und einem scharfen Verstand aus. Was ihn von anderen Gelehrten seiner Zeit jedoch deutlich abhob, war sein pr\u00e4zises Verst\u00e4ndnis der westlichen Kultur und der dort herrschenden wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Ordnung, die sich von jener des Islam grunds\u00e4tzlich unterscheidet. Auch war er bekannt f\u00fcr sein weltpolitisches Verst\u00e4ndnis und seine brillante Analyse der internationalen und regionalen politischen Situation. Er bem\u00fchte sich intensiv, ein richtiges Islam-Verst\u00e4ndnis unter den Muslimen zu erzeugen, damit der Islam als das erkannt wird, was er ist, eine umfassende Lebensordnung, eine Ideologie, die alle Bereiche des menschlichen Handelns umfasst. Sheikh Nabhani setzte sich tatkr\u00e4ftig daf\u00fcr ein, dass der Islam durch die Errichtung des Kalifats real umgesetzt wird und gr\u00fcndete auch zu diesem Zweck die politische Partei Hizb-ut-Tahrir auf der Basis des Islam. Da er die Machthaber seiner Zeit nicht wie andere hofierte und in offene Konfrontation zu ihnen und ihren unislamischen, verr\u00e4terischen Handlungen ging, erlangte er zu Lebzeiten nicht jene Anerkennung, die einem Gelehrten seines Formats zustand. Wir bitten Allah, dass Er ihm und seinesgleichen am J\u00fcngsten Tage Seine g\u00f6ttliche Anerkennung zukommen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><br><strong>Einleitung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Die Sunna als zweite Rechtsquelle des Islam, spielt in der islamischen Rechtssprechung eine gro\u00dfe Bedeutung. Es kommt deshalb nicht von ungef\u00e4hr, dass die Ulama&#8216;, die islamischen Rechtsgelehrten, sich sehr eingehend mit ihr besch\u00e4ftigten. Man legte gr\u00f6\u00dften Wert darauf und scheute keine M\u00fche, die Hadithe des Gesandten (s.) genau zu dokumentieren, einzugliedern, die \u00dcberlieferungsketten eingehend zu studieren, zu analysieren, um die richtigen, &#8222;starken&#8220; Hadithe von etwaigen zweifelhaften, &#8222;schwachen&#8220; oder gar erfundenen zu unterscheiden. Es entstand dadurch eine eigenst\u00e4ndige Wissenschaft, die sogenannte Hadith-Wissenschaft (Ilm al Hadith), die heute ganze Bibliotheken f\u00fcllt, mit spezialisierten Hadith-Gelehrten, die oftmals ihr ganzes Leben daf\u00fcr aufwandten, die Hadithe des Gesandten Muhammad (s.) zu sammeln und zu gliedern.<br>Manchmal reisten sie tausende Kilometer weit, um einen einzigen Hadith direkt aus dem Munde des \u00dcberlieferers authentisch zu empfangen. Die bekanntesten Repr\u00e4sentanten von ihnen sind Buchari, Muslim, Al-Tirmithi, Al-Nassai, Abu Dawud, Ibn-Maja, Imam Malik und Imam Ahmad Ibn Hanbal. Jeder von ihnen hat eine eigene Hadith-Sammlung erstellt, die mehrere B\u00e4nde umfasst. Gemeinsam bilden diese Werke die Hauptquelle der Sunna, aus der die Gelehrten ihre Beweisf\u00fchrungen sch\u00f6pfen. Jedoch beschr\u00e4nkt sich die Sunna nicht auf diese Werke allein. Neben ihnen stehen auch Werke anderer Hadith-Gelehrter, wie Al-Baihaqi, Al-Darami, Al-Daraqutni und Abu Hatem, die ebenfalls einen beachtlichen Beitrag zur Erhaltung der Sunna leisteten. Die Sira, der Lebensweg des Propheten (s.), ist dar\u00fcber hinaus in eigenen B\u00fcchern, auf Basis authentischer \u00dcberlieferung, separat dokumentiert worden. Ein wichtiges Werk in diesem Bereich ist die Sira des Propheten von Ibn Hisham.<br>In ihrer Gewissenhaftigkeit, richtige Hadithe von falschen oder schwachen zu unterscheiden, begn\u00fcgten sich die Gelehrten nicht damit, den Hadith direkt aus dem Munde des \u00dcberlieferers zu h\u00f6ren. Vielmehr gingen sie genau der Person des \u00dcberlieferers und seinem Lebenswandel nach und akzeptierten die Hadithe nur von jenen Personen, die als rechtschaffen bekannt waren und \u00fcber die notwendige Ged\u00e4chtniskraft und Sprachbeherrschung verf\u00fcgten, um den Hadith korrekt und verl\u00e4sslich weiterzugeben.<br>Unter den Gelehrten hat sich hier der Begriff des Adl (rechtschaffen) und Dabit (sprachlich den Wortlaut beherrschend) eingeb\u00fcrgert, um jene \u00dcberlieferer zu definieren, deren Hadithe als sahih (richtig) zu kategorisieren sind. Ein eigener Wissenschaftszweig entstand dabei, der sogenannte Ilm al Rijal (die Lehre der \u00dcberlieferer), in dem die Person des \u00dcberlieferers (Al-Rawi) beschrieben wird, seine pers\u00f6nlichen Daten wie Geburtsort und -datum, Sterbeort und -datum, Ort und Zeitspanne seines Wirkens sowie jene Personen, von denen er die Hadithe empfing und jene, an die er die Hadithe \u00fcbermittelte, dokumentiert sind. Auch werden in eigenen B\u00fcchern alle Bedingungen behandelt, welche der \u00dcberlieferer zu erf\u00fcllen hat, um als annehmbar zu gelten. Diese &#8222;Lehre der \u00dcberlieferer&#8220; sucht ihresgleichen weltweit und ist in keiner anderen Kultur oder Zivilisation vorhanden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><br><strong>1. Die Bedeutung des Wortes Sunna<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Sunna bedeutet auf arabisch Weg. Im Islam hat dieses Wort jedoch durch den Propheten selbst eine eigene, neue Definition bekommen, die sich von der urspr\u00fcnglichen sprachlichen Bedeutung unterscheidet. Diesen Vorgang der \u00dcbertragung der Bedeutung eines Begriffes von seiner sprachlichen zu einer neuen islam-rechtlichen Bedeutung nennt man Naql, wobei die neue Definition als Haqiqa shar&#8217;iyya (&#8222;rechtliche Wahrheit&#8220;) bezeichnet wird. Solche \u00dcbertragungen gibt es im Islam viele. So haben die arabischen W\u00f6rter Salat, Saum, Zakat, Jihad und andere durch die Offenbarung eine neue Bedeutung bekommen, die sich von ihrer sprachlichen durchaus unterscheidet. Das Wort Zakat beispielsweise bedeutet sprachlich Vermehrung. Im Islam ist Zakat jedoch als die g\u00f6ttlich vorgeschriebene, prozentuell festgelegte Abgabe definiert, die man j\u00e4hrlich von bestimmten G\u00fctern an bestimmte Personenkreise und f\u00fcr bestimmte Verwendungszwecke zu entrichten hat. Das Wort &#8222;Salat&#8220; bedeutet sprachlich generell das Bittgebet. Die islam-rechtliche Bedeutung von &#8222;Salat&#8220; ist jedoch das vorgeschriebene Gebet der Muslime nach einem bestimmten, festgelegten Bewegungsablauf.<br>In gleicher Weise verh\u00e4lt es sich auch mit dem Wort &#8222;Sunna&#8220;. Der Islam gab diesem Wort eine neue Bedeutung: n\u00e4mlich das, was vom Propheten (s.) an Rede (Qaul), an Taten (Fi&#8217;l) und an stiller Zustimmung (Sukut) ausging.<br>Der Prophet (s.) sagte:<br><strong>&#8222;Ich habe euch etwas hinterlassen, wenn ihr daran festhaltet, werdet ihr nach mir nie in die Irre gehen: Allahs Buch und meine Sunna!&#8220;<\/strong><br>Als Sunna bezeichnet man in der Shari&#8217;a (islamische Rechtslehre) auch die empfohlenen Handlungen (Mandub) im Bereich der Ibadat (gottesdienliche Handlungen), die nicht verpflichtend sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><br><strong>2. Auch die Sunna ist Offenbarung Allahs<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Auch die Sunna ist g\u00f6ttliche Offenbarung und nicht vom Propheten &#8222;erfunden&#8220; worden. Vom Qur&#8217;an unterscheidet sie sich lediglich darin, dass der Qur&#8217;an in Sinn und Wortlaut von Allah, dem Erhabenen stammt, die Sunna hingegen nur im Sinn von Allah an den Propheten (s.) geoffenbart wurde und der Prophet (s.) diesen Sinn mit seinen eigenen Worten formulierte. Die Tatsache, dass die Sunna ebenfalls g\u00f6ttliche Offenbarung ist wurde durch viele Ayat des Qur&#8217;an und Hadithe des Propheten belegt. So sagt Allah (t.) in Sura Al-Najm 53, Aya 1-4 \u00fcber den Propheten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Beim Stern, wenn er niederf\u00e4llt! Euer Landsmann ist nicht fehlgeleitet und nicht im Irrtum. Und er spricht nicht aus (pers\u00f6nlicher) Neigung heraus. Es ist nichts anderes als eine Offenbarung, die offenbart wird!&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit den Worten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Und er spricht nicht aus Neigung heraus&#8230;&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ist vorerst alles gemeint, was der Prophet ausspricht und nicht nur der Qur\u00b4an. Denn Allah (t.) verwendet hier das arabische Wort &#8222;yantiqu&#8220;, was generell aussprechen bedeutet, also alles was im Munde zu Worten formuliert wird. Anders w\u00e4re es, wenn Allah das Wort &#8222;yaqra&#8217;u&#8220; (lesen) oder &#8222;yatlu&#8220; (rezitieren) verwendet h\u00e4tte, was nur auf den Qur&#8217;an zutreffen w\u00fcrde. Das Wort &#8222;yantiqu&#8220; bedeutet jedoch alles, was der Prophet ausgesprochen hat, also den Qur&#8217;an und seine Hadithe. Gem\u00e4\u00df den Gesetzen der Auslegung bleibt die allgemeine Bedeutung eines Wortes g\u00fcltig, solange es keine Einschr\u00e4nkung durch einen anderen Offenbarungstext (im Qur&#8217;an oder in der Sunna) gibt. In unserem Fall gibt es so eine Einschr\u00e4nkung nicht.<br>Im Gegenteil, zahlreiche andere Ayat und Hadithe unterstreichen die allgemeine Bedeutung dieses Wortes.<br>So hei\u00dft es in Sura Al-Anbia&#8216; 21, Aya 45:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Sprich: Ich warne euch nur mit der Offenbarung!&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun steht fest, dass der Prophet uns in unz\u00e4hligen Hadithen ebenfalls gewarnt hat. Da er uns gem\u00e4\u00df der Aya nur durch Offenbarung warnt, m\u00fcssen die Hadithe ebenfalls teil der Offenbarung sein.<br>In Sura Al-Ahqaf 46, Aya 9 sagt Allah:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Ich folge nichts au\u00dfer dem, was mir an Offenbarung eingegeben wird, und bin nichts als ein deutlicher Warner!&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies umfasst auch seine Ausspr\u00fcche und seine Taten und schlie\u00dft das Befolgen seiner eigenen Meinung, seines eigenen Gutd\u00fcnkens zweifellos aus. Ein weiterer Beweis daf\u00fcr, dass die Sunna Offenbarung ist, liegt in der Tatsache, dass die h\u00f6chste Befehlsgewalt \u00fcberhaupt diejenige Allahs, des Sch\u00f6pfers, ist. Eine andere Befehlsgewalt kann ihr nicht einmal nahe kommen, geschweige denn, ihr ebenb\u00fcrtig sein. Nun hat Allah, der Erhabene, die Befehlsgewalt des Propheten mit seiner eigenen gleichgesetzt und erkl\u00e4rt, dass der Gehorsam gegen\u00fcber dem Propheten dem Gehorsam gegen\u00fcber Allah entspricht. Das kann nur dann der Fall sein, wenn es sich bei der Sunna ebenfalls um Befehle Allahs, also um Offenbarung handelt.<br>So hei\u00dft es in Sura Al-Nisa 4, Aya 80:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Wer dem Gesandten gehorcht, der gehorcht Allah!&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da der Gehorsam gegen\u00fcber dem Propheten gem\u00e4\u00df der Aya im Grunde ein Gehorsam gegen\u00fcber Allah ist, kann es sich bei der Sunna nur um Offenbarung handeln. Dar\u00fcber hinaus hat uns Allah (t.) im Qur&#8217;an einige Pflichten auferlegt, wie z.B. die Pflicht des Betens, der Pilgerfahrt (Hajj) und des Fastens. Unter Androhung von Strafe hat er uns davor gewarnt, sie zu vernachl\u00e4ssigen. An keiner Stelle im Qur&#8217;an ist jedoch erw\u00e4hnt, wie diese Pflichten zu erf\u00fcllen sind. Wenn Allah (t.) etwas von uns verlangt, so muss Er uns auch zeigen, wie Er es von uns vollbracht haben m\u00f6chte. Das &#8222;wie&#8220; hat uns aber ausschlie\u00dflich der Prophet in seiner Sunna verdeutlicht. Wenn wir nun annehmen, der Prophet h\u00e4tte dies ohne g\u00f6ttliche Eingebung selbst erfunden, so w\u00fcrde das bedeuten, dass Allah von uns eine T\u00e4tigkeit verlangt, ohne sie uns zu erkl\u00e4ren. Ein Widerspruch, der jeder Vernunft entgegensteht. Schon allein aus diesem Grund muss die Sunna g\u00f6ttliche Offenbarung sein.<br>Auch etliche Hadithe des Gesandten bezeugen, dass seine Sunna ebenfalls Offenbarung ist. So hat der Gesandte (s.) erkl\u00e4rt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Wahrlich, es ist mir das Buch und das Gleiche dazu gegeben worden! Wahrlich es ist mir der Qur&#8217;an und das Gleiche dazu gegeben worden!&#8220;<\/strong> (Ahmad)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem anderen Hadith warnt uns der Prophet davor, einen Unterschied zwischen dem zu machen, was er verboten hat und was Allah verboten hat:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong> &#8222;Beinahe verleugnet mich einer von euch, w\u00e4hrend er sich an seine Bank anlehnt, einen Hadith von mir h\u00f6rt und sagt: &#8218;Zwischen uns und euch steht Allahs Buch. Was wir darin an Erlaubtem finden, erlauben wir, und was wir darin an Verbotenem finden, verbieten wir.&#8216; Wahrlich, das, was der Gesandte Allahs verboten hat, ist gleich dem, was Allah verboten hat!&#8220;<\/strong> (Ahmad)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings ist die Offenbarung auf Angelegenheiten der Gesetzgebung beschr\u00e4nkt und umfasst nicht andere Bereiche wie Technologie, Wissenschaft oder T\u00e4tigkeiten, die der Alltag erfordert. In diesen Bereichen ist der Prophet ein Mensch wie jeder andere auch. Seine Aussagen und T\u00e4tigkeiten sind hier kein Teil der Offenbarung. So hat der Prophet selbst erkl\u00e4rt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong> &#8222;Ihr wisst um die Angelegenheiten eurer Dunja besser Bescheid!&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus hat Allah uns befohlen den Propheten in seinem Handeln nachzuahmen als er sagte:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Es ist euch im Gesandten Allahs ein nachahmenswertes, sch\u00f6nes Beispiel gegeben worden, f\u00fcr diejenigen, die Allah und den J\u00fcngsten Tag anstreben und Allahs oftmals gedenken!&#8220;<\/strong> (Sura Al-Ahzab 33, Aya 21)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass die Befolgung des Beispiels des Propheten f\u00fcr uns eine Pflicht ist, geht schon aus der Erg\u00e4nzung in der Aya hervor:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;&#8230;f\u00fcr diejenigen die Allah und den J\u00fcngsten Tag anstreben&#8230;&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Anstreben Allahs und des J\u00fcngsten Tages ist f\u00fcr jeden Muslim Pflicht, sonst landet er in der H\u00f6lle. Da Allah das Streben nach Ihm und nach dem J\u00fcngsten Tag an die Befolgung des Beispiels des Propheten gebunden hat, ist die Befolgung dieses Beispiels ebenfalls zur Pflicht geworden.<br>Auch hat Er uns befohlen, dem Propheten (s.) zu gehorchen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Ihr Gl\u00e4ubigen! Gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und macht eure Werke (durch Ungehorsam) nicht zunichte!&#8220;<\/strong> (Sura Muhammad 47, Aya 33)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Bei deinem Herrn! Sie werden nicht eher gl\u00e4ubig sein, bis sie dich zum Richter erheben in allem, was unter ihnen strittig ist. Sie dann in ihrem Herzen keinen Zweifel \u00fcber deinen Richtspruch hegen und sich vollends ergeben!&#8220;<\/strong> (Sura Al-Nisa&#8216; 4, Aya 65).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>3. Der Prophet (s.) war kein Mujtahid<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Gem\u00e4\u00df diesen Ausf\u00fchrungen ist es nicht zul\u00e4ssig, Aussagen des Propheten als Ijtihad (Rechtsableitung) zu bezeichnen. Dies w\u00fcrde n\u00e4mlich bedeuten, dass uns der Prophet in seinen Hadithen nicht die Offenbarung, sondern sein eigenes Verst\u00e4ndnis dazu mitteilte, was im offenen Gegensatz zu den zitierten Ayat und Hadithen steht. Der Prophet Muhammad (s.) ist Gesandter Allahs und kein Mujtahid (Gelehrter der islamische Rechtsspr\u00fcche ableitet) gewesen und alles, was er an Gesetzgebung uns \u00fcbermittelt hat, ist g\u00f6ttliche Offenbarung und entstammt nicht seinem Verstand. Au\u00dferdem ist der Ijtihad, da er dem Verst\u00e4ndnis und der eigenen Meinung des Gelehrten unterliegt, fehlbar und kann auch zu falschen Schl\u00fcssen f\u00fchren; so sagt der Prophet:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Wenn der Richter richtet, Ijtihad vollzieht und das Richtige trifft, bekommt er einen doppelten Lohn, und wenn er richtet, Ijtihad vollzieht und verfehlt, bekommt er den einfachen Lohn!&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lie\u00dfen wir zu, dass der Prophet Ijtihad vollzogen hat, so w\u00fcrde das bedeuten, dass ihm wie jedem anderen Menschen auch dabei Fehler unterlaufen k\u00f6nnten, eine Annahme, die seiner Eigenschaft als Verk\u00fcnder widerspricht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Gesandter! Verk\u00fcnde alles, was von deinem Herrn zu dir herabgesandt worden ist. Wenn du es nicht tust, so hast du Seine Botschaft nicht verk\u00fcndet. Allah sch\u00fctzt dich vor den Menschen. Wahrlich, Allah leitet das Volk der Ungl\u00e4ubigen nicht recht!&#8220;<\/strong> (Sura Al-Ma&#8217;ida 5, Aya 67)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An dieser Stelle muss auf einen Einwand eingegangen werden, der in diesem Zusammenhang gerne vorgebracht wird: Die Tatsache n\u00e4mlich, dass der Prophet (s.) an manchen Stellen im Qur&#8217;an von Gott f\u00fcr eine Handlung ger\u00fcgt worden ist. So hei\u00dft es in Sura Abasa 80, Aya 1-10:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Er (der Prophet) runzelte die Stirn und wandte sich ab, (dar\u00fcber unwillig) dass der Blinde zu ihm kam. Aber was wei\u00dft du, vielleicht will er sich (von seinen Taten) reinigen, oder sich mahnen lassen, sodass ihm die Mahnung n\u00fctzt? Derjenige aber, der sich selbstherrlich abwendet, dem kommst du bereitwillig entgegen. Dich trifft es doch nicht, wenn er sich nicht reinigen will! Wenn dagegen einer voll guten Willens zu dir geeilt kommt, und dabei gottesf\u00fcrchtig ist, dann k\u00fcmmerst du dich nicht um ihn?&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Sura Al-Anfal 8, Aya 67 hei\u00dft es:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Kein Prophet darf Kriegsgefangene nehmen, bis er nicht (den Gegner) im Land vollst\u00e4ndig niedergek\u00e4mpft hat! Ihr wollt die Gl\u00fccksg\u00fcter des Diesseits, Allah jedoch will das Jenseits (f\u00fcr euch). Und Allah ist m\u00e4chtig und weise!&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit diesen Ayat versuchen manche zu belegen, dass der Prophet sehr wohl aus seinem eigenen Verstand heraus in der Gesetzgebung Ijtihad vollzogen hat, mit dem Argument, dass er f\u00fcr diese Fehlentscheidungen von seinem Herrn ja ger\u00fcgt worden sei. Nun, betrachtet man diese Ayat und ihre Aussagen genauer, so erkennt man, dass es dabei nicht um eine neue Gesetzgebung geht und es sich auch nicht um die R\u00fcge f\u00fcr eine Fehlentscheidung handelt. Im ersten Fall, in Sura Abasa, wird der Prophet daf\u00fcr ger\u00fcgt, dass er sich vom Blinden, der zu ihm kam, um im Islam unterrichtet zu werden, abwendete, weil er gerade damit besch\u00e4ftigt war, die Anf\u00fchrer von Quraish vom Islam zu \u00fcberzeugen. Es war der Blinde Ibn Um Maktum, der zu ihm kam und ihn fragte: &#8222;O Gesandter Allahs, lehre mich von dem, was Allah dich gelehrt hat!&#8220; Da er blind war, merkte er offenbar nicht, dass der Prophet gerade mit einer angesehenen Person in einem vielversprechenden Gespr\u00e4ch stand. Als der Prophet ihm keine Antwort gab, bedr\u00e4ngte ihn der Blinde immer wieder mit seiner Frage bis er die Stirn runzelte und sich abwandte.<br>Man erkennt, dass es hier nicht um eine neue Gesetzgebung geht, die der Prophet vollzogen hat, sondern um die R\u00fcge f\u00fcr sein Verhalten. Auch kann nicht gesagt werden, dass sein Verhalten falsch war, denn der Prophet hat sowohl die Pflicht den Islam an Ungl\u00e4ubige zu verk\u00fcnden, als auch die Aufgabe, die Muslime im Islam zu unterrichten.<br>So hei\u00dft es in Sura Saba&#8216; 34, Aya 28:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Und Wir haben dich (mit der Offenbarung) nur als Frohbotschafter und Warner f\u00fcr die gesamte Menschheit entsandt, doch die meisten Menschen wissen (es) nicht!&#8220;<\/strong>,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">als Befehl zur Verk\u00fcndung.<br>In Sura An-Nahl 16, Aya 44 sagt Allah:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Und Wir haben die Ermahnung zu dir herabgesandt, auf dass du den Menschen erkl\u00e4rst, was zu ihnen herabgesandt wurde.&#8220;<\/strong> (Sura Al-Nahl 16, Aya 44)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Qur&#8217;an, als umfassendes Buch Allahs, enth\u00e4lt zumeist allgemeine Regeln und generelle Richtlinien. Aufgabe der Sunna ist es nun &#8211; wie es Allah in der oben erw\u00e4hnten Aya befohlen hat &#8211; diese allgemeinen Regeln und Richtlinien im Detail zu verdeutlichen, auszuf\u00fchren und zu erg\u00e4nzen. Zu allermeist hat jede Ausf\u00fchrung in der Sunna ihren Ursprung im Qur&#8217;an. In seltenen F\u00e4llen jedoch ist die Sunna mit einer neuen Gesetzgebung gekommen, die zu keiner Aya im Qur&#8217;an in Bezug steht.<br>Die erkl\u00e4rende Funktion der Sunna bez\u00fcglich des Qur&#8217;an kann in folgenden vier Punkten zusammengefasst werden:<br>a) Die detaillierte Ausf\u00fchrung eines allgemeinen qur&#8217;anischen Befehls<br>So lautet beispielsweise der Befehl im Qur&#8217;an das Gebet betreffend:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Und verrichtet das Gebet!&#8220;<\/strong> (Sura An-Nur 24, Aya 56),<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ohne im Detail auf die Art der Ausf\u00fchrung einzugehen. Form, Bedingungen, Dauer, und Zeitpunkt der Gebete wurden erst durch die Sunna erl\u00e4utert. So hat uns der Prophet (s.) befohlen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Betet, wie ihr mich beten gesehen habt!&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Pilgerfahrt betreffend sagte der Gesandte:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;\u00dcbernehmt von mir eure gottesdienlichen Handlungen!&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch bez\u00fcglich der Zakat ist das qur&#8217;anische Gebot allgemein gehalten. Bedingungen, Prozentsatz und Art der Zakat ist erst durch die Sunna festgelegt worden.<br>b) Die Exklusion aus einer umfassenden Aussage im Qur&#8217;an (Takhsis-ul-Am)<br>So hei\u00dft es beispielsweise in Sura An-Nisa&#8216;, Aya 11:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Allah legt euch hinsichtlich eurer Kinder nahe: Dem M\u00e4nnlichen steht (bei der Erbschaft) gleichviel wie zwei Weiblichen zu!&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies ist eine umfassende Aussage (Am), die auf jeden vererbenden Vater und auf jedes erbende Kind zutrifft. Nun kam die Sunna und schr\u00e4nkte diese Aussage ein. Bez\u00fcglich des vererbenden Vaters wurde sie auf Nichtpropheten eingeschr\u00e4nkt, als der Prophet sagte:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong> &#8222;Wir (die Propheten) werden nicht beerbt. Was wir hinterlassen ist Almosen!&#8220;<\/strong> (Buchari)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bez\u00fcglich der Erbenden wurde sie auf jene eingeschr\u00e4nkt, die den Vererbenden nicht get\u00f6tet haben. So sagte der Gesandte (s.):<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Der T\u00f6tende erbt nichts!&#8220;<\/strong> (Tirmithi)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">c) Die n\u00e4here Bestimmung unbestimmter Aussagen: (Taqyid-ul-Mutlaq)<br>So steht im Qur&#8217;an, in Sura Al-Ma&#8217;ida 5, Aya 38:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Und dem Dieb und der Diebin schneidet ihnen die H\u00e4nde ab, als Vergeltung f\u00fcr ihre Tat und als abschreckende Strafe von Allah!&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Aya betrifft in diesem Wortlaut jeden beliebigen Diebstahl. Die Sunna hat die Bedeutung n\u00e4her bestimmt, indem sie unter anderem den Mindestwert des gestohlenen Gutes f\u00fcr den Vollzug der Strafe auf ein Viertel Golddinar (1 Dinar entspricht 4,25 Gramm reines Gold) festgelegt hat. So lautet der Hadith:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Das Abschneiden der Hand erfolgt bei einem Viertel Dinar und mehr!&#8220;<\/strong> (\u00fcberliefert von Buchari, Muslim, Tirmithi, An-Nassai, Abu-Dawud, Ibn-Maja, Ahmad, Malik, Ad-Darami)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">d) Gesetze der Sunna, die an ihren Ursprung im Qur&#8217;an angeschlossen werden<br>Oftmals erg\u00e4nzt die Sunna ein Gebot in Bereichen, die im Qur&#8217;an nicht erw\u00e4hnt wurden. So ist das Verbot der Ehelichung von bestimmten Verwandten im Qur&#8217;an f\u00fcr Blutsverwandte ausgef\u00fchrt worden, ohne auf die sogenannte &#8222;Milch- oder Stillverwandtschaft&#8220; genauer einzugehen. Das Verbot der Ehelichung von Milchverwandten blieb im Qur&#8217;an auf die stillende Frau (wenn es nicht die Mutter ist) und ihre Kinder beschr\u00e4nkt. Die Sunna erg\u00e4nzte diesen Personenkreis und schloss Tanten, Onkel, Nichten und Neffen der Milchverwandtschaft mit ein. So sagte der Prophet:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Wahrlich, Allah hat von der Milchverwandtschaft das (zum Ehelichen) verboten, was Er von der Blutsverwandtschaft verboten hat!&#8220; (Tirmithi)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch beim Verbot gewisser Nahrungsmittel hat die Sunna die Ausf\u00fchrungen des Qur&#8217;an erg\u00e4nzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ibn Abbas berichtet, dass der Prophet den Verzehr des Fleisches von Raubtieren mit Rei\u00dfz\u00e4hnen und von Greifv\u00f6geln verboten hat. (Muslim)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch hat der Prophet den Verzehr von Eselfleisch verboten. Alles Dinge, die im Qur&#8217;an nicht verboten wurden. Dar\u00fcber hinaus ist die Sunna mit Gesetzen gekommen, die in keinem Bezug zum Qur&#8217;an stehen und auch keine Erg\u00e4nzung f\u00fcr qur&#8217;anische Ausf\u00fchrungen darstellen. Im Vergleich zur Erl\u00e4uterung des Qur&#8217;an ist das jedoch in weit geringerem Ma\u00dfe der Fall. Beispiel daf\u00fcr ist die Festlegung des Allgemeineigentums f\u00fcr gewisse G\u00fcter, die f\u00fcr den Bestand der Gemeinschaft notwendig sind. So hat der Prophet (s.) gesagt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong> &#8222;Die Muslime sind Teilhaber in drei Dingen: Im Wasser, im Weideland und im Feuer (Brennstoff)!&#8220;<\/strong> (Ibn Maja)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Ausspruch ist auf keine Aya im Qur&#8217;an zur\u00fcckzuf\u00fchren, sondern stellt f\u00fcr sich eine unabh\u00e4ngige Gesetzgebung dar. Dies muss deswegen erw\u00e4hnt werden, damit nicht der Glaube entsteht, die Sunna sei nur in Verbindung mit dem Qur&#8217;an von gesetzgeberischer oder verpflichtender Bedeutung. Die Sunna stellt f\u00fcr sich allein &#8211; unabh\u00e4ngig vom Qur&#8217;an &#8211; eine Quelle f\u00fcr Gesetzgebung dar. Aus all diesen Ausf\u00fchrungen heraus wird klar, was f\u00fcr einen wichtigen Stellenwert die Sunna im Islam inne hat. Die Sunna im Ganzen zu negieren oder ihre gesetzgeberische Kraft f\u00fcr uns in Frage zu stellen, ist Kufr, ein klarer Fall von Apostasie. Auch uns Muslimen in Europa muss dieser Stellenwert der Sunna bewusst sein, um allen Spaltungsversuchen zwischen Qur&#8217;an und Sunna vehement entgegentreten zu k\u00f6nnen. Immer wieder werden Stimmen laut, die klare Gesetze des Islam in Frage stellen, mit dem Argument, sie st\u00fcnden nicht im Qur&#8217;an. W\u00fcrden wir den Islam nur auf den Qur&#8217;an beschr\u00e4nken, bliebe von ihm und von uns als Muslime nicht mehr viel \u00fcbrig.<br>In Sura An-Nisa&#8216; 4, Aya 150-151 warnt Allah, der Erhabene, die Menschheit davor, einen Unterschied zwischen Ihm und Seinen Propheten zu machen, als Er sagte:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Diejenigen, die an Allah und Seinen Gesandten nicht glauben und zwischen Allah und Seinen Gesandten eine Trennung herbeif\u00fchren wollen und sagen: Wir glauben an einen Teil und verwerfen einen anderen&#8216;, und einen Weg zwischendurch einschlagen m\u00f6chten, dies sind wahrlich die Ungl\u00e4ubigen. Und f\u00fcr die Ungl\u00e4ubigen haben Wir eine erniedrigende Strafe bereit!&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nur durch Festhalten an der gesamten Offenbarung haben wir die Chance, die Muslime aus ihrer jetzigen Misere herauszuf\u00fchren und nur dadurch haben wir die Garantie nicht selbst in die Irre zu gehen. Es ist h\u00f6chste Zeit, uns mit der Sunna des Propheten und seiner Sira eingehend zu besch\u00e4ftigen, um den Weg aus der uns umgebenden Finsternis zum Lichte Allahs hin zu finden. Ein Licht, das wir am j\u00fcngsten Tage bitter n\u00f6tig haben werden.<br>Imam Malik berichtet, dass der Prophet (s.) sprach:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Ich habe euch zwei Dinge hinterlassen. Wenn ihr daran festhaltet, werdet ihr nie in die Irre gehen: Gottes Buch und meine Sunna!&#8220;<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der vorliegende Artikel basiert gr\u00f6\u00dftenteils auf Ausf\u00fchrungen von Sheikh Taqiyy-ud-Din An-Nabhani in seinen Werken &#8222;Die islamische Pers\u00f6nlichkeit&#8220; Teil 1 und Teil 3.<\/p>\n","protected":false},"author":20,"featured_media":3510,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[1303,1834,1954,2197,2509],"class_list":["post-9721","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-islam","tag-islam","tag-mujathid","tag-offenbarung","tag-rechtsquelle","tag-sunna"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9721","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/20"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9721"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9721\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/3510"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9721"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9721"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9721"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}