{"id":9643,"date":"2012-03-18T00:00:00","date_gmt":"2012-03-17T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9643"},"modified":"2012-03-18T00:00:00","modified_gmt":"2012-03-17T23:00:00","slug":"hoffnung-aus-islamischer-sicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9643","title":{"rendered":"Hoffnung aus islamischer Sicht"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hoffnung ist eine Bezeichnung f\u00fcr die sehnsuchtsvolle Erwartung der Erf\u00fcllung eines erw\u00fcnschten Ausganges zuk\u00fcnftiger Ereignisse. Somit ist sie auf Vorg\u00e4nge bezogen, die noch nicht abgeschlossen sind , deren Ausgang also in der Zukunft liegt.<br>Ausnahmslos kennt jeder Mensch viele Situationen in seinem Leben, in denen er sich etwas erhofft hat. Oft handelt es sich um die einfachen Dinge des Lebens, und manchmal ger\u00e4t der Mensch in eine Lage, welche das ganze Leben ver\u00e4ndern, ja sogar ersch\u00fcttern kann. Hoffnung ist ein stets wiederkehrender Teil unseres Lebens.<br>Gro\u00dfe Denker der abendl\u00e4ndischen Philosophie machten sich ihre eigenen Gedanken zur Hoffnung. Aufgrund ihres demotivierenden Charakters im Falle der Nichterf\u00fcllung, galt sie f\u00fcr viele von ihnen als eine zu bek\u00e4mpfende Gem\u00fctsbewegung. So z.B. als Aristoteles um eine Definition f\u00fcr Hoffnung gebeten wurde, erwiderte er &#8222;Die Hoffnung ist ein Wachtraum&#8220;. Die anderen wiederum erkl\u00e4rten die Hoffnung zu einem Grundprinzip.<br>F\u00fcr Immanuel Kant beispielsweise war die Frage nach der Hoffnung neben den Fragen nach dem Wissen und nach dem Tun eine der drei Grundfragen, die die menschliche Existenz bestimmen. In der Philosophie Ernst Blochs ist das &#8222;Prinzip Hoffnung&#8220; die treibende Kraft der gesellschaftlichen Entwicklung. Unabh\u00e4ngig davon, ob die Hoffnung positiv oder negativ bewertet wird, dreht es sich dabei immer um Ziele, die sich der Mensch f\u00fcr die Zukunft setzt, und deren Ausgang zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt ungewiss ist.<br>Die Hoffnung wird im Koran an vielen Stellen erw\u00e4hnt. So z.B.:<br><strong>&#8222;Wahrlich, ihr habt im Gesandten Allahs ein sch\u00f6nes Vorbild f\u00fcr jeden, der auf Allah und den Letzten Tag hofft und Allahs h\u00e4ufig gedenkt.&#8220;<\/strong> (33:21)<br><strong>&#8222;Wahrlich, jene, die glauben und ausgewandert sind und sich auf dem Weg Allahs mit aller Kraft einsetzen, die sind es, die auf die Barmherzigkeit Allahs hoffen. Und Allah ist Allverzeihend, Barmherzig.&#8220;<\/strong> (2:218)<br><strong>&#8222;Wahrlich, diejenigen, die Allahs Buch verlesen und das Gebet verrichten und von dem, was Wir ihnen gegeben haben, insgeheim und offenkundig spenden, sie hoffen auf einen Handel, der nicht vergeblich sein wird.&#8220;<\/strong> (35:29)<br><strong>&#8222;Ist etwa jener, der zu Allah in den Nachtstunden betet \u2013 sich niederwerfend und stehend \u2013, der sich vor dem Jenseits f\u00fcrchtet und auf die Barmherzigkeit seines Herrn hofft (einem Ungehorsamen gleich)? Sprich: &#8218;Sind solche, die wissen, denen gleich, die nicht wissen?&#8216; Allein nur diejenigen lassen sich warnen, die einen reinen Verstand haben.&#8220;<\/strong> (39:9)<br>Das erste, was beim Lesen dieser und \u00e4hnlicher Verse einf\u00e4llt, ist, dass die Hoffnung mit dem Handeln verbunden ist. So sagt Allah (t.) in den obigen Versen:<br><strong>&#8222;der Allahs h\u00e4ufig gedenkt!&#8220;, &#8222;jene, die glauben und ausgewandert sind und sich auf dem Weg Allahs mit aller Kraft einsetzen!&#8220; oder &#8222;diejenigen, die Allahs Buch verlesen und das Gebet verrichten und von dem, was Wir ihnen gegeben haben, insgeheim und offenkundig spenden!&#8220;<\/strong>. Das alles sind also Taten, die einen Grund f\u00fcr die Hoffnung darstellen; in diesem Fall die Hoffnung auf Allahs Barmherzigkeit und auf das Paradies. Erst ohne das Tun w\u00e4re die Hoffnung das, was Aristoteles als \u201eWachtraum&#8220; bezeichnet hat.<br>Scheich Ahmed Ibn Ata&#8217;ullah Al-Iskenderi sagt dazu: \u201eDie echte Hoffnung wird durch die Tat begleitet. Und wenn sie nicht durch die Tat begleitet wird, ist sie nur ein Wunsch&#8220;.<br>Taten sind also die erste Voraussetzung f\u00fcr die berechtigte Hoffnung. Die zweite Voraussetzung, die mit den Taten einhergeht, ist das notwendige Wissen. Ohne das richtige Wissen werden die gesetzten Taten nicht zum gew\u00fcnschten Ausgang f\u00fchren, und die Hoffnung bleibt zwangsweise unerf\u00fcllt. Das richtige islamische Wissen sch\u00f6pfen die Muslime aus dem Koran und der Sunna. So wird in den oben erw\u00e4hnten Versen, wo auch die Hoffnung angesprochen wird, gesagt:<br><strong>&#8222;Diejenigen, die Allahs Buch verlesen&#8220;, &#8222;Wahrlich, ihr habt im Gesandten Allahs ein sch\u00f6nes Vorbild&#8220; oder &#8222;Sind solche, die wissen, denen gleich, die nicht wissen?&#8220;.<\/strong><br>Das falsche Wissen f\u00fchrt zu falschen Taten, die Hoffnung als Resultat dieser Taten bleibt jedoch bestehen. Diese Hoffnung, die nicht in Erf\u00fcllung gehen wird, ist tr\u00fcgerisch und sehr gef\u00e4hrlich. Denn sie l\u00e4sst einen nicht erkennen, dass die gesetzten Taten falsch sind. Sie f\u00fchrt letztlich zur Resignation und zur Unt\u00e4tigkeit und st\u00fcrzt den Menschen somit in S\u00fcndhaftigkeit.<br>Im Koran wird diese tr\u00fcgerische Hoffnung in Verbindung mit dem Teufel (Schaitan) erw\u00e4hnt, der die falschen Gedanken einfl\u00fcstert. So berichtet uns Allah (t.), dass der Teufel sagt:<br><strong>&#8222;Und ich werde sie irreleiten und ihre Hoffnungen anregen [&#8230;]&#8220;<\/strong> (4:119)<br>Weiter hin steht im Koran:<br><strong>&#8222;Er macht ihnen Versprechungen und erweckt W\u00fcnsche in ihnen, und was Satan ihnen verspricht, ist Trug.&#8220;<\/strong> (4:120)<br><strong>&#8222;Lasse sie essen und genie\u00dfen und von Hoffnung abgelenkt sein; bald werden sie es erfahren!&#8220;<\/strong> (15:3)<br>Der Gegenbegriff zur Hoffnung, ist die Hoffnungslosigkeit. Sie ist ein Ergebnis davon, dass ein Mensch bei der Bew\u00e4ltigung von Problemen nicht in der Lage ist, sich einen Weg vorzustellen oder eine Bewegung in Richtung des gew\u00fcnschten Ziels zu unternehmen. Die Menschen zeigen negative emotionale Reaktionen, wenn sie am Erreichen ihrer Ziele gehindert werden. Hingegen erleben Menschen positive emotionale Reaktionen und bewahren ihre Zuversicht, wenn sie in der Lage sind, ihre Ziele zu verfolgen.<br>Der Gedanke, dass jede Zuversicht verloren ist, kommt nicht dann auf, wenn Menschen einem Problem begegnen, sondern erst dann, wenn sie bei den eigenen Probleml\u00f6sungsversuchen entt\u00e4uscht werden oder glauben, es g\u00e4be keinen Weg in Richtung Ziel. Solche Menschen machen sich bewusst, dass sie daran gescheitert sind, ihre eigenen oder die Erwartungen anderer zu erf\u00fcllen, oder dass sie nicht imstande sind, ein dr\u00e4ngendes Problem zu bew\u00e4ltigen. Sie f\u00fchlen sich machtlos, die Situation oder sich selber zu \u00e4ndern. Mit anderen Worten sind sie handlungsunf\u00e4hig. Das bedeutet nichts anderes, als dass es der betreffenden Person an der \u00dcberzeugung fehlt, erfolgreich den Weg in Richtung der eigenen Ziele zu beginnen und fortzusetzen.<br>Hoffnungslosigkeit ist ein unertr\u00e4glicher Zustand, der in folgendem Hadith beschrieben wird:<br><strong>&#8222;Denjenigen, die die Menschen verspottet haben, wird im Jenseits ein Tor zum Paradies ge\u00f6ffnet. Es wird ihnen gesagt: &#8218;Tretet ein, tretet ein!&#8216; Nun kommen sie mit ihrem Kummer und ihrem Gram daher, doch wenn sie ankommen, wird das Tor vor ihnen zugeschlagen. Dann wird ihnen ein anderes Tor ge\u00f6ffnet. Es wird ihnen gesagt: &#8218;Tretet ein, tretet ein!&#8216; Und sie kommen mit ihrem Kummer und ihrem Gram daher, doch wenn sie ankommen, wird es vor ihnen zugeschlagen. So wird es weitergehen, bis einem von ihnen ein Tor des Paradieses ge\u00f6ffnet wird, man zu ihm sagt: &#8218;Tritt ein!&#8216;, doch kommt er vor lauter Hoffnungslosigkeit nicht mehr.&#8220;<\/strong><br>Der Unterschied zwischen einem Menschen, der die Hoffnung noch in sich tr\u00e4gt, und jemandem, der sie aufgibt, liegt also in seinem \u201eHandlungsdenken&#8220;, d. h. im Denken, das auf ernsthaftes Handeln abzielt. Der Erste macht Schritte in Richtung Ziel, obwohl er nicht wei\u00df, ob er sein Ziel erreicht. Der Hoffnungslose hingegen h\u00f6rt auf sich zu bewegen und erstarrt, denn nichts, was er tut, hat in seiner Realit\u00e4t eine Wirkung.<br>F\u00fcr einen Muslim ist die Hoffnungslosigkeit ein nicht annehmbarer Zustand. Denn die Muslime haben das, f\u00fcr das Handeln notwendige Wissen durch die Offenbarung bekommen. Ein Muslim ist fest davon \u00fcberzeugt, dass er, wenn er sich an Rechtleitung festh\u00e4lt und sich der g\u00f6ttlichen Ordnung vollst\u00e4ndig unterwirft, das Wohlwollen Gottes erlangen und im Jenseits ins Paradies eintreten wird. Im Koran hei\u00dft es:<br><strong>&#8222;[&#8230;] Und wenn dann zu euch Meine Rechtleitung kommt, brauchen diejenigen, die Meiner Rechtleitung folgen, weder Angst zu haben, noch werden sie traurig sein.&#8220;<\/strong> (2:38)<br>Dar\u00fcber hinaus ist das Hoffen auf Allah (t.) f\u00fcr jeden Muslim eine Pflicht. Mit dem Hoffen auf Allah ist gemeint, dass man von Allah nur das Gute annimmt. Dazu z\u00e4hlt auf Seine Barmherzigkeit zu hoffen, auf seine Erleichterung, sein Verzeihen und Seine Unterst\u00fctzung. Allah lobt denjenigen, der auf Ihn hofft, wie Er auch den lobt, der Angst und Ehrfurcht vor Ihm hat.<br>Von Wathila Ibn al-Asqa&#8216; wird berichtet, dass er den Gesandten Allahs (s.) sagen h\u00f6rte:<br><strong>&#8222;Allah, Der Erhabene, sprach: &#8218;Ich bin so, wie mein Diener es von Mir annimmt. Wenn er Gutes von Mir annimmt, so wird es f\u00fcr ihn sein, und wenn er Schlechtes von Mir annimmt, so wird es (auch) f\u00fcr ihn sein.'&#8220;<\/strong> (von Ahmad und Ibn Hibban \u00fcberliefert)<br>Seine Aussage: \u201ewenn er Schlechtes von Mir annimmt, so wird es (auch) f\u00fcr ihn sein&#8220; ist ein juristisches Begleitindiz daf\u00fcr, dass es sich um eine zwingende Aufforderung handelt. Somit stellt der Befehl in der Aya zu hoffen und das Gute anzunehmen ein Pflichtgebot dar.<br>Dementsprechend ist das Zweifeln an der Barmherzigkeit Allahs und an Seiner Unterst\u00fctzung verboten. Im Koran hei\u00dft es dazu:<br><strong>&#8222;Sie sprachen: &#8218;Wir verhei\u00dfen dir die Wahrheit, drum sei nicht einer von den Hoffnungslosen&#8216;. Er sprach: &#8218;Und wer verliert die Hoffnung auf Allahs Erbarmen, au\u00dfer die Irregeleiteten?'&#8220;<\/strong> (15:55-56)<br>Von Ibn Abbas wird berichtet, dass ein Mann den Propheten fragte: \u201eO Gesandter Allahs, was sind die gro\u00dfen S\u00fcnden?&#8220; Der Prophet antwortete:<strong>\u201eAllah etwas beizugesellen, die Hoffnung auf Sein Erbarmen und Seine Hilfe zu verlieren und an Seiner Gnade zu verzweifeln.&#8220;<\/strong> (Al-Bazzar und al-Tabaraniyy)<br>In einem anderen Hadith sagt der Gesandte Allahs (s): <strong>&#8222;Wenn jemand sagt: &#8218;Die Menschen sind verloren!&#8216;, so ist er es von ihnen am ehesten.&#8220;<\/strong><br>Hizb-ut-Tahrir ist eine Partei, die sich die Gr\u00fcndung des islamischen Kalifats auf das Banner geschrieben hat. Schauen wir uns an, wie sich die Frage der Hoffnung bzw. der Hoffnungslosigkeit auf ihre Arbeit auswirkt.<br>Betrachten wir die islamische Umma heute, so werden wir feststellen, dass Hoffnungslosigkeit und Apathie fast vorherrschende Einstellungen sind. Der Mangel an Handlungsdenken und das Selbstbild der Wirkungslosigkeit ist heute Realit\u00e4t vieler Muslime. Das Kalifat, ein Staat, in dem die Gesetze aus Koran und Sunna ihre Anwendung finden, wird zur Utopie erkl\u00e4rt. Die Einheit der Umma unter einem Banner und einem Staatsmann sei eine Illusion.<br>So kapseln sich Muslime vor allem in Europa von ihren Geschwistern in der islamischen Welt ab, weil sie glauben, dass sie f\u00fcr sie nichts tun k\u00f6nnen. Ihre logische Schlussfolgerung daraus ist, sich in erster Linie um ihre eigenen Belange zu k\u00fcmmern und ihre Barmherzigkeit f\u00fcr ihre Geschwister h\u00f6chstens in Form von finanzieller Unterst\u00fctzung zu beweisen. Ihnen fehlt es sowohl an einer ernsthaften Suche nach einem Ausweg als auch an dem bereits erw\u00e4hnten \u201eHandlungsdenken&#8220;.<br>Sie machen ihre Handlungen von dem Aspekt des diesseitigen und sofortigen Erfolges abh\u00e4ngig, ohne zu bedenken, dass Ver\u00e4nderungen von Gesellschaften sehr langwierig sind und weit \u00fcber die Zeitspanne eines Menschenlebens hinausreichen. F\u00fcr den Gl\u00e4ubigen aber sollte grunds\u00e4tzlich aber Allahs Wohlgefallen das Handlungsmotiv sein. Er handelt zwar ernsthaft und entschlossen, um konkrete Ziele zu erreichen, macht aber seinen Einsatz nicht von einer unmittelbaren Einstellung des Erfolges abh\u00e4ngig. Er wei\u00df, dass seine Aufgabe durch ein zielgerichtetes, gottgef\u00e4lliges Handeln erf\u00fcllt ist. Ob er nun das Ziel pers\u00f6nlich erreicht oder dieses erst von zuk\u00fcnftigen Generationen erreicht wird, ist f\u00fcr ihn von sekund\u00e4rer Bedeutung, weil er von Gott f\u00fcr seinen Einsatz und nicht f\u00fcr die Erreichung des Zieles belohnt wird. Wann sich das erstrebte Resultat einstellt, liegt allein in Gottes Hand. Wir m\u00fcssen es aber erst verdienen, damit es uns von Gott beschert wird.<br>Die Hoffnung darf also nicht niedergelegt werden, weil der Erfolg im Diesseits auszubleiben scheint, noch nicht sichtbar ist oder nur f\u00fcr den aufmerksamen Beobachter erkennbar ist.<br>Der islamische Staat begann mit einer kleinen Gemeinschaft auf der Arabischen Halbinsel und lie\u00df sp\u00e4ter den Rest der Welt erzittern.<br>Allah (t) sagt im Koran:<br><strong>&#8222;Und gedenkt, da ihr wenige wart und schwach erachtet im Lande und da ihr f\u00fcrchtetet, von den Leuten hinfortgerafft zu werden. Er aber nahm euch auf und st\u00e4rkte euch mit Seiner Hilfe&#8220;<\/strong> (8:26)<br>Als die Gef\u00e4hrten des Propheten unter dem Boykott der Quraisch litten, ihnen jede Lebensgrundlage genommen wurde und die Wohlhabenden unter ihnen den Hunger kennen lernten, gaben sie die Hoffnung nicht auf, denn sie handelten gem\u00e4\u00df dem Gebot Allahs und f\u00fcr den Lohn im Jenseits. Sie hielten an der Wahrheit fest und handelten entschlossen nach dem, was Allah und Sein Gesandter ihnen befohlen hatten. Das Ansehen im Diesseits war f\u00fcr sie nun ohne Bedeutung. Sie verinnerlichten, dass keine Handlung jemals von Allah (t) vergessen wird.<br><strong>&#8222;Wer auch nur eines St\u00e4ubchens Gewicht Gutes tut, der wird es dann sehen. Und wer auch nur eines St\u00e4ubchens Gewicht B\u00f6ses tut, der wird es dann sehen.&#8220;<\/strong> (99:7-8)<br>Wer h\u00e4tte zu diesem Zeitpunkt gedacht, dass genau diese Muslime, die so machtlos erschienen und von den Quraisch gefoltert und zum Teil get\u00f6tet wurden, kurze Zeit sp\u00e4ter den m\u00e4chtigsten Staat auf die Beine stellen w\u00fcrden, der den Rest der Welt noch heute erzittern l\u00e4sst.<br>Die Situation der Muslime damals erschien zun\u00e4chst auswegloser als jene der Muslime von heute, deren Zahl die von damals um ein Tausendfaches \u00fcbersteigt. Auch sind die St\u00e4rke und das Potenzial der Muslime noch immer vorhanden, wenn sie sich nur auf ihre Glaubensordnung besinnen w\u00fcrden, so dass keinerlei Grund vorliegt, die Hoffnung auf ein wiederkehrendes rechtgeleitetes Kalifat zu verlieren. Sollte die Umma die Hoffnung darauf jemals verlieren, hat sie im Grunde nichts mehr zu hoffen und keine Zukunft zu erwarten, weder im Diesseits noch im Jenseits.<br>Wer die Hoffnung auf das Kalifat nicht mehr in sich tr\u00e4gt und jene, die sich f\u00fcr die Wiedererrichtung des Kalifats einsetzen, f\u00fcr Utopisten h\u00e4lt, widerspricht in eindeutiger Weise der Offenbarung.<br>Allah (t.) sagt im Koran:<br><strong>&#8222;[&#8230;] Verhei\u00dfen hat Allah denen, die von euch glauben und gute Werke tun, dass Er sie gewiss zu Nachfolgern auf Erden machen wird, wie Er jene, die vor ihnen waren, zu Nachfolgern machte; und dass Er ihnen gewiss ihre Glaubensordnung, die Er f\u00fcr sie auserw\u00e4hlt hat, vorherrschen l\u00e4sst; und dass Er gewiss ihren (Stand) nach ihrer Furcht in Frieden und Sicherheit verwandeln wird, auf dass sie Mich verehren (und) Mir nichts zur Seite stellen [&#8230;]&#8220;<\/strong> (24:55)<br>Und in einem Hadith hei\u00dft es:<br><strong>&#8222;Das Prophetentum wird unter euch weilen, solange Allah will, dass es weilt. Dann wird Allah es aufheben, wenn Er es aufheben will. Sodann wird ein Kalifat gem\u00e4\u00df dem Plan des Prophetentums entstehen. Es wird weilen, solange Allah will, dass es weilt, dann wird Allah es aufheben, wenn Er es aufheben will. Sodann wird eine bevorrechtete Herrschaft folgen. Sie wird weilen, solange Allah sie weilen l\u00e4sst, dann wird Allah sie aufheben, wenn Er sie aufheben will. Sodann wird eine Gewaltherrschaft folgen. Sie wird weilen, solange Allah sie weilen l\u00e4sst, dann wird Allah sie aufheben, wenn er sie aufheben will. Sodann folgt ein Kalifat gem\u00e4\u00df dem Plan des Prophetentums.&#8220;<\/strong> (Von Ahmad \u00fcberliefert)<br>Hier wird nicht nur die Hoffnung auf die Wiederkehr des rechtgeleiteten Kalifats gemacht. Das rechtgeleitete Kalifat wird zur absoluten Gewissheit, zu einer Tatsache, die mehr als nur Hoffnung darstellt und dem Zweifel keinen Raum l\u00e4sst. Die Hoffnung auf das Kalifat wird damit zur Pflicht.<br>Nur taucht es nicht aus dem Nichts auf, sondern bedarf der ernsthaften Anstrengung und des aufrichtigen Einsatzes seitens der Muslime. Letztlich wird ihr entschlossenes Bem\u00fchen laut dem Hadith auch von Erfolg gekr\u00f6nt sein. Folglich ist die Hoffnung auf das rechtgeleitete Kalifat gebunden an dessen sichere Erwartung. Die Zuversicht auf die Wiederkehr des Kalifats muss immer gegenw\u00e4rtig bleiben, denn es handelt sich um ein Versprechen Allahs (t) und Seines Gesandten.<br>Diese Hoffnung der Muslime darf allerdings nicht passiver Natur sein, sondern muss mit entschlossenem Handeln zur Verwirklichung des Zieles verkn\u00fcpft werden. Ein Handeln, das sich pr\u00e4zise an den Weg des Propheten zur Gr\u00fcndung des Islamischen Staates h\u00e4lt. Denn nur wenn die Muslime die Sache Allahs (t) gem\u00e4\u00df der Vorgabe Seines Propheten (s.) vorantreiben, haben Sie auch Seine Unterst\u00fctzung.<br>So sagt Allah (t):<br><strong>&#8222;O die ihr glaubt, wenn ihr Allahs Sache helft, so wird Er euch helfen und euren F\u00fc\u00dfen festen Halt geben.&#8220;<\/strong> (47:7)<br>Das notwendige Wissen f\u00fcr diese Handlungen hat Hizb-ut-Tahrir aus den islamischen Quellen abgeleitet und bietet es den Muslimen an.<br>Die Frage, die sich am Ende stellt, ist also nicht, ob das Kalifat jemals entstehen wird, sondern wer sich an seiner sicheren Entstehung beteiligt und sich zu seinen Gr\u00fcndern z\u00e4hlen darf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Hoffnung ist eine Bezeichnung f\u00fcr die sehnsuchtsvolle Erwartung der Erf\u00fcllung eines erw\u00fcnschten Ausganges zuk\u00fcnftiger Ereignisse. Somit ist sie auf Vorg\u00e4nge bezogen, die noch nicht abgeschlossen sind , deren Ausgang also in der Zukunft liegt.<\/p>\n","protected":false},"author":20,"featured_media":1138,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[1199,1200,1303,2965],"class_list":["post-9643","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-konzeptionen","tag-hoffnung","tag-hoffnungslosigkeit","tag-islam","tag-zukunft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9643","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/20"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9643"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9643\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1138"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9643"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9643"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9643"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}