{"id":10517,"date":"2020-08-28T00:00:00","date_gmt":"2020-08-27T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10517"},"modified":"2020-08-28T00:00:00","modified_gmt":"2020-08-27T22:00:00","slug":"die-spannungen-im-oestlichen-mittelmeer-ursachen-und-loesungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10517","title":{"rendered":"Die Spannungen im \u00f6stlichen Mittelmeer Ursachen und L\u00f6sungen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Spannungen zwischen der T\u00fcrkei und Griechenland haben sich zugespitzt, nachdem die T\u00fcrkei ein Forschungsschiff, eskortiert von der Kriegsmarine, in die von ihr beanspruchte \u201eausschlie\u00dfliche Wirtschaftszone\u201c (AWZ) schickte, um \u00d6l- und Erdgasvorr\u00e4te zu erkunden. Die Entdeckung riesiger Erdgasvorkommen im \u00f6stlichen Mittelmeer hatte in den vergangenen Jahren zu Konflikten zwischen beiden Staaten gef\u00fchrt. Der Zionistenstaat &#8211; Usurpator Pal\u00e4stinas &#8211; hatte bereits damit begonnen, im gro\u00dfen Stil Erdgas zu f\u00f6rdern und mit Griechenland und Zypern- unterst\u00fctzt von Europa \u2013 am 04.01.2020 ein Abkommen zum Bau einer Unterwasserpipeline unterzeichnet. Mit ihr soll Erdgas nach Europa bef\u00f6rdert werden. Die Pipeline soll im Jahr 2025 in Betrieb gehen und eine Jahreskapazit\u00e4t von 10 Milliarden Kubikmeter umfassen. Erw\u00e4hnenswert ist dabei, dass die beiden Regime Jordaniens und \u00c4gyptens zuvor schon separate Abkommen mit dem Zionistenstaat unterzeichnet hatten, um von diesem Erdgas zu beziehen. Dies, trotz des Widerstands der Muslime in beiden L\u00e4ndern, die diese Abkommen als Verrat und als Normalisierung der Beziehungen zum Usurpator betrachten. Ein Umstand, der den Zionistenstaat nur st\u00e4rken w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Griechenland, das die Unterst\u00fctzung der Europ\u00e4ischen Union hinter sich hat, behauptet, die t\u00fcrkischen Gasexplorationen in der Region seien illegal, da diese Zone zum griechischen Hoheitsgew\u00e4sser geh\u00f6re. Das t\u00fcrkische Erkundungsschiff befuhr die Gew\u00e4sser zwischen den beiden Inseln Zypern und Kreta. Nicht weit davon entfernt befand sich auch eine Anzahl griechischer Fregatten, von denen sich eine dem t\u00fcrkischen Forschungsschiff gen\u00e4hert haben soll, als sie am 13.08.2020 den Fahrtweg eines t\u00fcrkischen Marineschiffes kreuzte. Dabei soll es zu einer leichten Kollision zwischen der griechischen Fregatte und dem t\u00fcrkischen Schiff gekommen sein. Pr\u00e4sident Erdogan warnte Griechenland davor, die t\u00fcrkischen Schiffe als Zielscheibe zu betrachten. Wer sie angreife, werde einen hohen Preis bezahlen, drohte er. Dass Athen dort Rechte einfordere, sei \u201emit Verstand und Vernunft nicht zu erkl\u00e4ren\u201c. Weiter betonte er: \u201eWir werden niemandes Rechte verletzen. Aber wir werden auch nicht anderen Staaten erlauben, unsere Rechte zu verletzen.\u201c Die Haltung, die Griechenland in der \u00c4g\u00e4is und im Mittelmeer an den Tag lege, sei heimt\u00fcckisch, so der t\u00fcrkische Staatspr\u00e4sident.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frankreich hat sich offen auf die Seite Griechenlands gestellt und \u201evor der Insel Kreta \u00dcbungsman\u00f6ver zusammen mit griechischen Streitkr\u00e4ften durchgef\u00fchrt\u201c. Das sollte \u201eder erste Beweis daf\u00fcr sein, dass Pr\u00e4sident Macron sich an die Ank\u00fcndigung h\u00e4lt, vor\u00fcbergehend verst\u00e4rkte franz\u00f6sische Pr\u00e4senz im \u00f6stlichen Mittelmeer zu zeigen.\u201c Frankreich hatte zwei Kampfjets vom Typ <em>Rafale<\/em> und die Fregatte <em>La Fayette<\/em> ins \u00f6stliche Mittelmeer entsandt\u201c. Paris rief die T\u00fcrkei auf, \u201edie Suche nach \u00d6l- und Erdgas in den umstrittenen Gew\u00e4ssern zu stoppen.\u201c Der griechische Regierungschef Mitsotakis besprach die Lage am 12.08.2020 telefonisch mit Macron und lie\u00df anschlie\u00dfend \u00fcber Twitter wissen: \u201eMacron ist ein wahrer Freund Griechenlands und ein enthusiastischer Verteidiger europ\u00e4ischer Werte und des internationalen Rechts.\u201c Und so begann Griechenland mit unmittelbarer franz\u00f6sischer und allgemeiner europ\u00e4ischer Unterst\u00fctzung, die T\u00fcrkei zu provozieren. Die EU-Au\u00dfenminister kamen am 14.08.2020 zu einer Sitzung zusammen und stellten sich geschlossen hinter Griechenland. Ankaras Aktionen betrachteten sie als \u201eaggressiv und gef\u00e4hrlich\u201c. Dabei haben Europa und vor allem Frankreich in der Versch\u00e4rfung des Konflikts eine Chance gewittert, ihren Einfluss im \u00f6stlichen Mittelmeer auszubauen und die dort befindlichen Rohstoffe zu pl\u00fcndern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutschland seinerseits hat die Vermittlerrolle \u00fcbernommen, um sich als wichtiger Akteur zu inszenieren und eine international relevante Position einzunehmen. So hat Bundeskanzlerin Merkel zwei Telefonate mit Erdogan und Mitsokakis gef\u00fchrt und zur Deeskalation und Beruhigung der Lage aufgerufen. Erdogan zeigte sich daraufhin dialogbereit und stimmte Gespr\u00e4chen zur Entspannung der Lage zu. Er hoffe, so Erdogan, Merkel k\u00f6nne Mitsokakis vom selben Ziel \u00fcberzeugen. Das t\u00fcrkische Schiff werde die Erkundungsarbeiten bis zum 23. August fortsetzen, was bedeutet, dass die T\u00fcrkei es nicht so ernst meint mit der weiteren Erkundung und bereit ist, zwecks einer Deeskalation, die Bohrungen nach \u00d6l und Gas zu stoppen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was die USA betrifft, so haben sie \u201ebeide Seiten zur Wiederaufnahme direkter Verhandlungen gedr\u00e4ngt\u201c. Mit anderen Worten: Die USA haben sich nicht hinter Griechenland gestellt, wie es die europ\u00e4ischen Staaten taten, insbesondere wie Frankreich es tat, das Streitkr\u00e4fte dorthin entsandte. Anschlie\u00dfend telefonierte Macron mit seinem amerikanischen Amtskollegen, um mit ihm die Lage zu besprechen. Das Wei\u00dfe Haus begn\u00fcgte sich daraufhin mit der Erkl\u00e4rung: \u201eBeide Pr\u00e4sidenten brachten ihre Sorge \u00fcber die Eskalation zwischen der T\u00fcrkei und Griechenland zum Ausdruck und verst\u00e4ndigten sich auf die Notwendigkeit weiterer Verhandlungen zwischen beiden Seiten.\u201c Das zeigt, dass die USA die franz\u00f6sische Milit\u00e4raktion im Grunde ablehnen und nicht wirklich auf Griechenlands Seite stehen, wodurch sich Macron veranlasst sah, direkt mit Trump zu telefonieren. Denn die USA akzeptieren keinerlei europ\u00e4ische Dominanz im \u00f6stlichen Mittelmeer und sind bestrebt, diese einzud\u00e4mmen und ihre eigene Hegemonie auszubauen. Sie bem\u00fchen sich auch darum, Gro\u00dfbritannien aus Zypern zu verjagen. Da werden sie sicherlich keine franz\u00f6sische Pr\u00e4senz unter dem Vorwand, Griechenland als EU-Mitgliedsstaat unterst\u00fctzen zu wollen, dulden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der t\u00fcrkische Verteidigungsminister Hulusi Akar machte darauf aufmerksam, dass \u201edas Abkommen von Lausanne als eines der grundlegenden v\u00f6lkerrechtlichen Dokumente\u201c gelte, das die griechisch-t\u00fcrkischen Beziehungen regle. Er f\u00fcgte hinzu: \u201eLaut diesem Vertrag m\u00fcssen 16 von 23 Inseln entmilitarisiert sein. Beide Seiten haben ihn unterzeichnet. Trotzdem wissen wir alle, dass die 16 Inseln militarisiert sind. Und das ist g\u00e4nzlich unvereinbar mit dem internationalen Recht. Das \u00e4gyptisch-griechische Abkommen \u00fcber die Festlegung der Seegrenzen hat gesetzlich keine Basis\u2026 Die Insel Kastellorizo ist zwei Kilometer von der T\u00fcrkei entfernt, w\u00e4hrend sie vom eigentlichen griechischen Festland 580 Kilometer entfernt liegt. Sie hat eine Fl\u00e4che von zehn Quadratkilometer und die T\u00fcrkei verf\u00fcgt \u00fcber eine K\u00fcstenl\u00e4nge von 1800 Kilometern\u2026 Der Dialog ist das einzige Mittel zur L\u00f6sung der Probleme zwischen den Staaten. T\u00fcrkische und griechische Experten haben sich zweimal in Athen und einmal in Ankara getroffen und wir haben den Griechen angeboten, ein viertes Treffen in Ankara abzuhalten\u201c. Das belegt, dass die T\u00fcrkei nicht an eine R\u00fcckforderung dieser Region denkt, die ihr weggenommen wurde. Und sie ist nicht ernsthaft bestrebt, die Gasexplorationen unter allen Umst\u00e4nden fortzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das t\u00fcrkische Regime zur Zeit Mustafa Kemals hat die \u00e4g\u00e4ischen Inseln, die sich in sehr gro\u00dfer Entfernung zu Griechenland, jedoch nahe der t\u00fcrkischen Grenze befinden, an die Griechen abgetreten. So hat sich Mustafa Kemal des vielfachen Verrats schuldig gemacht, als er auf diese Inseln sowie auf den Rest der islamischen L\u00e4nder mit dem Vertrag von Lausanne verzichtete. Erdogan ignoriert diese Wahrheiten und tut nichts daf\u00fcr, diesen Hochverrat unwirksam zu machen. Mehr noch: Er ist selbst Mitglied des Kreuzfahrer-B\u00fcndnisses und zusammen mit Griechenland und Frankreich Teil der Nato.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die einzige L\u00f6sung, die es f\u00fcr die T\u00fcrkei im Grunde gibt, ist, aus der Nato auszutreten. Deren Mitglieder stellen sich ohnehin in jeder Angelegenheit gegen die T\u00fcrkei. Das Land hat dem Westen wertvolle, unentgeltliche Dienste geleistet, wie z.\u00a0B. im Koreakrieg, und sogar dann, als es gegen Muslime ging, wie in Afghanistan, im Irak, in Syrien und in Somalia. Zudem sollte die T\u00fcrkei den Vertrag von Lausanne au\u00dfer Kraft setzen. Dieses Abkommen wurde nicht vom Kalifat, das der Repr\u00e4sentant der Muslime ist, unterzeichnet, sondern von der islamfeindlichen, illegitimen Regierung Mustafa Kemals, die mit Unterst\u00fctzung des westlichen Kolonialismus gegr\u00fcndet wurde. Mit der Wiedererrichtung des Kalifats wird \u2013 so Gott will &#8211; das gesamte Mittelmeer erneut zu einem islamischen Gew\u00e4sser, wie es dies jahrhundertelang gewesen ist. Dann wird das \u00d6l und Erdgas, das dort gef\u00f6rdert wird, allen Muslimen, ja allen Menschen im islamischen Staat zugute kommen. Das wird aber nur m\u00f6glich sein, wenn wir uns auf den Islam als Lebensordnung, als g\u00f6ttlich offenbartes politisches System zur\u00fcckbesinnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Spannungen zwischen der T\u00fcrkei und Griechenland haben sich zugespitzt, nachdem die T\u00fcrkei ein Forschungsschiff, eskortiert von der Kriegsmarine, in die von ihr beanspruchte \u201eausschlie\u00dfliche Wirtschaftszone\u201c (AWZ) schickte, um \u00d6l- und Erdgasvorr\u00e4te zu erkunden.<\/p>\n","protected":false},"author":20,"featured_media":1581,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[1106,1798,317,2556],"class_list":["post-10517","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ausland","tag-griechenland","tag-mittelmeer","tag-oestlichen","tag-tuerkei"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10517","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/20"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10517"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10517\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1581"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10517"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10517"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10517"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}