{"id":10082,"date":"2016-12-24T00:00:00","date_gmt":"2016-12-24T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10082"},"modified":"2016-12-24T00:00:00","modified_gmt":"2016-12-24T00:00:00","slug":"der-sieg-trumps-bei-den-us-wahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10082","title":{"rendered":"Der Sieg Trumps bei den US-Wahlen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Frage:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich habe eine Frage, f\u00fcr die ich keine plausible Antwort finde: Wie konnte Trump mit so gro\u00dfem Vorsprung Clinton abh\u00e4ngen, obwohl die Umfrageergebnisse, die den Wahlen vom 8.11.2016 vorausgingen, auf einen deutlichen Vorsprung Clintons hindeuteten? Auch war der Ton in Trumps Wahlkampf aggressiv und gegen alle Fronten gerichtet: gegen Europa, gegen China, gegen Saudi-Arabien, gegen die Muslime allgemein, und selbst gegen Korea, w\u00e4hrend es lobende Worte f\u00fcr Russland und Assad gab&#8230; Bedeutet es also, dass ein Wechsel in der US-Politik stattfinden wird, insbesondere, was die Syrienfrage betrifft? Sei gedankt und m\u00f6ge Allah Dir dies mit Lohn vergelten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Antwort:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit die Antworten auf die oben gestellten Fragen nachvollzogen werden k\u00f6nnen, ist die Darlegung folgender Punkte wichtig:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Das Wahlsystem in Amerika unterscheidet sich von dem \u00fcblichen Verfahren, das auf der Meinung der B\u00fcrger und dem Stimmenverh\u00e4ltnis beruht. Jeder der Bundesstaaten verf\u00fcgt \u00fcber eine bestimmte Anzahl von Wahlleuten im Wahlm\u00e4nnergremium (Electoral College), das aus 538 Mitgliedern besteht. Der Kandidat, der in einem Staat die Mehrheit der Stimmen auf sich vereint, auch wenn es sich nur um einen einzigen Prozent Vorsprung handelt, dem geh\u00f6ren die Stimmen aller Wahlm\u00e4nner. Handelt es sich zum Beispiel um einen Bundesstaat mit zwei Millionen Einwohnern, der \u00fcber 20 Wahlm\u00e4nner im Electoral College verf\u00fcgt und hat einer der Kandidaten beispielsweise 51% der Wahlm\u00e4nnerstimmen f\u00fcr sich verbuchen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend der andere nur 49% der Stimmen erhalten hat, so geh\u00f6ren dem 51%-Kandidaten die Stimmen aller Wahlm\u00e4nner und nicht nur der Prozentanteil, mit dem er gesiegt hat. Das hei\u00dft also, er w\u00fcrde nicht nur 11 Stimmen (51% von 20 w\u00e4ren 10.2) erhalten, w\u00e4hrend der Zweite 9 erh\u00e4lt, sondern die Stimmen aller 20 Wahlm\u00e4nner.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und so kann ein Kandidat Sieger nach Mehrheit der Stimmen der einfachen W\u00e4hler sein, jedoch nicht nach der Mehrheit im Electoral College. Denn dies h\u00e4ngt von der Bev\u00f6lkerungsst\u00e4rke des Bundesstaates ab, von der Anzahl der Wahlm\u00e4nner dieses Bundesstaates im Electoral College und von dem Vorsprung des jeweiligen Kandidaten<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Umfrageergebnisse hingegen ber\u00fccksichtigen ausschlie\u00dflich die Stimmen der einfachen Menschen, nicht die der Wahlm\u00e4nner. Daher deckt sich, wie wir zuvor aufgezeigt haben, die Stimmenmehrheit der einfachen W\u00e4hler nicht mit jener der Wahlm\u00e4nner. Und genau dies ist eingetreten: Clinton siegte nach W\u00e4hlerstimmen. Sie erreichte mit 60.556.142 Stimmen 47,6% der W\u00e4hlerstimmen, w\u00e4hrend sie 232 Stimmen der Wahlm\u00e4nner gewann. Trump erlangte hingegen mit 60.116.240 Stimmen zwar 47.3% und damit weniger W\u00e4hlerstimmen, doch gesiegt hat er aufgrund der Mehrheit der Stimmen im Electoral College mit 306 Wahlm\u00e4nnerstimmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies zum einen. Zum anderen werden die Kandidaten von politischen, finanziellen und sicherheitspolitischen Einflussfaktoren begleitet. Auch das Handeln der Kandidaten, das jeden Wert au\u00dfer Acht l\u00e4sst, spielt eine Rolle. So nutzt jeder Kandidat all seine Energie, egal, ob sie positiven oder negativen Zwecken dient. Dies alles beeinflusst das Wahlverhalten der Menschen. Dazu geh\u00f6rt zum Beispiel das Aufrollen der E-Mail-Aff\u00e4re Clintons (<i>FBI-Chef James Comey k\u00fcndigte elf Tage vor dem Wahltermin erneute Ermittlungen in der E-Mail-Aff\u00e4re an<\/i>. BBC, 13.11.2016), das die Wahlen beeinflusste. Clinton sprach sogar davon, dass \u201edie Ank\u00fcndigung Comeys wenige Tage vor den Wahlen, zur Nutzung ihres privaten E-Mail-Kontos in ihrer Zeit als Au\u00dfenministerin erneut Ermittlungen aufzunehmen, einen gro\u00dfen politischen Schaden f\u00fcr ihren Wahlkampf bedeutete.\u201c Sie f\u00fcgte hinzu: \u201eDer Verdacht Comeys hatte keinerlei Basis, und er selber hat eingestanden, nichts Belastendes gefunden zu haben. Auf das Wahlergebnis hatte es jedoch eine negative Wirkung gehabt.\u201c (BBC, 13.11.2016)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus haben die Republikaner ein Klima geschaffen, wo der Ruf nach einem Wandel in Amerika die notwendige Konsequenz sein musste, damit Amerika aus der angeblich von den Demokraten verursachten internationalen Herabw\u00fcrdigung gerettet werde. Der Republikaner und Ex-Vizepr\u00e4sident Dick Cheney, verfasste zum Beispiel zusammen mit seiner Tochter, Liz Cheney, einer ehemaligen hochrangigen Mitarbeiterin des US-Au\u00dfenministeriums, das Buch \u201eAusnahme: Warum die Welt ein starkes Amerika braucht\u201c (<i>Exceptional: Why<\/i> <i>the World needs a Powerful America<\/i>). Ausz\u00fcge daraus wurden im vergangenen April (Reuters, 8.4.2016) ver\u00f6ffentlicht, bevor es im September, also zwei Monate vor der Wahl, auf den Markt kam. Dort sagt er: \u201eW\u00e4hrend wir mit der eindeutigen und existenten Gefahr einer rapide steigenden terroristischen Bedrohung konfrontiert sind, hat Pr\u00e4sident Obama leider f\u00fcr eine dramatische Verkleinerung unserer St\u00e4rke gesorgt. Er hat Amerikas Verb\u00fcndete fallen lassen und unsere Feinde ermutigt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daneben sind Finanzeliten am Werk, es wirken auch politisch-geheimdienstliche Einfl\u00fcsse und nicht sichtbare Kr\u00e4fte, die hinter den Kulissen der jeweiligen Kandidaten arbeiten. Nicht zu vergessen ist die j\u00fcdische Lobby, die man ausnutzt, um ihre Stimmen zu bekommen. Der j\u00fcdischen Nachrichtenseite \u201eIsrael heute\u201c vom 11.5.2016 sagte Trump in einem Interview, dass \u201eseine Liebe zu den Juden und zu ihrem Staat seit langer Zeit bestehe.\u201c Er sagte weiter: \u201eWir werden Israel besch\u00fctzen. Ihr d\u00fcrft nicht vergessen, dass Israel unser gro\u00dfer Hoffnungstr\u00e4ger in der Region ist. Daher ist Israel enorm wichtig.\u201c Er versprach, den Botschaftssitz der USA von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. In kapitalistischen Staaten und vor allem in den USA bedeutet Wahlkampf f\u00fchren, \u201eschmutzige W\u00e4sche\u201c zu waschen, und zwar von beiden Kandidaten. Man geht keinem Skandal aus dem Weg und l\u00e4sst keine Beleidigung und keine Verleumdung aus. Dazu geh\u00f6rt auch, das komplette S\u00fcndenregister der Bewerber zu durchforsten. Dieser Wahlkampf hat jedoch alles Dagewesene in den Schatten gestellt. Er hat deutlich das niedrige Niveau der Kandidaten und das ihrer Rhetorik demonstriert, und er war bestimmt von pers\u00f6nlichen Attacken und von ehrverletzenden Diffamierungen. F\u00fcr die sich zuspitzenden Probleme Amerikas aber konnten sie weder sichtbare Ideen noch effektive L\u00f6sungen vorweisen. Schlie\u00dflich haben viele der US-W\u00e4hler nur noch danach abgewogen, wer von den beiden Kandidaten das kleinere \u00dcbel sei. Das wiederum ist ein Indiz daf\u00fcr, dass sich die Vereinigten Staaten in einem Stadium des Verfalls befinden, zumal die Probleme eskalieren und das Land an wachsenden inneren und wirtschaftlichen Krisen leidet, abgesehen von der zunehmenden Spaltung innerhalb der amerikanischen Gesellschaft, die durch die Aussagen Trumps nur noch versch\u00e4rft wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So beschrieb etwa der Republikaner und fr\u00fchere US-Au\u00dfenminister Colin Powell den Pr\u00e4sidentschafts-Kandidaten der eigenen Partei, als \u201enationale Schande und internationalen Outsider.\u201c (BBC Arabic, 14.09.2016) Was Hillary Clinton betrifft, galt sie einigen als zu leichtfertig und als ungeeignet f\u00fcr das Pr\u00e4sidentenamt. Angelastet wird ihr das Benutzen ihres pers\u00f6nlichen E-Mail-Accounts f\u00fcr das Versenden vertraulicher Informationen in ihrer Zeit als US-Au\u00dfenministerin. Das FBI verh\u00f6rte die Pr\u00e4sidentschaftskandidatin \u201ezu ihrem E-Mail-Account, w\u00e4hrend ihrer Zeit als Au\u00dfenministerin [&#8230;] und das Justizministerium pr\u00fcft, ob es sich bei dieser Nachl\u00e4ssigkeit um ein Vergehen handelt [&#8230;].\u201c (BBC Arabic, 02.07.2016) Dies alles spiegelt den Niedergang wider, in den die USA hineinrutschen. Allein die Tatsache, dass die USA keine besseren Pr\u00e4sidentschafts-Kandidaten aufbieten konnten, ist Hinweis genug, dass Amerika vor dem Abgrund steht. So viel zum \u201eschmutzigen\u201c Wahlkampf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was die Frage betrifft, inwieweit die \u00c4u\u00dferungen ernst zu nehmen sind, so kann man dies fast verneinen. Und wenn, dann ist nur so viel Glaubhaftigkeit vorhanden, wie es der arroganten Art der Republikaner und dem falschen Spiel der Demokraten entspricht. Die Wahlkampfparolen k\u00f6nnen daher f\u00fcr die tats\u00e4chlich betriebene Politik des Kandidaten nach seiner Wahl nicht als wirkliches Kriterium gelten. Das ist sicht- und fassbar. Pr\u00e4sident Obama f\u00fchrte seinerzeit seinen Wahlkampf lautstark mit dem Versprechen, das Guantanamo-Gef\u00e4ngnis schlie\u00dfen zu wollen. Nun ist er inzwischen am Ende seiner beiden (!) Amtszeiten angelangt und nichts hat sich in dieser Sache getan. Und auch der Pr\u00e4sident in spe hat damit begonnen, seine eigenen Worte zu relativieren:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Im Dezember 2015 sprach sich Trump f\u00fcr \u201eein totales Einreiseverbot f\u00fcr Muslime in die USA aus, f\u00fcr die Einf\u00fchrung spezieller Ausweispapiere, in denen ihre Religionszugeh\u00f6rigkeit verzeichnet wird sowie f\u00fcr eine spezielle Datenbank. Er forderte au\u00dferdem, ihre Moscheen unter scharfe Beobachtung zu stellen\u201c. (BBC, 07.12.2015) Doch was seine Ank\u00fcndigung betrifft, sagte er dann: \u201eEs war lediglich ein Vorschlag \u2013 mehr nicht\u201c. (al-Jazeera, 11.11.2016). Allerdings wird er seine Drohungen gegen die Muslime und den Druck auf sie aufrechterhalten, auch wenn er seine Worte nicht in die Tat umsetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; In der Frage um das iranische Atomprogramm k\u00fcndigte Trump die Annullierung des Abkommens an, was allerdings nicht wirklich zu erwarten ist. Sicher wird er jedoch dem Iran gegen\u00fcber einen sch\u00e4rferen Ton anwenden, um den Menschen seine feindliche Gesinnung gegen\u00fcber dem Iran vorzugaukeln, w\u00e4hrend ihm indes bewusst ist, dass sich das Land im Dunstkreis der USA dreht und US-Politik umsetzt. Es zeigt, dass er seinen eigenen Worten widerspricht bzw. dass dieser Widerspruch beabsichtigt ist, um einerseits sein Gegen\u00fcber einzusch\u00fcchtern und andererseits den US-Amerikanern zu suggerieren und das Gef\u00fchl zu geben, er werde f\u00fcr sie etwas leisten, wozu andere nicht in der Lage waren. Zudem sieht es ganz nach einer Masche aus, um \u00fcber Schw\u00e4chen und Unzul\u00e4nglichkeiten Amerikas hinwegzut\u00e4uschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; In einem Interview mit CBS sagte der designierte Pr\u00e4sident, er werde fast drei Millionen illegale Einwanderer ausweisen lassen und f\u00fcgte hinzu: \u201eDas, was wir vorhaben, ist, kriminell gewordene Personen, Mitglieder von Banden und Drogenschmuggler hinauszuwerfen. Es handelt sich vielleicht um zwei oder drei Millionen Menschen. Wir werden sie deportieren oder in Gef\u00e4ngnisse stecken aber wir werden sie aus unserem Land schmei\u00dfen, denn sie halten sich illegal hier auf.\u201c Der k\u00fcnftige republikanische Pr\u00e4sident fuhr fort, dass nach \u201eSicherung\u201c der Grenzen, die Einwanderungsbeh\u00f6rden mit Beschl\u00fcssen hinsichtlich nichtregistrierter Einwanderer beginnen werden. Zu der Mauer, die zwischen den USA und Mexiko errichtet werden soll, sagte Trump, dass der geplante Wall m\u00f6glicherweise nicht komplett aus Beton erbaut werde, sondern zu Teilen aus Z\u00e4unen bestehen w\u00fcrde. Er betonte, dass \u201ees in Teilen vielleicht angemessener w\u00e4re, Z\u00e4une zu errichten, in einigen Arealen w\u00e4re der Bau einer Mauer jedoch sinnvoller. Ich bin exzellent in dem, was man aufbauen nennt.\u201c (al-Hurra, 13.11.2016). Es wird deutlich, wie er seine eigenen Worte verdreht. Nachdem er erkl\u00e4rt hatte, fast drei Millionen Menschen ausweisen zu wollen, beginnt er anschlie\u00dfend durch Interpretationen und durch Ausnahmen, zu relativieren. Auch in Sachen Zaun rudert er zur\u00fcck und differenziert jetzt zwischen Betonmauer und Zaun, was best\u00e4tigt, dass es zu seiner Masche geh\u00f6rt, anderen zu drohen und sie zu attackieren, aber gleichzeitig bereit zu sein, zur\u00fcck zu rudern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Zuvor wurde die Nato von Trump f\u00fcr \u201e\u00fcberfl\u00fcssig\u201c erkl\u00e4rt, und er machte darauf aufmerksam, dass eine Intervention Washingtons an der Seite seiner europ\u00e4ischen B\u00fcndnispartner im Falle eines russischen Angriffs, von der Beteiligung Europas am Nato-Budget abh\u00e4nge.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Derweil sprach der noch amtierende US-Pr\u00e4sident Barack Obama davon, dass \u201eTrump ihn dar\u00fcber in Kenntnis gesetzt habe, dass dieser einer starken Nato weiterhin verpflichtet bleibe. (BBC Arabi, 14.11.2016)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. Was die US-Politik in den Kernfragen aus der \u00c4ra des scheidenden Pr\u00e4sidenten anbelangt, wird, was die Grundlinien anbelangt, kein Kurswechsel stattfinden. Allenfalls der Stil wird sich \u00e4ndern. Denn das amerikanische System wird von verschiedenen Institutionen bestimmt, die mit variierenden Vollmachten ausgestattet sind. Hierzu geh\u00f6ren zum Beispiel der Pr\u00e4sident mit seiner Administration, das Pentagon, der Kongress, der Nationale Sicherheitsrat und die Sicherheitsbeh\u00f6rden. Sie haben einen Einfluss darauf, dass die US-Politik in den Grundz\u00fcgen halbwegs konstant bleibt, wobei der Stil variabel sein kann. Zum besseren Verst\u00e4ndnis, m\u00f6chte ich das Thema Syrien anf\u00fchren, das in der Frage angeschnitten wurde:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Obama hat Assad stets unterst\u00fctzt, ohne es jedoch offen zu proklamieren. Stattdessen sagte er S\u00e4tze wie: \u201eAssad hat in Syrien keine Zukunft.\u201c&#8230;\u201cKeine Verhandlungen mit Assad.\u201c \u2026\u201cWir sind nicht gegen Verhandlungen mit Assad, doch es wird keinen Platz f\u00fcr ihn in der \u00dcbergangsphase geben.\u201c\u2026\u201cWir sind nicht dagegen, dass er an der \u00dcbergangsphase beteiligt wird, doch er wird in der syrischen Regierung danach keine Rolle mehr spielen.\u201c Schlie\u00dflich sagte Obama \u201eWir haben keine Einw\u00e4nde, dass er an den Pr\u00e4sidentschaftswahlen teilnimmt!\u201c Trump hingegen \u00e4u\u00dferte sich geradeheraus: Assad f\u00fchrt einen Krieg gegen den Terrorismus und somit ist er ein effektiver Faktor. Priorit\u00e4t hat die Bek\u00e4mpfung des Terrorismus und nicht die Abl\u00f6sung Assads. Laut Guardian habe Trump erneut betont, dass seine favorisierte Politik im Umgang mit der Syrienkrise, ein gemeinsames B\u00fcndnis mit Russland und Syrien sei, um den IS zu zerschlagen. Laut Zitat aus dem Wallstreet Journal, behauptet Trump, Assad nicht ausstehen zu k\u00f6nnen, doch \u201edas St\u00e4rken seines Regimes ist der bessere Weg, den Extremismus zu bek\u00e4mpfen, der durch den B\u00fcrgerkrieg eine Bl\u00fctezeit erlebt und der eine Bedrohung f\u00fcr Amerika darstellt.\u201c (Jazeera, 13.11.2016)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine Meinung zur Syrienkrise hatte Trump bereits im vergangenen Juli in einem Interview preisgegeben, das die New York Times ver\u00f6ffentlichte. Dort sagte er: \u201eIch glaube, dass wir zuerst den IS loswerden m\u00fcssen, bevor wir Assad loswerden.\u201c W\u00e4hrend des Wahlkampfes sicherte er die Entsendung zehntausender US-Soldaten nach Syrien und in den Irak zu und sprach auch von zus\u00e4tzlichen Nato-Truppen zur Bek\u00e4mpfung des IS. Hierzu ver\u00f6ffentlichten die Nachrichtenagenturen am 4.11.2016 Aussagen Trumps, in denen er verk\u00fcndete: \u201eWir werden von der milit\u00e4rischen St\u00e4rke lediglich in den F\u00e4llen Gebrauch machen, wo es um vitale Angelegenheiten geht, die die nationale Sicherheit der USA betreffen [\u2026]\u201c Solch eine Aussage kommt von allen US-Pr\u00e4sidenten. Unter dem Vorwand der Wahrung nationaler Sicherheit, l\u00e4sst sich niemand von ihnen davon abhalten, gegen jedes Land brutal vorzugehen, auch wenn dies in ein offensichtliches L\u00fcgenkonstrukt gepackt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Obama hat der Opposition stets die Lieferung effektiver Waffen mit der Begr\u00fcndung vorenthalten, sie k\u00f6nnten den Terroristen in die H\u00e4nde fallen. Trump seinerseits sagt frei heraus, dass er der Opposition keine Waffen liefern werde. Es interessiere ihn nicht, ob sie zur Opposition gelangen oder nicht. Der Guardian berichtete von dem Vorsatz Trumps, die US-Unterst\u00fctzung f\u00fcr die bewaffnete syrische Opposition zu stoppen, obwohl sie einen Appell an ihn gerichtet hatten, sie zu unterst\u00fctzen. (Jazeera, 13.11.2016).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Obama h\u00e4lt, was die Syrienkrise betrifft, Europa auf Abstand. So hat er Europa von Lausanne ausgeschlossen und sie am darauffolgenden Tag in Form eines belanglosen Zusammentreffens vers\u00f6hnlich gestimmt. Trump hingegen schert sich nicht um das Wohlwollen Europas. Er br\u00fcllt Europa ins Gesicht, als w\u00e4re es ein Niemand! Die europ\u00e4ischen Reaktionen, die sich anschlie\u00dfen, prallen, trotz ihrer Sch\u00e4rfe, an ihm ab. So sagte Frankreichs Pr\u00e4sident Hollande \u00fcber Trump: \u201eIch empfinde Ekel vor ihm.\u201c Au\u00dfenminister Boris Johnson beschrieb ihn als \u201ev\u00f6llig von Sinnen\u201c. Italiens Ministerpr\u00e4sident Renzi sagte \u00fcber ihn, er sende eine Politik der Angst aus, w\u00e4hrend der europ\u00e4ische Parlamentspr\u00e4sident Martin Schulz \u00fcber ihn \u00e4u\u00dferte: \u201eTrump ist ein Problem f\u00fcr die ganze Welt, nicht nur f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union.\u201c (Al-Sharq-al-Awsat, 11.11.2016). Nachdem Trump erkl\u00e4rt hatte, Washington mache eine Intervention an der Seite seiner europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten im Falle einer russischen Aggression von der europ\u00e4ischen Finanzbeteiligung am Nato-Haushalt abh\u00e4ngig, antwortete die deutsche Verteidigungsministerin von der Leyen am 11.11.2016 dem ZDF: \u201eDas ist nicht so etwas, wo man sagt: Die Vergangenheit ist mir egal. Die Werte, die wir gemeinsam vertreten, sind mir egal, sondern ich gucke, wie viel Geld ich hinten rauskriege und ob ich einen guten Deal machen kann [\u2026]. Die Nato ist kein Gesch\u00e4ft. Das ist kein Unternehmen.\u201c (Reuters, 10.11.2016)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Obama st\u00fctzt sich, wenn es um seine brutalen Angriffe auf Syrien geht, auf Russland. Doch nach au\u00dfen demonstriert er stets seine Ablehnung, was die grausamen russischen Luftangriffe betrifft. Damit will er nichts anderes, als die Opposition t\u00e4uschen und hinters Licht f\u00fchren. Trump wiederum verl\u00e4sst sich ganz ungeniert auf Russland und l\u00e4sst sich lobend \u00fcber Putin aus. Mehr noch, er stellt ihn \u00fcber Obama und \u00fcber seine Konkurrentin Clinton. So sagt er \u00fcber Putin: \u201eEr hat weit mehr F\u00fchrungsst\u00e4rke gezeigt als unser Pr\u00e4sident.\u201c (BBC Arabic, 14.11.2016) Er fuhr fort, dass Putin Clinton an Klugheit \u00fcbertroffen h\u00e4tte und er ihr in Syrien voraus war. (Sky News Arabiya, 20.10.2016) Dabei kooperieren beide, sowohl Obama als auch Trump, mit Russland, zum Dienste amerikanischer Interessen, auch wenn sie sich im Stil unterscheiden. Hier kommt ihnen der Russland-Komplex zugute, denn Russland w\u00fcrde gerne zum Kreis der europ\u00e4ischen bzw. westlichen Staaten geh\u00f6ren und den Status sowie den Ruhm einer Gro\u00dfmacht wie zu Sowjetzeiten wiedererlangen. Und so tobte das russische Parlament vor Begeisterung, nachdem man den Trump-Sieg verk\u00fcndet hatte, was wiederum die russische Torheit unter Beweis stellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das alles zeigt, dass in der Grundlinie der amerikanischen Politik kein Unterschied zwischen Republikanern und Demokraten besteht, sondern lediglich im Stil.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">4. Die Ursache daf\u00fcr hat mit der Historie der beiden Parteien zu tun. Es interessiert die Partei der Republikaner nicht so sehr, ob sie sich im Gewand der von ihnen gehuldigten Demokratie zeigt. Bei ihr \u00fcberwiegt die Mentalit\u00e4t von Cowboys, die gepr\u00e4gt ist von arroganter \u00dcberheblichkeit. Aus einem solchen Milieu heraus ist diese Partei entstanden und noch immer ist sie von solch einer Attit\u00fcde gepr\u00e4gt. In der Kultur der Cowboys ist man stets der Person zugetan, die St\u00e4rke ausstrahlt, die pr\u00fcgelt und t\u00f6tet, die sich ungeb\u00fchrlich verh\u00e4lt, die pl\u00fcndert und stiehlt, ohne dass irgendjemand sich ihr in den Weg stellen oder sie herausfordern k\u00f6nnte. Man hat ruhig zu bleiben und sich zu f\u00fcgen. Republikaner interessieren Verbrechen, wie das T\u00f6ten Unschuldiger, nicht. Es ist in ihrem Land gang und g\u00e4be. Sie lieben es, Waffen zu tragen und willk\u00fcrlich zu gebrauchen. Noch am Montag hatte der Senat einen Gesetzesvorschlag der Demokraten abgelehnt, wonach eine Pr\u00fcfung der kriminellen und psychischen Vergangenheit potenzieller Besitzer privater Waffen ausgeweitet werden sollte. \u201eAm Montag, den 20.6.2016 stimmten die Republikaner gegen diese Ma\u00dfnahme, die die Demokraten seit vielen Jahren versuchen, durchzusetzen. Die Abstimmung endete mit 44 Stimmen f\u00fcr den Vorschlag und 56 Gegenstimmen\u201c (Russia Today, 21.06.2016).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Republikaner haben kein besonderes Interesse daran, den Waffenbesitz zu regulieren, denn sie werden von der Waffenlobby beherrscht. In diesem Kontext sind auch die Attit\u00fcden Trumps einzuordnen. Es sind die eines Mannes, der sich und sein Land nach au\u00dfen stark zeigt, um dem Land wieder Respekt zu verschaffen. Und das tut er in Form von Provokationen und Drohungen, ungeachtet dessen, ob er ihnen Taten folgen l\u00e4sst oder nicht oder ob er anschlie\u00dfend wieder zur\u00fcckrudert und zu anderen Methoden greift. Er ist so, wie er selbst \u00fcber sich sagt: \u201eIch m\u00f6chte unberechenbar sein.\u201c (Reuters, 10.11.1016)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trump wird die Methode des Einsch\u00fcchterns anderer praktizieren, damit sie die Politik Amerikas entweder akzeptieren oder sich ihr unterwerfen oder sich f\u00fcrchten, ihr zuwiderzuhandeln. Deshalb haben seine Spr\u00fcche jeden vor den Kopf gesto\u00dfen. Allzu deutlich war sein Hass auf den Islam und die Muslime. Zudem begab er sich auf ein chinesisches \u201eMinenfeld\u201c und teilte gegen seine eigenen Gefolgsleute in S\u00fcdkorea, Saudi-Arabien und im Iran aus. Europa attackierte er auf besonders provokative Weise \u2013 und wie es schien, mit Absicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So viel also zum Stil arroganter \u00dcberheblichkeit. Er wird sich dar\u00fcber hinaus der Methoden unseri\u00f6ser Gesch\u00e4ftemacher bedienen und andere Staaten erpressen. Trump will die Gewinne einheimsen und andere die Rechnungen und noch mehr zahlen lassen. Darum kommen solche Kommentare von ihm wie: \u201eSaudi-Arabien ist ein reiches Land und sollte f\u00fcr das bezahlen, was es von uns politisch und sicherheitstechnisch erh\u00e4lt.\u201c Weiter sagt er: \u201eSaudi-Arabien wird sehr bald in gro\u00dfe Schwierigkeiten geraten und es wird Hilfe ben\u00f6tigen. Ohne uns w\u00fcrde es das Land nicht geben, und es w\u00fcrde nicht weiter existieren.\u201c (NBC TV,19.08.2016) Es handelt sich hier um einen Anlauf dazu, Saudi-Arabien zu erpressen und s\u00e4mtliche in Amerika deponierten Gelder in die H\u00e4nde zu bekommen, zumal der Kongress noch ein Gesetz namens <i>Jasta<\/i> (Justice Against Sponsors of Terrorism Act) verabschiedete. Mit diesem Gesetz hat man Saudi-Arabien auferlegt, Entsch\u00e4digungen f\u00fcr die Anschl\u00e4ge von 9\/11 an US-B\u00fcrger zu zahlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Trump erw\u00e4hnte w\u00e4hrend seines Wahlkampfes, dass er die in S\u00fcdkorea stationierten US-Truppen abziehen w\u00fcrde, sollte das Land sich nicht st\u00e4rker finanziell an den Kosten f\u00fcr den Einsatz der 28.500 Mann starken <i>United State Forces<\/i> <i>Korea <\/i>beteiligen. Dort sind sie im Rahmen der gemeinsamen Verteidigung gegen Nordkorea stationiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Er forderte von Europa eine st\u00e4rkere Beteiligung am Nato-Budget und sagte, die Nato sei \u201e\u00fcberfl\u00fcssig\u201c. Er wies darauf hin, dass im Falle eines russischen Angriffs ein Schulterschluss Washingtons mit den europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten von der Beteiligung am Nato-Haushalt abh\u00e4nge (AFP\u2026Khaleej Newspaper, 11.11.2016)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; In Sachen Klima behauptete er: \u201eDie Umweltauflagen beeintr\u00e4chtigen die Konkurrenzf\u00e4higkeit der Unternehmen auf dem globalen Markt.\u201c Er bezeichnete den Klimawandel zudem als einen \u201eSchwindel\u201c. Das alles l\u00e4sst die Dimension der Gelderpressungen erahnen, auf die Trump zuschreitet und macht selbst vor seinen eigenen Vasallen und Gefolgsleuten keinen Halt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5. Was nun die Partei der Demokraten betrifft; sind falsches Spiel und das Anlegen eines faulen demokratischen Kost\u00fcms hervorstechende Merkmale. Sie geht ganz nach englischer Manier vor. Sie reicht dir das Gift in einem Honigbecher und t\u00f6tet dich mit einem L\u00e4cheln im Gesicht. Die Partei der Republikaner hingegen reicht dir das pure Gift und t\u00f6tet dich mit gefletschten Z\u00e4hnen. Im T\u00e4uschen sind die demokratischen Pr\u00e4sidenten daher cleverer und darin geschickter, die Gunst Leichtgl\u00e4ubiger zu gewinnen. Republikanische Pr\u00e4sidenten hingegen machen niemandem etwas vor. Ihre Feindseligkeit zeigen sie offen und freim\u00fctig. Betrachtet man einige Beispiele von Pr\u00e4sidenten beider Lager aus der j\u00fcngeren Vergangenheit, wird diese Tatsache hinsichtlich der Meinung \u00fcber sie nachvollziehbar. Reagen, Nixon, Bush senior und Bush junior aus dem Lager der Republikaner haben auf provokative und aggressive Art eine Arroganz an den Tag gelegt, gerade auch gegen\u00fcber dem Islam und den Muslimen &#8211; und das ganz offen und mit b\u00f6ser Miene. Kennedy, Carter, Clinton und Obama aus dem demokratischen Lager, waren boshaft, intrigant und hinterh\u00e4ltig gegen\u00fcber dem Islam und den Muslimen, pr\u00e4sentierten sich jedoch mit einem breiten L\u00e4cheln. W\u00e4hrend Bush von einem Kreuzzug redete, zitierte Obama in Kairo einen Vers aus dem Koran. R\u00e4nke gegen den Islam schmieden jedoch beide! Doch wir betonen noch einmal: \u201eDie demokratischen Pr\u00e4sidenten sind geschickter im T\u00e4uschen und besser darin, die Gunst Leichtgl\u00e4ubiger zu gewinnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">6. Selbst die Wappentiere der beiden Parteien spiegeln besagten Unterschied wider. Der amerikanische Karikaturist mit deutscher Abstammung, Thomas Nast, ver\u00f6ffentlichte in der Zeitschrift Harpers Weekly in den Jahren 1870 und 1874 eine Zeichnung mit einem Esel, der das Kost\u00fcm eines L\u00f6wen tr\u00e4gt, um eine Gruppe von Tieren zu erschrecken. Unter dieser Tiergruppe befindet sich ein gro\u00dfer wild gewordener um sich schlagender Elefant. Seitdem gilt der Esel als Parteisymbol der Demokraten und der Elefant als das Symbol der Republikaner. Beide Symbole stellen das Spiegelbild der jeweiligen Partei dar. W\u00e4hrend des Wahlkampfes im Jahr 2008 verbreiteten sich zwei Abbildungen. Im ersten ist ein Esel zu sehen, der die Partei der Demokraten symbolisieren soll. Auf ihm reitet eine Frau in gelbem Kleid, die Hillary Clinton darstellen und hinter ihr ein junger schwarzer Mann, der Barack Obama sein soll. Beide halten dem Esel eine M\u00f6hre hin, die an einem langen Stock h\u00e4ngt. Diese Szene steht f\u00fcr den Wahlkampfslogan der Demokraten, der die \u201eZuckerbrot- und-Peitsche\u201c-Strategie der Demokraten zum Ausdruck bringen sollte. Im Kontrast dazu, erschien eine Zeichnung w\u00e4hrend des gleichen Wahlkampfes, die zwei andere Kandidaten darstellen sollen, John McCain und Mitt Romney aus dem republikanischen Lager. Sie reiten auf einem Elefanten (dem Symbol der Republikaner), und jeder der beiden hat einen dicken Stock in der Hand, mit der er auf den Elefanten einschl\u00e4gt. Es symbolisiert die Politik der konservativen Republikaner, die auf \u201eEntschlossenheit und H\u00e4rte\u201c bauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trumps Verhaltensweise ist also keine Neuerfindung, die sich von der Verhaltensweise anderer republikanischer Kandidaten abhebt, es sei denn in den pers\u00f6nlichen Eigenschaften, die von einer Person zur anderen variieren kann. Die allgemeinen Merkmale der republikanischen Partei lassen sich auf nahezu alle Pr\u00e4sidentschaftskandidaten der Partei \u00fcbertragen, au\u00dfer in den erw\u00e4hnten pers\u00f6nlichen Eigenschaften.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlussfolgerung:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) Die Grundz\u00fcge der US-Politik, die in der Phase des noch amtierenden Pr\u00e4sidenten begr\u00fcndet wurde, werden sich nicht nennenswert \u00e4ndern und gerade gegen\u00fcber den Muslimen nicht und noch viel weniger in der Syrienfrage. Es macht keinen Unterschied, ob ein republikanischer oder demokratischer Pr\u00e4sident an der Spitze steht. US-Politik wird von Institutionen mit unterschiedlichem Einfluss bestimmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b) Wahlkampfspr\u00fcche haben f\u00fcr die Praxis internationaler Beziehungen bzw. f\u00fcr die L\u00f6sung au\u00dfenpolitischer Probleme keine Relevanz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">c) Die USA werden Russland auch in Zukunft weiterhin f\u00fcr einen Krieg gegen die Muslime, die sich gegen die US-Ordnung und deren Regime erhoben haben, benutzen. Gleiches wird Amerika auch im Ringen mit Europa tun, weil es der europ\u00e4ischen Widerspenstigkeit ihnen gegen\u00fcber Einhalt gebieten will. Sie betrachten die Europ\u00e4er mehr wie kleine Geschwister, sich selbst aber wie den gro\u00dfen Bruder. Auch wollen sie dies tun, damit ihnen Europa keine ihrer Projekte sabotiert und weder ihrer Politik noch ihrer Einflusssph\u00e4re in die Quere kommt. Das selbst\u00e4ndige Treiben der Europ\u00e4er abseits des Willens und des Schirms Amerikas wollen die USA mithilfe Russlands eingrenzen und das europ\u00e4ische Bem\u00fchen, zu einer unabh\u00e4ngigen politisch-wirtschaftlichen und milit\u00e4rischen Macht zusammenzuwachsen, dadurch eind\u00e4mmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">d) Das Einsch\u00fcchtern, Verspotten und Attackieren derjenigen, die als Feinde erachtet werden, geh\u00f6ren zum Stil der neuen Administration. Hinzu kommen Arroganz und Hochmut. Deshalb t\u00e4ten die \u00fcbrigen Staaten, die etwas Selbstachtung haben, gut daran, nicht einzuknicken und sich deren Druck nicht zu f\u00fcgen und auch deren Drohgeb\u00e4rden nicht zu f\u00fcrchten. Es ist lediglich ein Sturm im Wasserglas. Sie sollten die USA sogar weiter herausfordern, den Konflikt mit ihnen suchen und daran arbeiten, sie aus der Region zu dr\u00e4ngen. Denn selbst als sich Amerika unter Bush Junior am Zenit ihrer Macht befand und Frankreich mit anderen Staaten eine Achse bildete, um sich gegen Amerika zu erheben, hatte es Wirkung gezeigt. Wie ist es erst jetzt, wo sich Amerika in permanentem Abstieg befindet!?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">e) Es scheint, dass die US-Administration unter Trump zur Anwendung erpresserischer Methoden \u00fcbergehen wird, so wie sich zeigte, als er Staaten zum Zahlen zwingen wollte. Etwas anderes als diese Machenschaft ist der US-Administration wohl nicht geblieben. In diesem Zustand d\u00fcrfen die anderen Staaten sich nicht erpressen lassen und sie sollten die \u00f6ffentliche Meinung gegen sie r\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">f) Die rebellierenden V\u00f6lker der islamischen Umma, die den USA der gr\u00f6\u00dfte und h\u00e4rteste Dorn im Auge sind und die ihnen jeden Schlaf rauben, m\u00fcssen ihre Revolution und ihren Kampf weiterf\u00fchren. Sie werden \u2013 so Allah will \u2013 \u00fcber Amerika und \u00fcber alle kolonialistischen M\u00e4chte siegen. Deren Gesichter haben sie bereits in den Sand des Irak und in den Boden Afghanistans gestampft. Sie m\u00fcssen wissen, dass Amerika schw\u00e4cher ist als ein Spinnennetz. Es ist bereits verschlissen und durchl\u00f6chert und steht kurz vor dem Fall. Die Umma muss sich jedoch vor Amerikas Vasallen, Gefolgsleuten und Anh\u00e4ngern in Acht nehmen. Denn sie sind das Tor Amerikas in die muslimischen L\u00e4nder. Die Umma soll sich zu den Aufrichtigen und Bewussten hinwenden, die sie mit Allahs Willen zur Errettung, zur Befreiung und zu Gr\u00f6\u00dfe f\u00fchren wird, damit sie wieder wie einst, den Ruhm in beiden H\u00e4nden tr\u00e4gt:<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-quran-block\"><p class=\"quran-block-arabic\"><span>\ufd3f<\/span><span class=\"quran-block-arabic-content\">\u0643\u064f\u0646\u0652\u062a\u064f\u0645\u0652 \u062e\u064e\u064a\u0652\u0631\u064e \u0623\u064f\u0645\u064e\u0651\u0629\u064d \u0623\u064f\u062e\u0652\u0631\u0650\u062c\u064e\u062a\u0652 \u0644\u0650\u0644\u0646\u064e\u0651\u0627\u0633\u0650 \u062a\u064e\u0623\u0652\u0645\u064f\u0631\u064f\u0648\u0646\u064e \u0628\u0650\u0627\u0644\u0652\u0645\u064e\u0639\u0652\u0631\u064f\u0648\u0641\u0650 \u0648\u064e\u062a\u064e\u0646\u0652\u0647\u064e\u0648\u0652\u0646\u064e \u0639\u064e\u0646\u0650 \u0627\u0644\u0652\u0645\u064f\u0646\u0652\u0643\u064e\u0631\u0650 \u0648\u064e\u062a\u064f\u0624\u0652\u0645\u0650\u0646\u064f\u0648\u0646\u064e \u0628\u0650\u0627\u0644\u0644\u064e\u0651\u0647\u0650<\/span><span>\ufd3e<\/span><\/p><p class=\"quran-block-trans-ref\"><span class=\"quran-block-translation\">Ihr seid die beste Gemeinschaft, die je den Menschen hervorgebracht wurde. Ihr gebietet das, was Rechtens ist, und ihr verbietet das Unrecht, und ihr glaubt an Allah.<\/span><span class=\"quran-block-reference\"><span>[<\/span><span class=\"quran-block-reference-content\">3:110<\/span><span>]<\/span><\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-hadith-block\"><p class=\"hadith-block-arabic\"><span class=\"hadith-block-arabic-content\">\u2026\u062b\u064f\u0645\u064e\u0651 \u062a\u064e\u0643\u064f\u0648\u0646\u064f \u062c\u064e\u0628\u0652\u0631\u0650\u064a\u064e\u0651\u0629\u064b\u060c \u0641\u064e\u062a\u064e\u0643\u064f\u0648\u0646\u064f \u0645\u064e\u0627 \u0634\u064e\u0627\u0621\u064e \u0627\u0644\u0644\u064e\u0651\u0647\u064f \u0623\u064e\u0646\u0652 \u062a\u064e\u0643\u064f\u0648\u0646\u064e\u060c \u062b\u064f\u0645\u064e\u0651 \u064a\u064e\u0631\u0652\u0641\u064e\u0639\u064f\u0647\u064e\u0627 \u0625\u0650\u0630\u064e\u0627 \u0634\u064e\u0627\u0621\u064e \u0623\u064e\u0646\u0652 \u064a\u064e\u0631\u0652\u0641\u064e\u0639\u064e\u0647\u064e\u0627\u060c \u062b\u064f\u0645\u064e\u0651 \u062a\u064e\u0643\u064f\u0648\u0646\u064f \u062e\u0650\u0644\u064e\u0627\u0641\u064e\u0629\u064c \u0639\u064e\u0644\u064e\u0649 \u0645\u0650\u0646\u0652\u0647\u064e\u0627\u062c\u0650 \u0627\u0644\u0646\u064f\u0651\u0628\u064f\u0648\u064e\u0651\u0629\u0650\u2026<\/span><\/p><p class=\"hadith-block-trans-ref\"><span class=\"hadith-block-translation\">Sodann wird eine Gewaltherrschaft folgen. Sie wird weilen, solange Allah sie weilen l\u00e4sst. Dann wird Allah sie aufheben, wenn er sie aufheben will. Sodann folgt ein Kalifat gem\u00e4\u00df dem Plan des Prophetentums.<\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>18. \u1e62afar al-\u1e2aair 1438 n. H.<\/b><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>18. November 2016 n. Chr.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe eine Frage, f\u00fcr die ich keine plausible Antwort finde: Wie konnte Trump mit so gro\u00dfem Vorsprung Clinton abh\u00e4ngen, obwohl die Umfrageergebnisse, die den Wahlen vom 8.11.2016 vorausgingen, auf einen deutlichen Vorsprung Clintons hindeuteten? Auch war der Ton in Trumps Wahlkampf aggressiv und gegen alle Fronten gerichtet: gegen Europa, gegen China, gegen Saudi-Arabien, gegen die Muslime allgemein, und selbst gegen Korea, w\u00e4hrend es lobende Worte f\u00fcr Russland und Assad gab&#8230; Bedeutet es also, dass ein Wechsel in der US-Politik stattfinden wird, insbesondere, was die Syrienfrage betrifft? 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