{"id":9630,"date":"2012-10-26T00:00:00","date_gmt":"2012-10-25T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9630"},"modified":"2012-10-26T00:00:00","modified_gmt":"2012-10-25T22:00:00","slug":"6-die-islamische-glaubensueberzeugung-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9630","title":{"rendered":"6. Die islamische Glaubens\u00fcberzeugung (2)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus dem Buch &#8222;Die islamische Pers\u00f6nlichkeit Teil 1&#8220;<br>Der Beweis f\u00fcr den Glauben an die Engel ist hingegen \u00fcbertragener Natur (naqliyy).<br>Allah, Der Erhabene, sagt:<br><strong>\u201eAllah bezeugt, dass es keinen Gott gibt au\u00dfer Ihm. Auch die Engel und die mit Wissen begnadeten bezeugen es, die Gerechtigkeit aufrecht haltend.&#8220;<\/strong><br>Auch sagt Er:<br><strong>\u201eDas Gute ist hingegen an Allah zu glauben, an den J\u00fcngsten Tag, die Engel, die Schriften und die Propheten.&#8220;<\/strong><br>Und Er sagt:<br><strong>\u201eUnd die Gl\u00e4ubigen; sie alle glauben an Allah, seine Engel, seine B\u00fccher und seine Gesandten.&#8220;<\/strong>,<br>und sagt:<br><strong>\u201eWer aber den Glauben an Allah, seine Engel, seine B\u00fccher, seine Gesandten und den J\u00fcngsten Tag verwehrt, der ist wahrlich weit in die Irre gegangen.&#8220;<\/strong><br>Was den Glauben an die B\u00fccher anlangt, so verh\u00e4lt es sich beim Koran anders als bei den anderen Offenbarungsschriften. Der Beweis, dass der Koran g\u00f6ttlichen Ursprungs ist und das Wort Gottes verk\u00f6rpert, ist rationaler Natur. Denn der Koran ist real fassbar und dem Verstand ist es m\u00f6glich wahrzunehmen, dass er von Gott stammt. So ist der Koran in Wort und Satzbau arabisch und die Araber haben unterschiedliche Sprachstile hervorgebracht. Dazu z\u00e4hlen die verschiedenen Arten von Lyrik und Prosa. Ihre Texte sind in B\u00fcchern erhalten, auch sind sie durch auswendig lernen von Generation zu Generation weitergegeben und auf diese Weise \u00fcberliefert worden. Entweder geh\u00f6rt der Koran an sich zu den von ihnen hervorgebrachten Sprachstilen, in diesem Fall w\u00e4re er von einem sprachgewandten Araber verfasst worden, oder aber er geh\u00f6rt nicht dazu und stammt somit von jemandem, der kein Araber ist. Im zweiten Falle sind die Araber entweder imstande, etwas Gleiches zu verfassen oder sie sind nicht in der Lage dazu, obwohl es sich beim Koran unzweifelhaft um arabischen Text handelt. K\u00f6nnen sie Gleiches verfassen, so sind sie in der Lage gewesen, Gleiches hervorzubringen. Somit w\u00e4re der Koran das Wort von Menschen wie sie. Sind sie jedoch nicht imstande, Gleiches hervorzubringen, obwohl es arabischer Text ist und sie unter den Arabern Hochsprache und Dichtkunst am besten beherrschen, so kann es sich beim Koran nicht um das Wort von Menschen handeln. Wer den Koran und die Sprachformen der Araber untersucht, wird erkennen, dass der Koran einen eigenen Sprachstil darstellt, den die Araber vorher nie verwendet haben. Auch haben sie sich in ihren Texten keiner \u00e4hnlichen Stile bedient &#8211; weder vor der Offenbarung des Koran noch danach. Sie haben nicht einmal versucht, ihn zu imitieren und seinen Stil nachzuahmen. Dies beweist, dass die Araber nicht die Verfasser dieses Textes sind und er definitiv von jemand anderem stammt. Auch steht durch definitive \u00dcberlieferung mit absoluter Sicherheit fest, dass die Araber es nicht vermochten, etwas Gleiches wie den Koran hervorzubringen, obwohl der Koran sie dazu herausgefordert hat. So sprach der Koran zu ihnen:<br><strong>\u201eUnd wenn ihr im Zweifel seid \u00fcber das, was wir auf unseren Diener herabgesandt haben, so bringt eine Sure dergleichen hervor und ruft eure Zeugen anstelle Allahs an, wenn ihr die Wahrheit sprecht.&#8220;<\/strong> Auch sagt Er:<br><strong>\u201eSagen sie etwa, er habe ihn erlogen? Sprich: &#8218;So bringt doch eine Sure seinesgleichen hervor, und ruft wen ihr wollt anstelle Allahs zu Hilfe, wenn ihr die Wahrheit sprecht.'&#8220;<\/strong>, und sagt:<br><strong>\u201eSagen sie etwa, er habe ihn erlogen? Sprich: &#8218;So bringt mir doch zehn erlogene Suren seinesgleichen hervor, und ruft wen ihr wollt anstelle Allahs zu Hilfe, wenn ihr die Wahrheit sprecht.'&#8220;<\/strong>, und Er sagt:<br><strong>\u201eSprich: &#8218;Wenn sich Menschen und Geistergesch\u00f6pfe versammeln w\u00fcrden, um etwas dem Koran Gleiches hervorzubringen, niemals br\u00e4chten sie es hervor, selbst wenn sie einander Beistand w\u00e4ren.'&#8220;<\/strong> Trotz dieser \u00fcberw\u00e4ltigenden Herausforderung haben sie es nicht vermocht, etwas Gleiches hervorzubringen. Nachdem nun feststeht, dass der Koran nicht das Wort der Araber war und sie es nicht vermochten, etwas Gleiches hervorzubringen, ist erwiesen, dass er von Allah stammen muss und Sein offenbartes Wort verk\u00f6rpert. Es ist n\u00e4mlich unm\u00f6glich, dass Nichtaraber den Koran hervorbringen k\u00f6nnten, da er arabisch ist und selbst die Araber \u00fcbertrumpfte und ihre Unf\u00e4higkeit zutage treten lie\u00df, Gleiches hervorzubringen. Hier darf nicht eingewendet werden, der Koran sei das Wort Muhammads, denn Muhammad war Araber und er geh\u00f6rte zu ihnen. Wenn die Unf\u00e4higkeit auf das Volk der Araber zutrifft, so trifft sie auch auf Muhammad zu, weil er einer von ihnen war.<br>Zudem unterliegt jeder Mensch in der Wortwahl und im Satzbau seiner Sprache dem in seiner Zeit g\u00e4ngigen Sprachstil bzw. den Sprachformen, die ihm von fr\u00fcheren Generationen \u00fcberliefert worden sind. Wenn er den Sprachstil erneuert, so tut er dies, indem er die (vorhandenen) Ausdr\u00fccke und Formulierungen f\u00fcr neue Bedeutungen und Phantasien ben\u00fctzt. Es ist ihm jedoch unm\u00f6glich etwas auszusprechen, was er vorher noch nicht wahrgenommen hatte. Bemerkenswert am Sprachstil des Koran ist, dass dieser in der Wahl seiner Ausdr\u00fccke und S\u00e4tze weder in der Zeit des Gesandten noch davor unter den Arabern bekannt war. Als Mensch ist es ihm deswegen unm\u00f6glich, etwas auszusprechen, was er vorher sinnlich nie wahrgenommen hatte. Rein rational gesehen ist ihm dies nicht m\u00f6glich. Somit ist es unm\u00f6glich, dass der Sprachstil des Koran in seiner einzigartigen Ausdrucks- und Satzbauweise von Muhammad stammt, da seine Sinne etwas \u00c4hnliches nie wahrgenommen hatten. Demzufolge muss der Koran das Wort Gottes sein und Muhammad ihn von Gott erhalten haben. Dies stand mit rationalem Beweis fest, als der Koran herabgesandt wurde, und steht mit rationalem Beweis auch heute noch fest, denn der Koran l\u00e4sst die Unf\u00e4higkeit der Menschen heute noch zutage treten, etwas Gleiches hervorzubringen. Diese Unf\u00e4higkeit steht f\u00fcr die Weltenbewohner immer noch sinnlich wahrnehmbar und erfassbar fest.<br>Zusammenfassend betrachtet kann der Koran entweder von den Arabern oder von Muhammad oder von Gott stammen, da er ausschlie\u00dflich in Arabisch gehalten ist. Es w\u00e4re also unm\u00f6glich, dass er von irgendjemand anderem stammt als die drei genannten. Dass er von den Arabern stammen k\u00f6nnte, ist widerlegt, da sie es nicht vermochten, etwas Gleiches hervorzubringen, auch haben sie ihre Unf\u00e4higkeit einger\u00e4umt. Ihre bis heute wahrgenommene Realit\u00e4t beweist ihre Unf\u00e4higkeit, etwas Gleiches hervorzubringen. Somit kann der Koran nicht von den Arabern sein. Er kann also nur von Muhammad oder von Gott stammen. Dass er von Muhammad stammt, ist ebenso widerlegt, da Muhammad einer der Araber war. Wie sehr das Genie eines Menschen auch hervorstechen mag, so kann er sich trotzdem seiner Zeit nicht entziehen. Wenn die Araber es nicht vermochten, dann vermochte es Muhammad, der einer von ihnen war, ebenso nicht. Dar\u00fcber hinaus existieren von Muhammad absolut authentisch \u00fcberlieferte Hadithe (Mutawatir), wie seine Aussage:<br><strong>\u201eWer absichtlich \u00fcber mich l\u00fcgt, der soll sich seinen Platz in der H\u00f6lle bereithalten.&#8220;<\/strong> (\u00dcberliefert von al-Buhariyy und Muslim) Wenn man nun die Sprache Muhammads mit der des Koran vergleicht, so wird man keine \u00c4hnlichkeit feststellen. Dies beweist ebenso, dass der Koran nicht das Wort Muhammads sein kann, somit steht fest, dass er das Wort Gottes ist.<br>Dar\u00fcber hinaus ist es eine Tatsache, dass alle Dichter, Schriftsteller, Philosophen und Denker der Menschheitsgeschichte, mit einem Sprachstil beginnen, der einige M\u00e4ngel aufweist. Ihr Stil w\u00e4chst heran, bis sie den Zenit ihrer F\u00e4higkeiten erreicht haben. Deswegen variiert ihr Stil in St\u00e4rke und Schw\u00e4che. Zudem existieren in ihren Aussagen auch banale Ideen und schwache Formulierungen. Betrachten wir hingegen den Koran, so finden wir vom ersten Tag an, an dem die Aya:<br><strong>\u201eLies, im Namen deines Herrn, der erschuf!&#8220; herabgesandt wurde, bis zur letzten offenbarten Aya:<\/strong><br><strong>\u201eIhr, die ihr glaubt, f\u00fcrchtet Allah und lasset ab vom letzten Rest, der an Zins \u00fcbrig ist!&#8220;<\/strong> einen identen Stil, der sich gleichbleibend am Zenit von sprachlicher Kraft und Sch\u00f6nheit, von erhabenem Gedankengut und Ausdrucksst\u00e4rke bewegt. Man findet darin keine einzige schwache Formulierung oder banale Idee. Er stellt sich wie ein einziger geschlossener Part dar. In seinem Sprachstil liest sich der ganze Koran allgemein und im Detail betrachtet wie ein einziger Satz, was beweist, dass er nicht das Wort eines Menschen sein kann, das der Unterschiedlichkeit in Ausdrucksweise und Bedeutung unterworfen ist. Vielmehr handelt es sich um das Wort Allahs, dem Herrn der Welten.<br>Dies gilt unter den Offenbarungsb\u00fcchern, an die der Islam zu glauben befiehlt, f\u00fcr den Koran. Was die anderen Offenbarungsschriften anlangt, so ist ihr Beweis \u00fcberlieferter und nicht rationaler Natur. Allah, der Erhabene, sagt:<br><strong>\u201eIhr Gl\u00e4ubigen! Glaubt an Allah, an seinen Gesandten, an das Buch, das auf seinen Gesandten herabgesandt wurde, und an die B\u00fccher, die Er fr\u00fcher herabsandte!&#8220;<\/strong> Auch sagt Er:<br><strong>\u201eDas Gute ist vielmehr wer an Allah, den J\u00fcngsten Tag, die Engel, die B\u00fccher und die Propheten glaubt.&#8220;<\/strong> Und Er sagt:<br><strong>\u201eUnd Wir haben zu dir das Buch mit der Wahrheit herabgesandt, als Best\u00e4tigung dessen, was vor ihm an B\u00fcchern herabgesandt wurde, und dar\u00fcber herrschend.&#8220;<\/strong>, und sagt:<br><strong>\u201eUnd dies ist ein Buch, von uns herabgesandt, das gesegnet ist und best\u00e4tigend f\u00fcr die B\u00fccher vor ihm.&#8220;<\/strong> Auch sagt Er:<br><strong>\u201eWahrlich k\u00f6nnte dieser Koran anstelle Allahs nicht erlogen werden. Vielmehr ist er eine Best\u00e4tigung f\u00fcr die B\u00fccher vor ihm.&#8220;<\/strong><br>Was den Beweis f\u00fcr den Glauben an die Gesandten betrifft, so stellt er sich im Falle unseres Propheten Muhammads anders dar, als bei den anderen Gesandten, da der Beweis f\u00fcr das Prophetentum Muhammads rationaler und nicht \u00fcberlieferter Natur ist. F\u00fcr denjenigen n\u00e4mlich, der Prophetentum und Gesandtschaft vorgibt, ist der Beweis, dass es sich bei ihm wirklich um einen Propheten und Gesandten handelt, die diesbez\u00fcglich von ihm vollbrachten Wunder sowie die Gesetzesordnung, die er &#8211; mit diesen Wundern untermauert &#8211; \u00fcbermittelte. Nun ist das Wunder unseres Propheten Muhammad, das sein Prophetentum und seine Gesandtschaft beweist, der Koran. Und die Gesetzesordnung, die er \u00fcbermittelte, ist ebenfalls der Koran. Er stellt f\u00fcr sich und bis zum heutigen Tage ein unerreichbares Wunder dar. Nachdem durch absolut gesicherte, authentische \u00dcberlieferung \u2013 die einen definitiven, unumst\u00f6\u00dflichen Beweis darstellt \u2013 feststeht, dass es Muhammad war, der den Koran \u00fcberbrachte, und ebenso feststeht, dass der Koran die g\u00f6ttliche Gesetzesordnung und das Wort Gottes verk\u00f6rpert \u2013 eine g\u00f6ttliche Gesetzesordnung kann aber nur von Propheten und Gesandte \u00fcberbracht werden \u2013 ist dies ein rationaler Beweis daf\u00fcr, dass Muhammad ein Prophet und Gesandter Gottes ist.<br>Die Wunder der restlichen Propheten sind indes vergangen und verschwunden. F\u00fcr die heute vorhandenen Offenbarungsb\u00fccher gibt es keinen rationalen Beweis mehr, dass sie von Gott stammen, denn das Wunder, das ihren g\u00f6ttlichen Ursprung belegt, ist beendet und nicht mehr vorhanden. Somit existiert kein rationaler Beweis f\u00fcr das Prophetentum irgendeines Gesandten oder Propheten au\u00dfer f\u00fcr das unseres Propheten Muhammads, Friede sei mit ihm. Ihr Prophetentum und ihre Gesandtschaft stehen jedoch mit \u00fcberliefertem Beweis fest. So sagt Allah, der Erhabene:<br><strong>\u201eDer Gesandte glaubt an das, was von seinem Herrn zu ihm herabgesandt wurde, und die Gl\u00e4ubigen. Sie alle glauben an Allah, seine Engel, seine B\u00fccher und seine Gesandten. &#8218;Wir unterscheiden zwischen keinem von seinen Gesandten&#8216;.&#8220;<\/strong><br>Auch sagt Er:<br><strong>\u201eSprecht: &#8218;Wir glauben an Allah und an das, was er zu uns herabgesandt hat, und an das, was auf Abraham, Ismail, Isaac, Jakob und die St\u00e4mme herabgesandt und was Moses und Jesus gegeben und was allen Gesandten von ihrem Herrn gegeben wurde. Wir unterscheiden zwischen keinem von ihnen und sind Ihm vollends ergeben.'&#8220;<\/strong><br>Was den Beweis f\u00fcr den Glauben an den J\u00fcngsten Tag, den Tag der Auferstehung, betrifft, so ist auch er \u00fcberlieferter und nicht rationaler Natur. Denn der Tag der Auferstehung kann durch den Verstand nicht wahrgenommen werden. Allah, Der Erhabene, sagt:<br><strong>\u201e[&#8230;] auf dass du die Mutter aller D\u00f6rfer und ihre Umgebung ermahnst. Und diejenigen, die an das Jenseits glauben, glauben auch an ihn.&#8220;<\/strong> Er sagt:<br><strong>\u201eDiejenigen aber, die nicht an das Jenseits glauben, deren Herzen sind ablehnend. Und sie sind hochm\u00fctig.&#8220;<\/strong> Auch sagt Er:<br><strong>&#8222;Denjenigen, die nicht an das Jenseits glauben, sei das Beispiel der Schlechtigkeit gegeben.&#8220;<\/strong> Und Er sagt:<br><strong>\u201eUnd denjenigen, die nicht an das Jenseits glauben, haben Wir eine schmerzliche Strafe vorbereitet.&#8220;<\/strong>, und sagt:<br><strong>\u201eUnd wenn ins Horn gesto\u00dfen wird mit einem einzigen Sto\u00df. Und die Erde samt den Bergen emporgehoben und mit einem einzigen Schlag niedergeschmettert wird. An jenem Tage wird das Ereignis eingetroffen sein. Und der Himmel wird sich spalten, denn an jenem Tage wird er niederfallen. Und die Engel werden an ihren Seiten stehen, und acht werden an jenem Tage den Thon deines Herrn \u00fcber sich tragen. An jenem Tage werdet ihr vorstellig sein, keines eurer Geheimnisse wird verborgen bleiben.&#8220;<\/strong> (Al-Haqqa 69, Aya 13-18).<br>Auch hat der Gesandte Allahs (s.) gesagt:<br><strong>&#8222;Iman ist, dass du an Allah, Seine Engel, seine B\u00fccher, an das Zusammentreffen mit Ihm, an Seine Gesandten und an die Auferstehung glaubst.&#8220;<\/strong> Von Al-Buhariyy auf dem Wege des Abu Hurairah \u00fcberliefert.<br>Dies sind die Dinge, an die man Iman haben muss, es sind ihrer f\u00fcnf: Der Glaube an Allah, an Seine Engel, Seine B\u00fccher, Seine Gesandten, an den J\u00fcngsten Tag und auch an Schicksal und Bestimmung (al-Qada&#8216; wa al-Qadar). Eine Person darf nur dann als an den Islam glaubend bezeichnet und als Muslim betrachtet werden, wenn sie an alle diese f\u00fcnf Dinge und an Schicksal und Bestimmung glaubt. Allah, der Erhabene, sagt:<br><strong>\u201eIhr, die ihr glaubt! Glaubet an Allah, an Seinen Gesandten, an das Buch, das auf seinen Gesandten herabgesandt wurde und an das Buch, das davor herabgesandt wurde. Und wer sich vom Gauben an Allah, Seine Engel, Seine B\u00fccher, Seine Gesandten und den J\u00fcngsten Tag abkehrt, der ist wahrlich weit in die Irre gegangen.&#8220;<\/strong> (An-Nisa&#8216; 4, Aya 136) Koran und Hadithe haben diese f\u00fcnf Dinge klar und ausdr\u00fccklich erw\u00e4hnt. Jedes von ihnen ist mit Namen und Inhalt explizit angef\u00fchrt worden. \u00dcber diese f\u00fcnf Dinge hinaus gibt es keine konkrete Frage, an die wir durch einen klaren und definitiven Offenbarungstext, der sie mit Namen und Inhalt anf\u00fchrt, verpflichtet w\u00e4ren zu glauben. Dies ist nur bei diesen erw\u00e4hnten Dingen der Fall, denn die absolut authentischen und eindeutigen Textstellen haben nur diese f\u00fcnf Dinge erw\u00e4hnt und nichts anderes.<br>Es stimmt, dass der Glaube an al-Qadar in einigen \u00dcberlieferungen des Hadithes mit dem Erzengel Gabriel erw\u00e4hnt wurde, so hei\u00dft es dort:<br><strong>\u201e[&#8230;] und dass du an al-Qadar glaubst, im Guten wie im Schlechten.&#8220;<\/strong> Von Muslim \u00fcberliefert auf dem Wege des Umar Ibn Al-Hattab. Hierbei handelt es sich jedoch um eine Einzel\u00fcberlieferung (Habar Ahad). Dar\u00fcber hinaus ist mit \u201eal-Qadar&#8220; in diesem Falle das Wissen Allahs gemeint und nicht der Zwillingsbegriff \u201eal-Qada&#8216; wa al-Qadar&#8220; (Schicksal und Bestimmung), der in seiner Interpretation eine Streitfrage darstellt. Was die Frage von Schicksal und Bestimmung (al-Qada&#8216; wa al-Qadar) betrifft, in dieser Zwillingsbezeichnung und mit diesem Inhalt, dessen Interpretation zudem strittig ist, so existiert diesbez\u00fcglich keine definitive Textstelle. Der Glaube an deren Inhalt ist jedoch eine Angelegenheit der Aqida, deshalb muss er Teil des Iman sein. Der Begriff \u201eal-Qada&#8216; wa al-Qadar&#8220; mit dieser Bezeichnung und Bedeutung war in der Zeit der Prophetengef\u00e4hrten \u00fcberhaupt nicht bekannt, da keine einzige richtige Textstelle ihn in dieser Bezeichnung und Bedeutung erw\u00e4hnt. Diese Frage tauchte erst zu Beginn der Tabi&#8217;un -Epoche auf. Seit dieser Zeit ist sie bekannt und wird untersucht. Wer sie aufwarf und zu einem Untersuchungsthema machte, waren die muslimischen Scholastiker (al-Mutakallimun). Vor Entstehen der Scholastik war diese Problematik nicht vorhanden. Unter der Bezeichnung \u201eal-Qada&#8216; wa al-Qadar&#8220; haben sich mit ihr und mit ihrem Inhalt zuallererst die Scholastiker besch\u00e4ftigt, nach dem Ende des ersten Jahrhunderts muslimischer Zeitrechnung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was den Glauben an die B\u00fccher anlangt, so verh\u00e4lt es sich beim Koran anders als bei den anderen Offenbarungsschriften. 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