{"id":10585,"date":"2021-03-26T00:00:00","date_gmt":"2021-03-25T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10585"},"modified":"2021-03-26T00:00:00","modified_gmt":"2021-03-25T23:00:00","slug":"der-mann-der-die-tuerkei-aus-dem-zylinder-zauberte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10585","title":{"rendered":"Der Mann, der die T\u00fcrkei aus dem Zylinder zauberte"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geschichte der Muslime war von Anfang an gekn\u00fcpft an das Kalifat als Staatsform. Mu\u1e25ammad (s.) gr\u00fcndete 622 n.&nbsp;Chr. den islamischen Staat und regierte mit dem Islam, so dass die Verbindung zwischen Islam und Kalifat schon immer vorhanden war und nicht erst nach dem Tod des Propheten (s.) hinzugedichtet wurde. Diese notwendige Verbindung wurde in der langen Zeit des Bestehens des islamischen Staates von den Muslimen nie angezweifelt und war selbstverst\u00e4ndlich. Die Zweifel wurden vielmehr von au\u00dfen ges\u00e4t und fielen nur bei einer Minderheit auf fruchtbarem Boden, beg\u00fcnstigt durch eine Zeit, in der das Kalifat vielen Problemen gegen\u00fcberstand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinter der Zerst\u00f6rung des Kalifats steckte ein Team von M\u00e4chten, aber die Hauptrolle fiel Mustafa Kemal Atat\u00fcrk zu, der das Drehbuch der Kolonialm\u00e4chte entsprechend ihrer Regie umsetzte. Winston Churchill sagte anl\u00e4sslich des Todes Atat\u00fcrks: \u201eDer Tod Atat\u00fcrks, jenes Mannes, der im Krieg die T\u00fcrkei rettete und danach die t\u00fcrkische Nation zum Leben erweckte, ist nicht nur f\u00fcr sein Land, sondern auch f\u00fcr Europa einer der gr\u00f6\u00dften Verluste.\u201c Churchill brachte damit den gro\u00dfen Nutzen Atat\u00fcrks f\u00fcr die Kolonialm\u00e4chte zum Ausdruck. Keiner hat ihnen jemals solche Dienste erwiesen. Seine politische Daseinsberechtigung bestand im Grunde nur darin, den Kolonialm\u00e4chten den Islam aus dem Weg zu r\u00e4umen. Was ihn von anderen unterscheidet, die das Ende des Kalifats mit verschuldeten, ist, dass er voll und ganz dahinterstand und tats\u00e4chlich die Absicht hatte, das Kalifat zu vernichten. Als \u0160ar\u012bf \u1e24usain von Mekka und seine S\u00f6hne von Gro\u00dfbritannien angestachelt wurden, einen Aufstand gegen die Osmanen anzuf\u00fchren, blieben sie in dem Glauben, dass es um die Rettung des Kalifats ginge, das sie f\u00fcr die Araber beanspruchten. Mustafa Kemal hingegen musste wegen des Ziels nicht von den Briten get\u00e4uscht werden, denn er wollte wie sie das Kalifat vernichten und mit diesem den Islam. Selbst die nationalistischen Jungt\u00fcrken, die 1908 eine Milit\u00e4rrevolte anf\u00fchrten und dem islamischen Staat gro\u00dfen Schaden zuf\u00fcgten, hielten an dem Kalifat als Staatsform fest. Sie ersetzten 1909 den Kalifen \u02bfAbdul\u1e25am\u012bd II. durch einen anderen Kalifen und waren schockiert \u00fcber das, was durch Mustafa Kemal folgte. Er strebte von Anfang an das Ende des Kalifats an und dazu war ihm jedes Mittel recht. So schreckte er nicht einmal vor der Verf\u00e4lschung der Geschichte zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mustafa Kemal ist ein pr\u00e4gnantes Beispiel daf\u00fcr, wie ein Diktator par excellence vom Westen als Modernisierer gefeiert wird, obwohl oder gerade weil er einen brutalen Feldzug gegen den Islam und die Muslime f\u00fchrte und sie massiv unterdr\u00fcckte. So gilt das Hutgesetz aus dem Jahr 1925 in westlicher Darstellung als reine Kulturpolitik und nicht etwa als Despotismus. Die Hinrichtungen derjenigen, die sich diesem Gesetz widersetzten, fallen nicht ins Gewicht westlicher Beurteilung Atat\u00fcrks. So geht es mit der Bewertung seiner gesamten sogenannten Reformpolitik, die er mit unvorstellbar brutalen Methoden gegen allen Widerstand der muslimischen Bev\u00f6lkerung durchsetzte. Denn alles, was sich gegen den Islam richtet, gilt im Westen als moderner Fortschritt. Mit seinen \u201eModernisierungen\u201c ging Mustafa Kemal \u00fcber die Leichen von Muslimen. Der Westen fasst ihn aber als Revolution\u00e4r auf, der von der Franz\u00f6sischen Revolution und der Aufkl\u00e4rung beeinflusst gewesen sei. Dieser Einfluss wird immer wieder in Bezug auf Atat\u00fcrks Person hervorgehoben. Wer die Ideen der Aufkl\u00e4rung tr\u00e4gt und zudem franz\u00f6sisch spricht, kann nach westlichem Ma\u00dfstab kein Diktator sein. Atat\u00fcrks Regentschaft wird gelegentlich als \u201eeine Art Diktatur\u201c bezeichnet, womit seine Verbrechen dreist heruntergespielt werden. In Wahrheit war er nicht nur eine Art Diktator, sondern er erf\u00fcllte alle Kriterien eines waschechten Despoten. Seine Herrschaft war eine blutige One-Man-Show, die keine Opposition oder Kritik duldete und die nicht im Entferntesten demokratisch war. Doch im Westen h\u00e4lt man hartn\u00e4ckig an ihm als Reformer fest. Er selbst wollte seinem totalit\u00e4ren Staat einen modernen demokratischen Anstrich nach westlichem Vorbild verpassen. Um diese Au\u00dfenwirkung zu erzielen, gab er sogar 1930 die Gr\u00fcndung einer Oppositionspartei in Auftrag und forderte die Abgeordneten seiner Republikanischen Volkspartei (CHP) auf, der neu gegr\u00fcndeten Freien Republikanischen Partei (SCF) beizutreten. Sie wurde jedoch im gleichen Jahr wieder aufgel\u00f6st, nachdem sie bei den Kommunalwahlen in einigen Gemeinden die Wahlen gewann. Denn Mustafa Kemal wollte nur eine Scheinopposition und kein echtes Mehrparteiensystem, das seine autorit\u00e4re Herrschaft gef\u00e4hrden k\u00f6nnte. Die T\u00fcrkei war unter Mustafa Kemal eine tyrannische Einparteiherrschaft, die westliche Rechtsstaatsprinzipien missachtete. Bis heute ist jede Kritik an ihm in der T\u00fcrkei verboten, denn die Verfassung legt fest, dass er f\u00fcr immer der \u201eunsterbliche F\u00fchrer und einzigartige Held\u201c sei. Sein Bild ziert jedes Amtszimmer in der T\u00fcrkei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 3. M\u00e4rz 1924 schaffte Mustafa Kemal das Kalifat ab und l\u00f6ste in der gesamten islamischen Welt Entsetzen aus. Denn dieser fatale Akt betraf die gesamte islamische Umma und ist haupts\u00e4chlich f\u00fcr ihre aktuelle Lage verantwortlich. Es gab viel Ablehnung und Widerstand. Die Muslime demonstrierten vehement dagegen, was Mustafa Kemal mit gnadenloser Brutalit\u00e4t beantwortete. Denn er f\u00fcrchtete um seinen auf Anatolien beschr\u00e4nkten und auf dem t\u00fcrkischen Nationalismus aufbauenden neuen Staat und um seine Macht und das bestimmte sein brutales Vorgehen gegen die Muslime, die nicht in sein laizistisches Konzept einer nationalistischen Republik passten. Das Kalifat stand f\u00fcr die Einheit der Muslime, w\u00e4hrend die Republik die Muslime spaltete und ihre islamische Identit\u00e4t gegen eine nationalistische austauschte. Im Jahr 1928 lie\u00df Mustafa Kemal den Satz \u201eDer Islam ist die offizielle Staatsreligion\u201c aus der Verfassung streichen. Keine Regierung der T\u00fcrkei hat diese Entscheidung bislang zur\u00fcckgenommen \u2013 auch nicht die aktuelle Regierung Erdo\u011fans.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Muslime au\u00dferhalb Kleinasiens bzw. Anatoliens waren nicht von Interesse und die Menschen, die in Anatolien lebten, das laut Vertrag von Lausanne aus dem Jahr 1923 offiziell das gr\u00f6\u00dfte Gebiet der T\u00fcrkei ausmachen sollte, mussten eine neue Identit\u00e4t erhalten, die sie vom Islam und dem Kalifat l\u00f6sen und mit Anatolien verbinden sollte. Das Problem Mustafa Kemals war jedoch, dass es eigentlich gar kein Volk der T\u00fcrken gab, das seine Wurzeln in Anatolien hatte. Anatolien hatte bis dahin keine t\u00fcrkische Geschichte. Die Geschichte Kleinasiens war bis zur Gr\u00fcndung der Republik T\u00fcrkei alles M\u00f6gliche, aber sie war definitiv nicht t\u00fcrkisch. Sie war beispielsweise griechisch, sie war byzantinisch und vor allem war sie islamisch, aber sie war historisch betrachtet nicht t\u00fcrkisch im Sinne eines Volkes, dessen Wurzeln in Anatolien liegen. Die Seldschuken kamen erst im 11. Jahrhundert nach Anatolien und sie waren in erster Linie Muslime. Es fehlte Mustafa Kemal folglich das historische Argument und damit die Rechtfertigung f\u00fcr seinen Nationalstaat, denn ein solcher rechtfertigt sich daraus, dass eine Nation existiert, die von sich behauptet, dass sie vor allen anderen da war, und das Territorium f\u00fcr sich beansprucht. Das traf bei den T\u00fcrken nicht zu. Mustafa Kemal wollte einen Nationalstaat nach westlichem Vorbild, aber ihm fehlte das Wichtigste, n\u00e4mlich das Volk der T\u00fcrken, das seine Urspr\u00fcnge im Lande, also in Anatolien hat. Zudem war Anatolien \u00fcber Jahrhunderte Teil des islamischen Staates, in welchem die Menschen eine islamische und keine nationale Identit\u00e4t besa\u00dfen. Mustafa Kemal umging dieses Problem, indem er Anatolien historisch annektierte. Er schrieb die Geschichte um und behauptete, dass Anatolien seit Tausenden von Jahren t\u00fcrkisch sei \u2013 eine erwiesene historische L\u00fcge. Ganz im Zeichen der Drei\u00dfigerjahre des vergangenen Jahrhunderts, versuchte der Faschist Mustafa Kemal eine \u201erassische\u201c Vorstellung zu etablieren. So legte er nicht nur fest, dass Anatoliens Geschichte t\u00fcrkisch sei, er behauptete sogar, dass die gesamte Menschheit t\u00fcrkischen Ursprungs sei und die t\u00fcrkische Sprache, die eigentlich erst durch seine brachiale Sprachpolitik eingef\u00fchrt wurde, die Mutter aller Sprachen sei, aus der alle anderen Sprachen hervorgegangen seien. Er wollte damit einen Nationalstolz bei einer Nation ausl\u00f6sen, die er selbst erfand und der er einh\u00e4mmerte, dass sie die beste Nation der Welt sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie ein Bulldozer \u00fcberrollte Atat\u00fcrk unter dem Argument des Fortschritts alles, was er mit dem Islam verband und was nicht westlich war. Doch nicht sein Hang zum Westen und zur Moderne bestimmte seine Politik, sondern sein Hass auf den Islam und die Muslime und der Auftrag, den er von den Kolonialm\u00e4chten hatte. Der Grad seines Islamhasses wird deutlich an seinen radikalen Ma\u00dfnahmen, die jeden Rahmen sprengten. Mit ihnen wollte er nicht nur das verbieten, was der Islam vorschrieb, sondern auch das, was zu den zivilisatorischen Erscheinungsformen in der islamischen Welt z\u00e4hlte. Dazu geh\u00f6rten beispielsweise Fes und Turban, die 1925 per Gesetz verboten wurden. Das Tragen dieser Kopfbedeckungen stellte Mustafa Kemal unter Strafe und schrieb stattdessen das Tragen eines westlichen Hutes vor, so, als w\u00fcrde pl\u00f6tzlich eine westliche Regierung das Basecap verbieten und das Tragen eines Turbans vorschreiben und das Zuwiderhandeln oder die Kritik mit Gef\u00e4ngnis oder Tod bestrafen. Muslime, die sich gegen dieses v\u00f6llig absurde Gesetz auflehnten, wurden hingerichtet. Mustafa Kemal wollte die Muslime dazu zwingen, sich \u00e4u\u00dferlich dem Westen zu unterwerfen. Die Bezeichnung Hutreform oder Hutrevolution t\u00e4uscht dar\u00fcber hinweg, dass Atat\u00fcrk den Muslimen die westliche Lebensweise einpr\u00fcgelte, weil er nicht wollte, dass der Islam an ihnen sichtbar bleibt. Er wollte sie auch \u00e4u\u00dferlich vom Islam wegf\u00fchren. Atat\u00fcrk selbst setzte sich einen Zylinder auf und stolzierte durch die Reihen der Muslime, die mit seiner westlichen Verkleidung nichts anfangen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 1926 f\u00fchrte Mustafa Kemal das Schweizer Zivilrecht ein und ersetzte die islamische Rechtsprechung. Der Islam sollte aus dem Alltag der Muslime vollst\u00e4ndig verschwinden, etwa durch die Einf\u00fchrung der standesamtlichen Ehe, um die G\u00fcltigkeit und Praktizierung der islamischen Eheschlie\u00dfung in der Gesellschaft aufzuheben. Die Muslime sollten ihre Angelegenheiten nicht mehr islamisch regeln und sie sollten vor allem die F\u00e4higkeit hierzu verlieren. Sie sollten nicht mehr auf die arabischen Offenbarungstexte zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen, um ein islamisches Leben f\u00fchren zu k\u00f6nnen. Aus diesem Grund nahm Mustafa Kemal 1928 die arabische Sprache ins Visier seiner islamfeindlichen Politik, weil das Verst\u00e4ndnis des Islam an die Kenntnis des Arabischen gekn\u00fcpft ist. Atat\u00fcrk reichte es nicht, dass die Muslime sich westlich kleideten. Der Kopf, der unter dem westlichen Hut steckte, sollte auch westlich denken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Osmanen hatten das Arabische als Amtssprache bereits abgeschafft und das Osmanische war eine eigene Sprache, d.&nbsp;h., die Osmanen sprachen gar kein Arabisch. Doch ihre Schriftzeichen waren arabisch und darin sah Atat\u00fcrk eine Gefahr. Wer mit den arabischen Schriftzeichen vertraut ist, ist auch in der Lage, den Koran zu lesen, auch wenn er ihn dadurch nicht automatisch versteht. F\u00fcr sein Projekt der Substituierung des Kalifats durch einen laizistischen Nationalstaat brauchte Atat\u00fcrk eine t\u00fcrkische Nationalsprache und bettete die Abschaffung der arabischen Schrift und die Ersetzung arabischer W\u00f6rter in seinen vorgegaukelten Befreiungskampf ein. Er verk\u00fcndete: \u201eDie t\u00fcrkische Nation, die ihr Land und ihre erhabene Freiheit zu sch\u00fctzen wusste, muss auch ihre Muttersprache vom Joch der fremden Sprachen befreien.\u201c Mustafa Kemal erfand eine t\u00fcrkische Nation und er erfand eine t\u00fcrkische Nationalsprache. Obwohl eine Expertenkommission ihm riet, seine \u201eSprachreform\u201c innerhalb von Jahren zu vollziehen, befahl er, sie innerhalb von Wochen durchzuf\u00fchren \u2013 ein \u00fcberaus brutales Vorgehen gegen eine Gesellschaft. Ein Komitee erarbeitete innerhalb weniger Monate ein Alphabet, das das arabische Alphabet ersetzen sollte. Am 3. November 1928 wurde schlie\u00dflich das arabische Alphabet per Gesetz verboten und das lateinische Alphabet eingef\u00fchrt. Weigerten sich Lehrer, die lateinische Schrift zu verwenden, wurden sie einfach entlassen. Der Westen kritisiert Atat\u00fcrks Brachialmethoden so gut wie gar nicht. Diese Gewalt gegen das Volk wird sogar positiv aufgefasst und als Alphabetisierung der Gesellschaft deklariert. W\u00e4re der Anteil an Analphabeten auf das arabische Alphabet zur\u00fcckzuf\u00fchren gewesen, w\u00e4re es n\u00e4herliegend, das arabische Alphabet zu vereinfachen, anstatt es durch ein v\u00f6llig neues und der Bev\u00f6lkerung unbekanntes Alphabet zu ersetzen. Oder sollte ein Analphabet in der neuen Republik mit der lateinischen Schrift vertrauter gewesen sein als mit der arabischen, die seit Jahrhunderten in Anatolien in Gebrauch war? K\u00e4me irgendein europ\u00e4ischer Staat pl\u00f6tzlich auf die Idee, die lateinische Schrift durch die arabische zu ersetzen und s\u00e4mtliche Schulb\u00fccher mit der neuen Schrift drucken zu lassen, g\u00e4be es einen riesigen Aufschrei und Widerstand in der Bev\u00f6lkerung. Warum sollte die Reaktion von Muslimen anders sein, wenn man ihnen eine fremde Schrift aufzwingt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl Mustafa Kemal ein brutaler Diktator war, der nur die Loyalit\u00e4t gegen\u00fcber den Kolonialm\u00e4chten kannte, die ihn explizit f\u00fcr die Durchsetzung ihrer Interessen zurechtgebogen hatten, hat er bis heute seine Anh\u00e4nger. Er hat Generationen von Muslimen den gr\u00f6\u00dften Schaden zugef\u00fcgt und die gegenw\u00e4rtige Situation in der islamischen Welt herbeigef\u00fchrt. Es ist v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich und nicht mit dem Islam vereinbar, ein Bef\u00fcrworter Atat\u00fcrks zu sein, denn er zerst\u00f6rte alles, was der Prophet (s.) in Erf\u00fcllung einer islamischen Pflicht aufgebaut hatte. Wir d\u00fcrfen Atat\u00fcrk nicht nach westlichem Ma\u00dfstab bewerten \u2013 selbst danach k\u00e4me er bei einer ehrlichen Beurteilung nicht gut weg \u2013, sondern m\u00fcssen islamische Kriterien anwenden. Aus islamischer Sicht finden sich keine mildernden Umst\u00e4nde, die Atat\u00fcrk in irgendeiner Form entlasten k\u00f6nnten. Es gibt kein Argument, das f\u00fcr ihn spr\u00e4che. Was er tat, ist unverzeihlich, und egal, wie viele Verr\u00e4ter nach ihm kamen und nach ihm kommen werden, kann niemand seinen Verrat am Islam und den Muslimen \u00fcbertreffen. Darin ist er tats\u00e4chlich einzigartig. Mustafa Kemal blieb bis zum Schluss ein eingefleischter Feind des Islam, der 1938, passend zu seiner Biographie, an Leberzirrhose starb.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte der Muslime war von Anfang an gekn\u00fcpft an das Kalifat als Staatsform.<\/p>\n","protected":false},"author":92,"featured_media":498,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[263,1415,2556],"class_list":["post-10585","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichte","tag-atatuerk","tag-kalifat","tag-tuerkei"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10585","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/92"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10585"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10585\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/498"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10585"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10585"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10585"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}