{"id":10465,"date":"2020-03-15T00:00:00","date_gmt":"2020-03-14T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10465"},"modified":"2020-03-15T00:00:00","modified_gmt":"2020-03-14T23:00:00","slug":"als-ein-muslimischer-befehlshaber-die-tore-chinas-erreichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10465","title":{"rendered":"Als ein muslimischer Befehlshaber die Tore Chinas erreichte"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das besetzte Ostturkestan (Xinjiang &#8211; Westchina) hat eine Versch\u00e4rfung der Repressionen durch das chinesische Regime erlebt. Alles, was den Islam betrifft, wird kriminalisiert \u2013 vom <em>\u1e25i\u01e7\u0101b<\/em>, dem Tragen eines Bartes, bis hin zum Gebet. Muslime werden in Massenkonzentrationslagern zusammengetrieben, muslimische Frauen werden mit chinesischen M\u00e4nnern zwangsverheiratet, Organe werden gewaltsam entnommen und historische Moscheen werden entweiht oder gar v\u00f6llig zerst\u00f6rt. Gem\u00e4\u00df der Beschreibung des Gesandten Allahs (s), sieht so die Situation der Umma aus, wenn der sch\u00fctzende Schild des Kalifats nicht mehr existiert. Erinnern wir uns an die Furcht der chinesischen Herrscher vor den Muslimen, als dieser Schild noch vorhanden war. Die Annalen von a\u1e6d-\u1e6cabar\u012b erz\u00e4hlen von der Zeit, als die Muslime nach China gingen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der muslimische Befehlshaber Ab\u016b \u1e24af\u1e63 Qutaiba ibn Ab\u012b \u1e62\u0101li\u1e25 Muslim ibn \u02bfAmr al-B\u0101hil\u012b er\u00f6ffnete Turkestan \u2013 den Westen Zentralasiens und dessen zwei Gro\u00dfst\u00e4dte, Samarkand und Buchara im Jahr 94 nach der Hi\u01e7ra. Im Anschluss darauf wandte er sich dem Osten zu, bis er die damalige Hauptstadt Ostturkestans, Kashgar erreichte, welche China heute als Xinjiang betitelt, und beendete dessen Er\u00f6ffnung im Jahr 95 nach der Hi\u01e7ra. Sodann machte er vor den Toren Chinas halt. An diesem Punkt kn\u00fcpfen wir nun an die Geschichte von a\u1e6d-\u1e6cabar\u012b an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eQutaiba drang weit vor, bis er sich China n\u00e4herte. Der K\u00f6nig Chinas schrieb an Qutaiba: \u201aSchick uns einen der Noblen, der von euch ist, damit er uns von euch erz\u00e4hlt und wir ihn \u00fcber eure Religion befragen k\u00f6nnen.\u2018 Qutaiba w\u00e4hlte zw\u00f6lf aus seiner Armee aus verschiedenen St\u00e4mmen \u2013 gutaussehende, kr\u00e4ftige M\u00e4nner, wortgewandt, behaart und mutig \u2013 nachdem er sich nach ihnen erkundigt hatte und sie als die besten unter ihnen an Weisheit empfand.\u201c<\/em> A\u1e6d-\u1e6cabar\u012b beschreibt weiter, wie Qutaiba dann <em>\u201ebefahl, sie mit Waffen, feiner Seide, bestickten Kleidungsst\u00fccken, weicher, feiner, wei\u00dfer Kleidung, Sandalen und Parf\u00fcm gut auszur\u00fcsten\u201c<\/em>. Qutaiba lie\u00df sie dann auf edle Pferde aufsitzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einer der Delegierten, Hubaira al-Kil\u0101b\u012b, wurde von Qutaiba gefragt: <em>\u201eO Hubaira wie willst du das durchf\u00fchren?\u201c<\/em> Hubaira antwortete, dass er tun werde, was Qutaiba w\u00fcnschte. Qutaiba ordnete daraufhin an: <em>\u201eGeht mit Gottes Segen; durch Gott kommt der Erfolg. Entfernt eure Turbane nicht, ehe ihr das Land des K\u00f6nigs erreicht habt. Wenn ihr in seine Gegenwart kommt, teilt ihm mit, dass ich geschworen habe, nicht abzureisen, bis ich ihr Land betrete, die H\u00e4lse ihrer K\u00f6nige in Ketten lege und ihre Steuern einziehe.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eAls sie ankamen, schickte der K\u00f6nig nach ihnen um sie zusammen zu rufen. Sie badeten sich und legten wei\u00dfe Kleidung mit Tuniken an, trugen Parf\u00fcm auf, zogen Sandalen und feine Oberbekleidung an und traten in Gegenwart des K\u00f6nigs ein; bei ihm waren hochrangige Beamte seines K\u00f6nigreichs anwesend. Sie setzten sich, doch weder der K\u00f6nig noch seine Begleiter sprachen zu ihnen, sodass die Muslime dann aufstanden und gingen. Der K\u00f6nig fragte diejenigen, die anwesend waren: \u201aWas haltet ihr von diesen Leuten?\u2018 Sie sagten: \u201aWir denken, dass diese Menschen nichts anderes als Frauen sind&#8230;\u2018\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eAm n\u00e4chsten Tag schickte der K\u00f6nig nach ihnen und sie zogen Gew\u00e4nder, feine Turbane, sowie lange, mit Ornamenten verzierte Umh\u00e4nge (ma\u1e6d\u0101rif) \u00fcber, und gingen am Morgen zu ihm. Als sie in seiner Gegenwart eintraten, wurde ihnen gesagt \u201akehrt zur\u00fcck\u2018. Der K\u00f6nig fragte dann seine Beamten: \u201aWas haltet ihr von dieser Bekleidung?\u2018 Sie sagten: \u201aDiese Bekleidung gleicht mehr der Kleidung von M\u00e4nnern als die erste. Sie sind in der Tat M\u00e4nner.\u2018\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eAm dritten Tag schickte der K\u00f6nig nach ihnen und sie schnallten sich die Waffen um, setzten ihre Kopfbedeckung und ihre Helme auf, bewaffneten sich mit ihren Schwertern, nahmen ihre Speere auf, schulterten ihre B\u00f6gen, stiegen auf ihre Pferde und gingen am Morgen zu ihm. Der K\u00f6nig von China blickte sie an und sah etwas, das dem Vorr\u00fccken von Bergen glich. Als sie sich ihm n\u00e4herten, befestigten sie ihre Speere in der Erde. Dann gingen sie auf den K\u00f6nig und seine Beamten zu, wobei sie ihre Gew\u00e4nder zurechtr\u00fcckten. Bevor sie eintreten konnten, wurde ihnen mitgeteilt, dass sie zur\u00fcckkehren sollten wegen der Angst, die in die Herzen des K\u00f6nigs und seiner Beamten eingedrungen war.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eSie gingen fort; sie stiegen auf ihre Pferde, nahmen ihre Speere auf und eilten auf ihren Pferden zur\u00fcck, als ob sie sich gegenseitig mit ihnen verfolgen w\u00fcrden. Der K\u00f6nig sagte zu seinen Beamten: \u201aWas haltet ihr von ihnen?\u2018 Sie sagten: \u201aSo etwas haben wir noch nie gesehen.\u2018 Am Abend schickte der K\u00f6nig eine Botschaft an sie: \u201aSchickt mir euren F\u00fchrer, den w\u00fcrdigsten unter euch als Mann. Sie schickten Hubaira zu ihm. Als Hubaira den K\u00f6nig erreichte, sagte der K\u00f6nig zu ihm: \u201aIhr habt die Macht meiner Herrschaft gesehen, und niemand kann euch vor mir sch\u00fctzen, solange ihr in meinem Land seid. Ihr seid wie ein Ei, dass ich mit meiner Faust umschlie\u00dfe. Ich werde euch etwas fragen, und wenn ihr mir nicht die Wahrheit sagt, so werde ich euch t\u00f6ten.\u2018 So sagte Hubaira: \u201aFrag!\u2018 Der K\u00f6nig sagte daraufhin: \u201aWas hatte es mit eurer Bekleidung am ersten, zweiten und dritten Tag auf sich?\u2018<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Hubaira antwortete daraufhin:<\/em><em>\u201aAm ersten Tag trugen wir das, was wir in unseren Familien tragen, am zweiten Tag das, was wir tragen, wenn wir zu unseren Befehlshabern gehen. Was den dritten Tag betrifft, so ist das unsere Bekleidung f\u00fcr unsere Feinde, denn wenn wir provoziert werden, kleiden wir uns auf diese Weise.\u2018\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihre Art und Weise sich zu bekleiden erwies sich als Sinnbild f\u00fcr die drei Optionen, die den Bewohnern des Landes, das die Muslime er\u00f6ffnen wollen, gegeben wird, n\u00e4mlich erstens den Islam akzeptieren und zu einem Teil unserer Familie werden, zweitens die <em>\u01e7izya<\/em> bezahlen und akzeptieren, vom Islam regiert zu werden (aus diesem Grund die politische Kleidung) und drittens der Krieg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daraufhin wies der K\u00f6nig Hubaira an: <em>\u201e\u201aKehrt zu eurem Herrn zur\u00fcck und teilt ihm mit er soll uns verlassen, denn ich kenne seine Gier und die geringe Zahl seiner Gef\u00e4hrten; andernfalls werde ich jemanden gegen euch schicken, der sowohl euch als auch ihn zerst\u00f6ren wird.\u2018 Hubaira sagte daraufhin: \u201aWie kann man behaupten, dass jemand, dessen Kavallerie in eurem Land ist, w\u00e4hrend sich die Letzten dieser an Orten befinden, in denen Olivenb\u00e4ume wachsen, eine kleine Anzahl von Gef\u00e4hrten hat? Wie kann man jemandem wie ihm, der die Welt, die er kontrolliert, hinter sich lie\u00df und gegen euch milit\u00e4risch vorgeht, Gier unterstellen? Was euren Versuch anlangt, uns mit dem Tod abschrecken zu wollen: Uns wurden festgelegte Lebensspannen zugeteilt; wenn ihr Ende sich n\u00e4hert, so ist das nobelste Ende get\u00f6tet zu werden. Wir lehnen es nicht ab und f\u00fcrchten dieses auch nicht.\u2018 Daraufhin fragte der K\u00f6nig: \u201aWas wird deinen Herrn (Qutaiba) zufrieden stellen?\u2018 Hubaira antwortete: \u201aEr hat einen Eid geschworen, dass er nicht abreisen wird, bis er dein Land betritt, eure K\u00f6nige in Ketten legt und Steuern eintreibt.\u2018\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eDer K\u00f6nig bot daraufhin an: \u201aWir werden ihn von seinem Eid befreien. Wir werden ihm etwas Erde aus der Erde unseres Landes zu kommen lassen, damit er darauf treten kann; wir werden ihm einige unserer S\u00f6hne schicken, damit er ihre H\u00e4lse in Ketten legen kann; und wir werden ihm eine Steuer schicken, damit er zufrieden ist\u2018. So berichtete der Erz\u00e4hler, dass der K\u00f6nig dann einige Schalen aus Gold mit Erde darin zu sich bringen lie\u00df und Seide, Gold und vier junge M\u00e4nner, die S\u00f6hne von unter ihm stehenden Adligen, entsandte. Er entlie\u00df sie f\u00fcr ihre Abreise und \u00fcberreichte ihnen Geschenke, worauf sie loszogen und Qutaiba mit dem, was der K\u00f6nig geschickt hatte, erreichten. Qutaiba akzeptierte die Steuer, legte die H\u00e4lse der K\u00f6nigss\u00f6hne in Ketten, befreite sie wieder und trat auf die Erde.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das chinesische Regime soll wissen, dass der Befehlshaber des zweiten rechtgeleiteten Kalifats solch ein Angebot nicht annehmen wird, insbesondere deshalb, weil es einen V\u00f6lkermord an den Muslimen in Ostturkestan begeht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das besetzte Ostturkestan (Xinjiang &#8211; Westchina) hat eine Versch\u00e4rfung der Repressionen durch das chinesische Regime erlebt. 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